Deine Biosphären. Verrückt auf Morgen.

Bist du auch verrückt auf Morgen? Dann herzlich willkommen. In unseren 18 Biosphären hier in Deutschland verändern wir die Welt mit innovativen Ideen, um ein nachhaltiges und klimafreundliches Miteinander von Mensch und Natur für dich und uns alle zu ermöglichen. Wir erproben das Leben von morgen, damit wir eine gemeinsame Zukunft auf unserem Planeten haben.

Wir sind Teil des einmaligen Netzwerkes der weltweit über 780 UNESCO-Biosphärenreservate, zu denen auch die Camargue in Frankreich und das Gebiet Serengeti-Ngorongoro in Tansania zählen.

Bunte Bergwiese und weite Sicht auf Felder
Biosphärenreservate
Grüne Wiesen, wilde Blütenpracht. Silberdistel, Kuhschelle, Arnika und Moorklee gedeihen auf Bergmähwiesen und Kalkmagerrasen. Das Biosphärenreservat Rhön im Dreiländereck Bayern, Hessen, Thüringen gelegen, einst Land der Buchen genannt, heute „Land der offenen Fernen“ ist eine einzigartige Kulturlandschaft im Herzen Deutschlands.
Ein Elbausläufer ist von grüner Wiese umgeben. Am Horizont stehen viele Bäume.
Biosphärenreservate
Im Biosphärenreservat Mittelelbe befinden sich die größten zusammenhängenden Hartholzauenwälder Mitteleuropas. Die Auenlandschaft dient als großes Überflutungsgebiet bei Hochwasser. Sie bietet Pflanzen und Tieren, die an die wechselnden Wasserstände angepasst sind, wertvollen Lebensraum. Das „Wappentier“ des Biosphärenreservats Mittelelbe ist der Elbebiber. Hier findet die einst vom Aussterben bedrohte Art von jeher optimale Lebensbedingungen. Zahlreiche Biber konnten sogar in andere Gebiete Europas zur Wiederansiedlung abgegeben werden. Auch seltene Vogelarten wie Kranich, Seeadler und Schwarzstorch haben hier ein Refugium, Zugvögel angestammte Rastplätze. Mit der deutlich verbesserten Wassergüte der Elbe leben darin wieder rund 35 Fischarten.

Regional verankert, weltweit vernetzt

Biosphärenreservate in Deutschland

Wir sind Modellregionen für nachhaltige Entwicklung, in denen das Zusammenleben von Mensch und Natur beispielhaft entwickelt wird. Wir schützen die biologische Vielfalt, tragen zur regionalen Wertschöpfung bei und fördern naturverträglichen Tourismus, nachhaltige Mobilität sowie umweltschonende Produktionsweisen. Wir sind Orte der Bildung und Umweltforschung, außerdem arbeiten wir im Weltnetz der UNESCO-Biosphärenreservate international zusammen.

So gehen wir das Morgen an ...

In den Biosphärenreservaten erproben wir Modelle für das Leben von Morgen. Dazu zählt das Wirtschaften im Einklang mit den Ressourcen auf unserem Planeten, der Naturschutz und soziale Aspekte wie Schule oder die Integration von Senior*innen. Hier findest du drei Beispiele aus über 270 Projekten, die wir zusammen mit den Menschen vor Ort sowie Partnerorganisationen und -unternehmen vorantreiben.

Schau in unsere Filme rein und entdecke beispielhafte Projekte rund um Wildbienen, Streuobstwiesen und Blühflächen.

Test Label Test Title Description which is a bit longer Description which is a bit longer
Bienenstrom? Wie funktioniert Ökostrom, der Artenvielfalt fördert? Das erfährst du in dem kurzen Film zum Bienenstrom, der Artenvielfalt fördert und vom Biosphärenreservat Schwäbische Alb entwickelt wurde.
Eine neue Gartenkultur entwickeln. Wie das geht? Das erfährst du in dem kurzen Film zum Projekt Gärten für die Artenvielfalt aus dem Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen.

18 Menschen.
18 Ideen.
18 gute Gründe für ein gutes Morgen.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zum Nationalpark und Naturpark?

Im Gegensatz zu Biosphärenreservaten, die vorrangig den Erhalt und Schutz der durch Menschen geprägten Kulturlandschaft anstreben, werden Nationalparke zum Schutz einer natürlichen Dynamik ausgewiesen. Im Nationalpark soll sich die Natur ohne menschlichen Einfluss entwickeln. Deshalb sind im Nationalpark mindestens 75 Prozent der Gesamtfläche einer Nutzung entzogen, im Biosphärenreservat lediglich 3 Prozent.

Naturparke und Biosphärenreservate verbindet eine vergleichbare Aufgabenstellung. Beide haben das Ziel, menschliches Wirtschaften und Handeln im Einklang mit der Natur zu ermöglichen. Naturparke haben jedoch eine stärkere Ausrichtung im Tourismus- und Erholungsbereich.

Das Kürzel MAB steht für das UNESCO-Programm “Der Mensch und die Biosphäre”, das 1970 eingerichtet wurde und die Grundlage für Biosphärenreservate und deren Anerkennung bildet. Es war das erste globale Programm, das sich mit der Beziehung zwischen Mensch und Umwelt beschäftigte.

Nachhaltiger Tourismus ist in den Biosphärenreservaten ausdrücklich erwünscht. Denn Biosphärenreservate dienen neben der Entwicklung von nachhaltigen Landnutzungen, der Forschung und Umweltbeobachtung vordergründig auch der Umweltbildung und dem Naturerleben. Du kannst durch ansprechende Angebote, Informationen und Führungen jedoch nicht nur Natur und Landschaft kennenlernen. Die Vermittlung von Nachhaltigkeitsthemen, wie Klimaschutzmaßnahmen und die Vorzüge regionaler Wertschöpfungsketten, sind ebenfalls von zentraler Bedeutung.

In unserem Partner-Netzwerk findest du außerdem regionale Betriebe, die nach strengen Qualitätskriterien ausgezeichnet sind, sich für den Natur- und Umweltschutz engagieren, Kenner ihrer Heimatregion und Botschafter ihrer Nationalen Naturlandschaft sind.

Biosphärenreservate in Deutschland sind frei und kostenlos zugänglich. Es gibt ohnehin keine leicht erkennbaren Biosphärenreservatsgrenzen: Die Naturlandschaften gehen häufig fließend in Siedlungsstrukturen und bewirtschaftete Landstriche über.

Auch viele der Informationszentren und ihre Ausstellungen sind für Besuchende kostenfrei.

In Naturschutzgebieten und Kernzonen der Biosphärenreservate ist das Betreten der Flächen abseits der markierten Wanderwege und das Pflücken und Sammeln von Pflanzen und Pilzen nicht erlaubt. In den anderen Zonen kannst du in einigen Biosphärenreservaten Pilze und Beeren sammeln. Bitte informiere dich in den Besuchereinrichtungen der Biosphärenreservate oder auf der Website des entsprechenden Schutzgebietes.

Bitte achte darauf, dass viele Pilzarten unter Naturschutz stehen. Welche Arten geschützt sind, kannst du in der WISIA-Datenbank mit einer Schlagwortsuche überprüfen.

Dafür müsste man zunächst die Frage beantworten, was gefährliche Tiere überhaupt sind. Die großen Säugetiere wie Luchs oder Wolf sind sehr selten in Deutschland. Es ist höchst unwahrscheinlich, auf ein Exemplar von ihnen zu treffen. Sie halten sich meistens von Wanderwegen fern, weil sie selbst nicht gestört werden wollen. Die scheue Wildkatze, die in einigen Biosphärenreservaten heimisch ist, wird Menschen – ob groß oder klein – nicht gefährlich.

Das einzig wirklich gefährliche Tier in vielen Biosphärenreservaten ist die Zecke, weil sie Borreliose und FSME übertragen kann. Sie lebt an Waldrändern, auf Lichtungen, im hohen Gras und im Unterholz. Besonders aktiv sind Zecken nach einem Regentag im Sommer, denn sie lieben Feuchtigkeit und Wärme. Wandernde, die auf den Wegen bleiben, werden eher selten von einer Zecke gebissen, aber einen gänzlichen Schutz vor einem Zeckenbiss gibt es nicht. Daher suche dich nach einer Wanderung immer nach Zecken ab und entferne diese bei einem Biss mit einer Pinzette oder Zeckenzange.

Deine Biosphären erleben – mit Respekt

Bitte denke daran: Wer draußen unterwegs ist, hinterlässt Spuren. Bleib deshalb auf den Wegen, nimm Rücksicht auf Tiere und Pflanzen. Beachte ein paar einfache Regeln zum Schutz der Natur- und Kulturlandschaften – für ein tolles und verträgliches Miteinander von Mensch und Natur. 

Auf die Rhönschafe trifft man überall im Biosphärenreservat - z. B. in Maiersbach.
© Biosphärenreservat Rhön