Deine Biosphären. Verrückt auf Morgen.

Bist du auch verrückt auf Morgen? Dann herzlich willkommen. In unseren 18 Biosphären hier in Deutschland verändern wir die Welt mit innovativen Ideen, um ein nachhaltiges und klimafreundliches Miteinander von Mensch und Natur für dich und uns alle zu ermöglichen. Wir erproben das Leben von morgen, damit wir eine gemeinsame Zukunft auf unserem Planeten haben.

Wir sind Teil des einmaligen Netzwerkes der weltweit über 780 UNESCO-Biosphärenreservate, zu denen auch die Camargue in Frankreich und das Gebiet Serengeti-Ngorongoro in Tansania zählen.

Zwei Biber sitzen in der Abendsonne auf angehäuftem Ästen und Stöckern im Wasser.
Biosphärenreservate
Der kleinste Teil des Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe befindet sich in Schleswig-Holstein. Im Herzogtum Lauenburg südöstlich der Stadt Lauenburg liegt ein Teilgebiet, das Naturschutzgebiet „Lauenburger Elbvorland“. Das andere erstreckt sich als Naturschutzgebiet „Hohes Elbufer zwischen Tesperhude und Lauenburg“. Zusammen bilden sie eine Fläche von 553 Hektar, die zu 65 Prozent bewaldet ist.
Luftaufnahme von mäandernen Wasserläufen bei Niedrigwasser
Biosphärenreservate
Wind und Gezeiten machen das Wattenmeer zu einem außergewöhnlichen Lebensraum voller Dynamik und wilder Schönheit. Das Mosaik aus Wattflächen, Prielen und Sandbänken, Seegras- und Salzwiesen ist ein Paradies für Millionen Vögel und Lebensraum vieler teils hochspezialisierter Tier- und Pflanzenarten. Mittendrin und eng verknüpft mit dem Wattenmeer liegen die Halligen und die Insel Pellworm, ein einzigartiger Natur- und Kulturraum.
Luftaufnahme einer grünen, besiedelten Insel inmitten von Wasserläufen und Meer.
Biosphärenreservate
Jung, dynamisch, von Ebbe und Flut geformte Weite. Das hanseatische Wattenmeer an den Ufern der Insel Neuwerk liegt im Biosphärenreservat Hamburgisches Wattenmeer. Zweimal am Tag verschwindet das Meer hinter dem Horizont und kehrt bei Flut wieder zurück. Das einzig Beständige ist der Wandel.
Sicht auf den Sandstrand und das Meer zwischen zwei Dünen hindurch. Die Sonne zaubert Lichtflecken auf den Sand.
Biosphärenreservate
Das Wattenmeer ist eine junge, dynamische und von Ebbe und Flut geprägte Landschaft. Neben den scheinbar endlosen Wattflächen sind Salzwiesen, Strände, Dünen und Sandbänke Teil dieses weltweit einzigartigen Lebensraums. Das gewachsenen Gemeinwesen und Dörfer in typischer Bauweise, mit Menschen, die hier seit Generationen leben und arbeiten und Landschaft und Kultur gestaltet und geprägt haben, sind Quellen einer besonderen Lebensqualität und Wertschöpfung in der Küstenregion.
Aussicht auf eine zerfurchte Felswand und in die bewaldete Umgebung.
Biosphärenreservate
Der Pfälzerwald ist seit 1992 Biosphärenreservat, seit 1998 bildet er gemeinsam mit dem Naturpark Nordvogesen das einzige grenzüberschreitende Biosphärenreservat Deutschlands. Das Buntsandsteingebirge ist diesseits und jenseits der Grenze nahezu komplett mit Wald bedeckt und bildet so das größte zusammenhängende Waldgebiet Westeuropas. Besonderheiten sind die mächtigen Traubeneichen sowie der Edelkastanienwald und die großen Weinbauflächen am Ostrand des Pfälzerwalds.
Gelbe Laubbäume leuchten in der Herbstsonne und sprenkeln ihr Laub malerisch über Wege und Flüsse.
Biosphärenreservate
Im Drömling erlebt man eine reizvolle naturnahe Kulturlandschaft mit einem stetigen Wechsel von Gräben, Äckern, Wiesen, unzähligen Baumreihen und Hecken. Wegen der 2.200 km Wasserläufe wird der Drömling auch „Land der tausend Gräben“ genannt. Die stark strukturierte Drömlingslandschaft gibt einer Vielzahl seltener und vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten einen zum Teil letzten Überlebensraum.
Blick über eine Wald- und Hügellandschaft im Herbst. Der Wald ist gescheckt: Die Nadelbäume sind grün, die Laubbäume bereits rostfarben.
Biosphärenreservate
Hohe Gipfel, ausgedehnte Bergmischwälder mit alten stattlichen Buchen, mosaikartig eingestreute blütenreiche Bergwiesen, klare sprudelnde Bergbäche und kleine Moore prägen das Landschaftsbild. Schiefer gedeckte Häuser geben den Waldsiedlungen ihr Gepräge und in den schmalen Tälern dehnen sich die Dörfer oft über Kilometer aus. Auch alte Handwerke, wie die Köhlerei und die Glasbläserei und gebietstypische Siedlungsstrukturen sind das Spiegelbild eines jahrhundertelangen Miteinander von Mensch und Biosphäre.
Eine hügelige Wiese mit Blick auf die Ostsee blüht weiß, gelb und rosa.
Biosphärenreservate
Das Biosphärenreservat Südost-Rügen bietet auf kleinstem Raum alle Landschafts- und Küstenformen des Mecklenburg-vorpommerschen Küstenraumes. Land und Meer sind tief ineinander verzahnt. Halbinseln und Küstenvorsprünge werden einerseits durch schmale Landstreifen miteinander verbunden, andererseits durch Bodden und Wieken voneinander getrennt. Neben der einzigartigen Naturausstattung ist das Gebiet auch durch seine kulturelle Vielfalt und weit zurückreichende Siedlungsgeschichte einzigartig.
Ein Ruderboot liegt am Fließufer in der Abendsonne. Auf der anderen Uferseite ist Dunst über der Wiese.
Biosphärenreservate
Das Biosphärenreservat Spreewald erstreckt sich entlang des Mittellaufs der Spree. Ein 1.575 km umfassendes Fließsystem prägt die naturnahe, in Mitteleuropa einzigartige Auenlandschaft. Die kleinflächigen Wiesen und Felder, die Wälder, Wasserläufe und Seen des Spreewaldes bieten rund 5.000 Pflanzen- und Tierarten Lebensraum. Der Reiz der parkartigen Landschaft zieht Jahr für Jahr mehr als drei Millionen Menschen in den Spreewald. Das macht ihn zur bedeutendsten Brandenburger Reise-Region.
Die Landschaft mit hügelige Wiesen wird zum Horizont immer bewaldeter. Es ist strahlender Sonnenschein.
Biosphärenreservate
Artenreiche Bergmischwälder im reizvollen Wechsel mit gemeinschaftlich genutzten Almendweiden prägen die Landschaft im Südschwarzwald. 2017 wurde das im äußersten Südwesten Deutschlands gelegene Biosphärengebiet Schwarzwald von der UNESCO ausgezeichnet. Sagenhafte Ausblicke bis zu den schneebedeckten Gipfeln der Alpen, faszinierende Natur mit Relikten der Eiszeit, alpine Tier- und Pflanzenarten, regionale Spezialitäten und lebendiges Brauchtum – hier lässt sich der Schwarzwald von seinen schönsten Seiten erleben.

Regional verankert, weltweit vernetzt

Biosphärenreservate in Deutschland

Wir sind Modellregionen für nachhaltige Entwicklung, in denen das Zusammenleben von Mensch und Natur beispielhaft entwickelt wird. Wir schützen die biologische Vielfalt, tragen zur regionalen Wertschöpfung bei und fördern naturverträglichen Tourismus, nachhaltige Mobilität sowie umweltschonende Produktionsweisen. Wir sind Orte der Bildung und Umweltforschung, außerdem arbeiten wir im Weltnetz der UNESCO-Biosphärenreservate international zusammen.

So gehen wir das Morgen an ...

In den Biosphärenreservaten erproben wir Modelle für das Leben von Morgen. Dazu zählt das Wirtschaften im Einklang mit den Ressourcen auf unserem Planeten, der Naturschutz und soziale Aspekte wie Schule oder die Integration von Senior*innen. Hier findest du drei Beispiele aus über 270 Projekten, die wir zusammen mit den Menschen vor Ort sowie Partnerorganisationen und -unternehmen vorantreiben.

Schau in unsere Filme rein und entdecke beispielhafte Projekte rund um Wildbienen, Streuobstwiesen und Blühflächen.

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Bienenstrom? Wie funktioniert Ökostrom, der Artenvielfalt fördert? Das erfährst du in dem kurzen Film zum Bienenstrom, der Artenvielfalt fördert und vom Biosphärenreservat Schwäbische Alb entwickelt wurde.
Eine neue Gartenkultur entwickeln. Wie das geht? Das erfährst du in dem kurzen Film zum Projekt Gärten für die Artenvielfalt aus dem Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen.

18 Menschen.
18 Ideen.
18 gute Gründe für ein gutes Morgen.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zum Nationalpark und Naturpark?

Im Gegensatz zu Biosphärenreservaten, die vorrangig den Erhalt und Schutz der durch Menschen geprägten Kulturlandschaft anstreben, werden Nationalparke zum Schutz einer natürlichen Dynamik ausgewiesen. Im Nationalpark soll sich die Natur ohne menschlichen Einfluss entwickeln. Deshalb sind im Nationalpark mindestens 75 Prozent der Gesamtfläche einer Nutzung entzogen, im Biosphärenreservat lediglich 3 Prozent.

Naturparke und Biosphärenreservate verbindet eine vergleichbare Aufgabenstellung. Beide haben das Ziel, menschliches Wirtschaften und Handeln im Einklang mit der Natur zu ermöglichen. Naturparke haben jedoch eine stärkere Ausrichtung im Tourismus- und Erholungsbereich.

Das Kürzel MAB steht für das UNESCO-Programm “Der Mensch und die Biosphäre”, das 1970 eingerichtet wurde und die Grundlage für Biosphärenreservate und deren Anerkennung bildet. Es war das erste globale Programm, das sich mit der Beziehung zwischen Mensch und Umwelt beschäftigte.

Nachhaltiger Tourismus ist in den Biosphärenreservaten ausdrücklich erwünscht. Denn Biosphärenreservate dienen neben der Entwicklung von nachhaltigen Landnutzungen, der Forschung und Umweltbeobachtung vordergründig auch der Umweltbildung und dem Naturerleben. Du kannst durch ansprechende Angebote, Informationen und Führungen jedoch nicht nur Natur und Landschaft kennenlernen. Die Vermittlung von Nachhaltigkeitsthemen, wie Klimaschutzmaßnahmen und die Vorzüge regionaler Wertschöpfungsketten, sind ebenfalls von zentraler Bedeutung.

In unserem Partner-Netzwerk findest du außerdem regionale Betriebe, die nach strengen Qualitätskriterien ausgezeichnet sind, sich für den Natur- und Umweltschutz engagieren, Kenner ihrer Heimatregion und Botschafter ihrer Nationalen Naturlandschaft sind.

Biosphärenreservate in Deutschland sind frei und kostenlos zugänglich. Es gibt ohnehin keine leicht erkennbaren Biosphärenreservatsgrenzen: Die Naturlandschaften gehen häufig fließend in Siedlungsstrukturen und bewirtschaftete Landstriche über.

Auch viele der Informationszentren und ihre Ausstellungen sind für Besuchende kostenfrei.

In Naturschutzgebieten und Kernzonen der Biosphärenreservate ist das Betreten der Flächen abseits der markierten Wanderwege und das Pflücken und Sammeln von Pflanzen und Pilzen nicht erlaubt. In den anderen Zonen kannst du in einigen Biosphärenreservaten Pilze und Beeren sammeln. Bitte informiere dich in den Besuchereinrichtungen der Biosphärenreservate oder auf der Website des entsprechenden Schutzgebietes.

Bitte achte darauf, dass viele Pilzarten unter Naturschutz stehen. Welche Arten geschützt sind, kannst du in der WISIA-Datenbank mit einer Schlagwortsuche überprüfen.

Dafür müsste man zunächst die Frage beantworten, was gefährliche Tiere überhaupt sind. Die großen Säugetiere wie Luchs oder Wolf sind sehr selten in Deutschland. Es ist höchst unwahrscheinlich, auf ein Exemplar von ihnen zu treffen. Sie halten sich meistens von Wanderwegen fern, weil sie selbst nicht gestört werden wollen. Die scheue Wildkatze, die in einigen Biosphärenreservaten heimisch ist, wird Menschen – ob groß oder klein – nicht gefährlich.

Das einzig wirklich gefährliche Tier in vielen Biosphärenreservaten ist die Zecke, weil sie Borreliose und FSME übertragen kann. Sie lebt an Waldrändern, auf Lichtungen, im hohen Gras und im Unterholz. Besonders aktiv sind Zecken nach einem Regentag im Sommer, denn sie lieben Feuchtigkeit und Wärme. Wandernde, die auf den Wegen bleiben, werden eher selten von einer Zecke gebissen, aber einen gänzlichen Schutz vor einem Zeckenbiss gibt es nicht. Daher suche dich nach einer Wanderung immer nach Zecken ab und entferne diese bei einem Biss mit einer Pinzette oder Zeckenzange.

Deine Biosphären erleben – mit Respekt

Bitte denke daran: Wer draußen unterwegs ist, hinterlässt Spuren. Bleib deshalb auf den Wegen, nimm Rücksicht auf Tiere und Pflanzen. Beachte ein paar einfache Regeln zum Schutz der Natur- und Kulturlandschaften – für ein tolles und verträgliches Miteinander von Mensch und Natur. 

Auf die Rhönschafe trifft man überall im Biosphärenreservat - z. B. in Maiersbach.
© Biosphärenreservat Rhön