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Bist du auch verrückt auf Morgen? Dann herzlich willkommen. In unseren 18 Biosphären hier in Deutschland verändern wir die Welt mit innovativen Ideen, um ein nachhaltiges und klimafreundliches Miteinander von Mensch und Natur für dich und uns alle zu ermöglichen. Wir erproben das Leben von morgen, damit wir eine gemeinsame Zukunft auf unserem Planeten haben.
Wir sind Teil des einmaligen Netzwerkes der weltweit über 780 UNESCO-Biosphärenreservate, zu denen auch die Camargue in Frankreich und das Gebiet Serengeti-Ngorongoro in Tansania zählen.
Regional verankert, weltweit vernetzt
Wir sind Modellregionen für nachhaltige Entwicklung, in denen das Zusammenleben von Mensch und Natur beispielhaft entwickelt wird. Wir schützen die biologische Vielfalt, tragen zur regionalen Wertschöpfung bei und fördern naturverträglichen Tourismus, nachhaltige Mobilität sowie umweltschonende Produktionsweisen. Wir sind Orte der Bildung und Umweltforschung, außerdem arbeiten wir im Weltnetz der UNESCO-Biosphärenreservate international zusammen.
In den Biosphärenreservaten erproben wir Modelle für das Leben von Morgen. Dazu zählt das Wirtschaften im Einklang mit den Ressourcen auf unserem Planeten, der Naturschutz und soziale Aspekte wie Schule oder die Integration von Senior*innen. Hier findest du drei Beispiele aus über 270 Projekten, die wir zusammen mit den Menschen vor Ort sowie Partnerorganisationen und -unternehmen vorantreiben.
Schau in unsere Filme rein und entdecke beispielhafte Projekte rund um Wildbienen, Streuobstwiesen und Blühflächen.
„Das Biosphärenreservat Bliesgau ist meine Heimat. Die Natur, die Menschen und die Vielfalt, die mich umgeben, prägen mich seit meiner Kindheit. Mit Herzenslust gestalte ich hier meine Zukunft, weil echte Heimatliebe so zur Tat wird.“
Paula Jacob
engagiert sich für die "Junge Biosphäre" und auf dem "Bliesgau Weltacker" im Biosphärenreservat Bliesgau
„Wir wollen eine sichere Zukunft auf unserer Hallig haben. Deshalb müssen möglichst viele das Klima schützen, damit das Meer langsamer steigt!“
Leif und Bosse Kruse
Biosphärenreservat Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und Halligen
„Als Biobetrieb weiden unsere Tiere auf den Flächen des Biosphärengebiets Schwarzwald und tragen so zum Erhalt dieser einzigartigen Kulturlandschaft bei, die es zu bewahren gilt.“
Daniela Zimmermann
Landwirtin aus Fröhnd-Künaberg | Biosphärengebiet Schwarzwald
„Die regionale Wertschöpfungskette zu unterstützen, liegt mir sehr am Herzen. Mit dem Einsatz regionaler Produkte in meiner Küche möchte ich das Bewusstsein für ein gemeinsames Miteinander stärken. Ich stehe für regionalen Genuss und unterstütze Projekte, die für den Tourismus in meiner Heimat zukunftsweisend sind.“
Erik Lauterbach
Inhaber Gasthaus Waldfrieden in Frauenwald | Biosphärenreservat Thüringer Wald
„Im UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe moste ich Säfte aus alten Obstsorten. Ich sorge dafür, dass Früchte weniger ungenutzt verderben und es sich wieder lohnt, das Obst zu ernten.“
Tobias Spill
Elbland Mosterei - Säfte und Streuobst aus der Prignitz | Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe
„Die Wanderschäferei ist für mich eine Herzensangelegenheit, mit der ich auch zur Erhaltung der Artenvielfalt und der wunderbaren Kulturlandschaft im Pfälzerwald beitragen kann.“
Anne Laux
Mitarbeiterin in der Bildung für nachhaltige Entwicklung und Beweiderin | Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen
„Wir bauen Zukunft in Nieklitz ist eine Genossenschaft, mit dem gemeinsamen Ziel, ein wirtschaftlich tragfähiges und ökologisch regeneratives Ökosystem zu erschaffen. Auf der Fläche eines ehemaligen botanischen Gartens entstehen ein Coworking-Space, Werkstätten, ein Seminarbetrieb und eine Tiny-House-Forschungssiedlung.“
Johannes Comeau-Milke
Wir bauen Zukunft in Nieklitz eG | Biosphärenreservat Schaalsee
„Das Biosphärenreservat ist meine Heimat – und hier möchte ich auch meine Zukunft aufbauen. Seit meiner Kindheit bin ich Junior Rangerin und bin stolz, mein Wissen an Jüngere weitergeben zu können.“
Tami Döring
Junior Rangerin im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön
„Unsere Teiche existieren seit mehreren hundert Jahren. Durch sie ist eine Naturlandschaft entstanden, die erhaltenswürdig ist. Heute zählen fast alle Teiche zum Schutzgebiet. Durch unsere Bewirtschaftung, tragen wir dazu bei, dass der Status gesichert wird.“
Karsten Ringpfeil
Inhaber Teichwirtschaft Ringpfeil | Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft
„Mit meinen Führungen auf Neuwerk trage ich dazu bei, den Tourist*innen die Bedeutung des Biosphärenreservats und den Naturschutz näherzubringen.“
Luise Gönnert
FÖJlerin im Biosphärenreservat Hamburgisches Wattenmeer
„Von der Natur für die Zukunft – so lernen Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit den Bildungsangeboten für nachhaltige Entwicklung in unserer Biosphärenregion.“
Ina Rosemeyer
Leiterin des Regionalen Umweltzentrums Schortens | Biosphärenregion Niedersächsisches Wattenmeer
„Die besondere Spreewälder Landwirtschaft erhalten wir jetzt in fünfter Generation. Unsere Flächen sind fast nur mit dem Kahn auf dem Wasserweg erreichbar. Auch wenn dies für manche sehr beschwerlich wirken mag, ist es genau das, was unser Leben im Spreewald mit Wasser, Kahn und in der Natur ausmacht.“
Sebastian Kilka
Landwirt, Mutschenhof | Biosphärenreservat Spreewald
„Traditionsbewusst und zukunftsorientiert: In Hainrode im Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz pflegen wir Althergebrachtes und entwickeln ständig Neues, um den wunderbaren Südharz liebens- und lebenswert zu gestalten.“
Rolf Kutzleb
Vorsitzender des Heimat- und Naturschutzvereins Hainrode e. V. | Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz
„In unserem Biosphärengebiet Schwäbische Alb nimmt die Regionalmarke Albgemacht bundesweit eine Vorreiterrolle ein, um den Erhalt der biologischen Vielfalt ganz konkret mit dem Kauf eines Produktes zu verbinden.“
Ann-Catrin Knupfer
Müllerin, Lichtensteinmühle Honau | Biosphärengebiet Schwäbische Alb
„Nachhaltigkeit ist für uns ein ganz wichtiges Thema. Alle Angebote haben wir immer eng mit dem Biosphärenreservat Südost-Rügen abgestimmt. Wir versuchen, die Natur zu erhalten, denn das ist unser größtes Kapital.“
Till Jaich
Geschäftsführer, Wasserferienwelt Im-Jaich | Biosphärenreservat Südost-Rügen
„Mit dem Biosphärenreservat entwickeln wir neue Vermarktungsstrukturen für die Landwirt:innen, die ihre Rinder unter den besonderen Bedingungen im Drömling halten. Als ehemaliger Zivi freue ich mich über die Zusammenarbeit, weil ich mit dem Artenreichtum dieses einzigartigen Gebietes gut vertraut bin.“
Marian Bohndick
Geschäftsführer, Waldgourmet GmbH | Biosphärenreservat Drömling
„Mit der modellhaften Entwicklung unseres Biosphärenreservates wollen wir helfen, das Morgen unser aller Kinder lebenswert zu erhalten.“
Frederik Bewer
Bürgermeister Stadt Angermünde, Vorsitzender des Kuratoriums des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin
„Mit der Verwendung von Laufener Landweizen bei unseren Backwaren können wir diese besondere, alte Getreidesorte durch Inwertsetzung in der Region halten. Außerdem schaffen wir Bewusstsein für die Besonderheiten dieser Sorte und ihren Mehrwert für die biologische Vielfalt auf den Äckern.“
Andi Neumeier
Bäckermeister aus Teisendorf | Biosphärenregion Berchtesgadener Land
Im Gegensatz zu Biosphärenreservaten, die vorrangig den Erhalt und Schutz der durch Menschen geprägten Kulturlandschaft anstreben, werden Nationalparke zum Schutz einer natürlichen Dynamik ausgewiesen. Im Nationalpark soll sich die Natur ohne menschlichen Einfluss entwickeln. Deshalb sind im Nationalpark mindestens 75 Prozent der Gesamtfläche einer Nutzung entzogen, im Biosphärenreservat lediglich 3 Prozent.
Naturparke und Biosphärenreservate verbindet eine vergleichbare Aufgabenstellung. Beide haben das Ziel, menschliches Wirtschaften und Handeln im Einklang mit der Natur zu ermöglichen. Naturparke haben jedoch eine stärkere Ausrichtung im Tourismus- und Erholungsbereich.
Das Kürzel MAB steht für das UNESCO-Programm “Der Mensch und die Biosphäre”, das 1970 eingerichtet wurde und die Grundlage für Biosphärenreservate und deren Anerkennung bildet. Es war das erste globale Programm, das sich mit der Beziehung zwischen Mensch und Umwelt beschäftigte.
Nachhaltiger Tourismus ist in den Biosphärenreservaten ausdrücklich erwünscht. Denn Biosphärenreservate dienen neben der Entwicklung von nachhaltigen Landnutzungen, der Forschung und Umweltbeobachtung vordergründig auch der Umweltbildung und dem Naturerleben. Du kannst durch ansprechende Angebote, Informationen und Führungen jedoch nicht nur Natur und Landschaft kennenlernen. Die Vermittlung von Nachhaltigkeitsthemen, wie Klimaschutzmaßnahmen und die Vorzüge regionaler Wertschöpfungsketten, sind ebenfalls von zentraler Bedeutung.
In unserem Partner-Netzwerk findest du außerdem regionale Betriebe, die nach strengen Qualitätskriterien ausgezeichnet sind, sich für den Natur- und Umweltschutz engagieren, Kenner ihrer Heimatregion und Botschafter ihrer Nationalen Naturlandschaft sind.
Biosphärenreservate in Deutschland sind frei und kostenlos zugänglich. Es gibt ohnehin keine leicht erkennbaren Biosphärenreservatsgrenzen: Die Naturlandschaften gehen häufig fließend in Siedlungsstrukturen und bewirtschaftete Landstriche über.
Auch viele der Informationszentren und ihre Ausstellungen sind für Besuchende kostenfrei.
In Naturschutzgebieten und Kernzonen der Biosphärenreservate ist das Betreten der Flächen abseits der markierten Wanderwege und das Pflücken und Sammeln von Pflanzen und Pilzen nicht erlaubt. In den anderen Zonen kannst du in einigen Biosphärenreservaten Pilze und Beeren sammeln. Bitte informiere dich in den Besuchereinrichtungen der Biosphärenreservate oder auf der Website des entsprechenden Schutzgebietes.
Bitte achte darauf, dass viele Pilzarten unter Naturschutz stehen. Welche Arten geschützt sind, kannst du in der WISIA-Datenbank mit einer Schlagwortsuche überprüfen.
Dafür müsste man zunächst die Frage beantworten, was gefährliche Tiere überhaupt sind. Die großen Säugetiere wie Luchs oder Wolf sind sehr selten in Deutschland. Es ist höchst unwahrscheinlich, auf ein Exemplar von ihnen zu treffen. Sie halten sich meistens von Wanderwegen fern, weil sie selbst nicht gestört werden wollen. Die scheue Wildkatze, die in einigen Biosphärenreservaten heimisch ist, wird Menschen – ob groß oder klein – nicht gefährlich.
Das einzig wirklich gefährliche Tier in vielen Biosphärenreservaten ist die Zecke, weil sie Borreliose und FSME übertragen kann. Sie lebt an Waldrändern, auf Lichtungen, im hohen Gras und im Unterholz. Besonders aktiv sind Zecken nach einem Regentag im Sommer, denn sie lieben Feuchtigkeit und Wärme. Wandernde, die auf den Wegen bleiben, werden eher selten von einer Zecke gebissen, aber einen gänzlichen Schutz vor einem Zeckenbiss gibt es nicht. Daher suche dich nach einer Wanderung immer nach Zecken ab und entferne diese bei einem Biss mit einer Pinzette oder Zeckenzange.
Bitte denke daran: Wer draußen unterwegs ist, hinterlässt Spuren. Bleib deshalb auf den Wegen, nimm Rücksicht auf Tiere und Pflanzen. Beachte ein paar einfache Regeln zum Schutz der Natur- und Kulturlandschaften – für ein tolles und verträgliches Miteinander von Mensch und Natur.