Von oben werden die Weiten des Wattenmeers deutlich.
© Martin Elsen
Biosphärenreservate

Biosphärenreservat Hamburgisches Wattenmeer

Jung, dynamisch, von Ebbe und Flut geformte Weite. Das hanseatische Wattenmeer an den Ufern der Insel Neuwerk liegt im Biosphärenreservat Hamburgisches Wattenmeer. Zweimal am Tag verschwindet das Meer hinter dem Horizont und kehrt bei Flut wieder zurück. Das einzig Beständige ist der Wandel.
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Neuwerk - Das imposanteste Bauwerk der Insel ist der Leuchtturm aus dem Jahre 1310.
© Peter Körber
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Austernfischer finden im Watt ihre Nahrung und brüten sogar auf Neuwerk
© Peter Körber
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Durch Ebbe und Flut entsteht immer ein neues Bild des Wattenmeers.
© Klaus Janke
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Vor Neuwerk liegen die Seehunde auf ihren Bänken.
© Klaus Janke
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Neuwerk gilt als Sonneninsel.
© Peter Körber
Neuwerk - Das imposanteste Bauwerk der Insel ist der Leuchtturm aus dem Jahre 1310.
© Peter Körber

Gründungsjahr

1992

Größe in km²

117

Geografische Lage

Das Biosphärenreservat gehört zur Freien und Hansestadt Hamburg, Rathaus ist 105 km Luftlinie entfernt, Wattenmeer der westlichen Elbmündunug bei Cuxhaven, Zum Biosphärenreservat gehören auch die Inseln Neuwerk, Zum Biosphärenreservat gehören auch die Inseln Neuwerk und Scharhörn und Nigehörn

Landschaften

Dünen, Düneninseln, Entwässerungsgräben, landwirtschaftlich genutzte Binnengroden-Flächen, Meer, Priele, Ringdeich, Salzwiesen, Sandbänke, Sandinseln, Wattflächen

Das Gebiet

Wattflächen, am weiten Himmel Vögel, wohin das Auge schaut. Dazu Inseln, Dünen, Sandbänke, Priele, Salzwiesen – das Biosphärenreservat Hamburgisches Wattenmeer ist ein Juwel der Natur. Mittendrin liegt die bewohnte Insel Neuwerk mit Deichen, Denkmälern und ihrer alten Kulturlandschaft. Die Insel – einer der ältesten Stadtteile Hamburgs und doch über 100 Kilometer entfernt vom Hamburger Rathaus – hat eine wechselvolle Geschichte: mittelalterlicher Fischerstützpunkt, Anlaufstelle für Seeräuber, Bastion und Weideland. Die maritime Nutzung hat der 1556 eingedeichten Insel Neuwerk ihr Gesicht gegeben.

Heute leben etwa 30 Menschen auf der Insel, die jährlich bis zu 100.000 Gäste versorgen. Das Neuwerker Vorland mit seinen Salzwiesen besitzt große Bedeutung als Brut- und Rastgebiet für Wat- und Wasservögel. Die unbewohnten Inseln Scharhörn und Nigehörn wandern, aber unterschiedlich schnell, beide wachsen, aber in unterschiedliche Richtungen, und zwar zusammen der natürlichen Dynamik folgend. Sie sind Stützpunkte für viele Seevögel. Nigehörn ist das Küken im „Familienkreis“, denn Hamburgs jüngste Insel entstand erst 1989. Sie wurde in nur fünf Wochen aus 1,2 Millionen Kubikmetern Sand aufgeschüttet und unterliegt seitdem der natürlichen Dynamik.

Naturschutz

Auf der Insel Neuwerk wird Nachhaltigkeit groß geschrieben. Sonnenenergie dient der umweltfreundlichen Energiegewinnung. Ziel ist eine CO2 neutrale Wattenmeer-Region bis 2030 (Beschluss der Trilateralen Wattenmeerkonferenz 2010/DK-D-NL).

Außerdem sichert die extensive Landwirtschaft die Jahrhunderte alte Kulturlandschaft und die Brutmöglichkeiten für Wiesenvögel.
Der Personentransport übers Watt erfolgt ganz überwiegend mit Pferdefuhrwerken.

Die übrigen Flächen des Biosphärenreservats sind Wildnis (mehr als 90% der Fläche). Dazu gehören das Watt mit seiner natürlichen Dynamik und die Düneninseln Scharhörn und Nigehörn.

Aktiv vor Ort

Ein Tag vor Ort

Salzwiesen und Tideaquarium

Mitten im Watt liegen die Insel Neuwerk und die Düneninseln Scharhörn und Nigehörn. Neuwerk erreicht man je nach Wasserstand zu Fuß, mit einer Pferdekutsche oder mit dem Schiff. Bei einem Spaziergang auf dem Ringdeich, der Schutz vor den Fluten bietet, lernt man die Insel kennen. Einen herrlichen Überblick über das Biosphärenreservat bis zur Elbmündung und den großen Containerschiffen bietet der gut 700 Jahre alte Neuwerker Turm, das älteste Profangebäude an der deutschen Nordseeküste. Nahe dem Turm liegt das Biosphärenreservat- und Nationalpark-Haus mit einer Ausstellung zum Hamburgischen Wattenmeer und einem Tideaquarium. Auf einem ausgepflockten Pfad durch die renaturierten Salzwiesen im Ostvorland der Insel sieht man Brut- oder Rastvögel aus nächster Nähe. Im Frühjahr und Herbst lassen sich die Besonderheiten des Vogelzuges erleben.

Eine Woche vor Ort

Inselrundgang und Wattwagen

  • Montag: Ankunft auf Neuwerk mit dem Fahrgastschiff MS Flipper. Einzug in eine gemütliche Pension oder, besonders interessant für Familien und Gruppen, in ein Heuhotel. Ein erster Inselrundgang auf dem Ringdeich zeigt uns, was wir alles noch genauer anschauen wollen.
  • Dienstag: Weil es regnet, ausschlafen und einen Roman über Störtebeker lesen. Nachmittags mit „Friesennerz“ ein Besuch im Biosphärenreservat- und Nationalpark-Haus. Der Erlebnispfad zeigt Wissenswertes über das Biosphärenreservat und den Nationalpark.
  • Mittwoch: Die Sonne scheint. Vormittags Fitnessprogramm: Also rauf auf den 700 Jahre alten Leuchtturm und Aussicht auf die Natur- und Kulturlandschaft genießen. Nachmittags auf einer Führung mit dem Verein Jordsand durch die renaturierten Salzwiesen im Ostvorland der Insel den Duft von Wiesen und Meer einatmen, Austernfischer und verschiedene Seeschwalben mit frisch geschlüpften Jungen beobachten.
  • Donnerstag: Früh raus und ganztags die Natur erkunden. Natur pur des Wattenmeeres in der Kernzone des Biosphärenreservates erleben. Bei guter Kondition und guten Wetterverhältnissen mit den Ranger*innen zur Vogelinsel Scharhörn wandern.
  • Freitag: Wanderung mit dem Ranger zum Kleinen Vogelsand, ein hoher Wattrücken im Norden Neuwerks. Nach Stürmen findet man dort Bernstein.
  • Samstag: Nach einem morgendlichen Bad – bei Hochwasser – heißt es nachmittags leider Abschied nehmen von Neuwerk. Bei Niedrigwasser fahren wir mit dem Pferde -Wattwagen durchs Watt nach Sahlenburg. Auf Wiedersehen im Biosphärenreservat Hamburgisches Wattenmeer! 

Barrierefrei besuchen

Das Biosphärenreservat ist nicht vollständig barrierefrei. Möglich ist eine Anfahrt mit Wattwagen oder Fahrgastschiff nach Neuwerk (bitte vorher mit den Transportunternehmen Kontakt aufnehmen und die Mitfahrmöglichkeiten im Einzelfall abklären). Auf Neuwerk sind nur die Wege im Binnengroden weitgehend barrierefrei. Das Nationalpark-Haus mit seiner Dauerausstellung im Erdgeschoss ist barrierefrei eingerichtet. Hier kann auch geklärt werden, welche Veranstaltungsangebote ggf. individuell barrierefrei angepasst möglich sind.

Anreise

Mit Bahn oder Auto nach Cuxhaven.

Die Insel Neuwerk ist in der Regel einmal am Tag über das Watt und über das Wasser erreichbar. Je nach Wasserstand erreichen Sie die Insel:

  • mit dem Schiff „MS Flipper“ von Cuxhaven „Alte Liebe“ (ca. 1,5 – 2 h)
  • mit dem Wattwagen von Cuxhaven Sahlenburg (ca. 1,5 h)
  • zu Fuß von Cuxhaven Sahlenburg bzw. Cuxhaven Duhnen (ca. 2,5 – 3 h)

Fahrpläne finden Sie auf der Website der Reederei Cassen Eils, den Wattwagenbetrieben und den Wattwander-Unternehmen. Bitte melden Sie sich rechtzeitig an.

Besuch- und Informationszentren

Tourismusinformation

Biosphärenreservat-Nationalpark-Station Neuwerk
Turmwurt
27499 Insel Neuwerk
Telefon 04721 692 71
np-station@bukea.hamburg.de

Besuch- und Informationszentrum

Biosphärenreservat-Nationalpark-Haus Neuwerk
27499 Insel Neuwerk
Telefon 04721 395 349
np-haus@bukea.hamburg.de

Kontakt

Fragen zum Gebiet?

Gebiet zugehörige Schutzprojekte

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