Deine Biosphären. Verrückt auf Morgen.

Bist du auch verrückt auf Morgen? Dann herzlich willkommen. In unseren 18 Biosphären hier in Deutschland verändern wir die Welt mit innovativen Ideen, um ein nachhaltiges und klimafreundliches Miteinander von Mensch und Natur für dich und uns alle zu ermöglichen. Wir erproben das Leben von morgen, damit wir eine gemeinsame Zukunft auf unserem Planeten haben.

Wir sind Teil des einmaligen Netzwerkes der weltweit über 780 UNESCO-Biosphärenreservate, zu denen auch die Camargue in Frankreich und das Gebiet Serengeti-Ngorongoro in Tansania zählen.

Ein Bach fließt zwischen Laubbäumen entlang und bildet immer wieder kleinste Wasserfälle. Das Foto ist eine Langzeitbelichtung, daher ist das Wasser sehr weichgezeichnet.
Biosphärenreservate
Blühende Streuobstwiesen, von Schafen gepflegte Wacholderheiden und sattgrüne Buchenwälder prägen die Schwäbische Alb und das Vorland. Die Kulturlandschaft zwischen Stuttgart und Ulm, im Herzen Baden-Württembergs, wurde 2009 als UNESCO-Biosphärenreservat ausgezeichnet. Die vielfältige Landschaft bietet nicht nur Fauna und Flora wertvollen Lebensraum, sie ist zugleich auch Lieferant für Rohstoffe wie Alblinsen, Schafswolle, Schnecken, Getreide, Amaranth und vieles mehr.
Das Wasser der Elbe ist sehr glatt und die Pflanzen am Ufer saftig Grün. Es sind Bäume und Schäfchen-Wolken in der Spiegelung des Wassers zu sehen.
Biosphärenreservate
Hoch­ und Niedrigwasser, überflutete Wiesen und weiße Sandufer prägen das Bild der Elbe im Wechsel der Jahreszeiten. Der große Strom liegt eingebettet in das besondere Panorama einer durch vielfältige Nutzungsformen geprägten Kulturlandschaft. Charakterarten der weiten Wiesen­, Wald­ und Flusslandschaft sind im Sommer unter anderem Weiß-­ und Schwarzstörche, Seeadler und Elbebiber. Im Winter rasten hier tausende Zugvögel.
Fünf Buchen stehen am Ufer eines Sees. Das Laub der Buchen ist herbstlich gefärbt.
Biosphärenreservate
Offenes Land, Stille. Am weiten Himmel Adler und Kraniche. Alte, mächtige Buchen. Das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin in der Uckermark und dem Barnim gelegen ist eine eindrucksvolle Kulturlandschaft mit rund 240 Seen, tausenden Mooren, Wiesen, Äckern und ausgedehnten Buchenwäldern, die zu den größten Deutschlands gehören.
Ein flaches Gewässer, das von wogendem Schilf umrahmt ist. Im Hintergrund und auf einer kleinen Insel sind Bäume sichtbar.
Biosphärenreservate
Das UNESCO Biosphärenreservat „Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft“ im Osten des Freistaates Sachsen ist das größte zusammenhängende Teichgebiet Deutschlands. Es liegt inmitten einer historisch gewachsenen Kulturlandschaft mit einer bemerkenswert reichen Naturausstattung und einer besonderen Bedeutung für den Natur- und Artenschutz. Die viele Jahrhunderte lang ausgeübte Teichwirtschaft hinterließ eine Vielzahl von Teichen, in denen heute noch vor allem Karpfen gezüchtet werden.
Zwei weiß blühende Bäume auf der Streuobstwiese bei Sonnenschein
Biosphärenreservate
Salzig, mineralisch, wild. Einst Meeresboden, heute eine einzigartige Karstlandschaft aus Zechsteinablagerungen, Senken, Trichtern, Bachschwinden und eindrucksvollen Naturhöhlen, bewohnt vom „Großen Mausohr“ und anderen seltenen Fledermausarten. Im Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz mischen sich ausgedehnte Buchenwälder mit blühenden Streuobstwiesen, malerische Dörfer mit geschichtsträchtigen Städtchen.
Blick vom Aussichtsturm auf die Flusslandschaft. Die aufgehende Sonne erhellt die nebelverhangenen Elbwiesen.
Biosphärenreservate
Der mecklenburgische Teil des länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservates erstreckt sich zwischen der Fliesenstadt Boizenburg und der Festungsstadt Dömitz. Allgegenwärtig sind die weiten Auen der Elbe und die vielen kleinen Nebenflüsse. Diese sind die Ausbreitungsgebiete des Bibers und auch für den Fischotter ist dieses Flusssystem ein idealer Lebensraum. Kontrastreich schließen sich an diese aquatischen Lebensräume Auwälder und Feuchtgrünland an, welche zu einem großen Teil in die extrem trockenen Standorte der Binnendünen übergehen.
Luftaufnahme der gefluteten Elbwiesen und dem Flickenteppich aus Feldern, Wiesen und Wäldern.
Biosphärenreservate
In majestätischen Schleifen zieht die Elbe durch eine verwunschene Auenlandschaft, an ihren Ufern Feuchtwiesen, Grünland, Moore. Rotbauchunken rufen, Seeadler und Kraniche ziehen am Himmel ihre Kreise. Das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg ist Biberland und ein Paradies für gefiederte Gäste. Im europäischen Storchendorf Rühstädt brüten jedes Jahr rekordverdächtige 30 Weißstorchpaare.
Eine Almhütte mit Blick auf mehrerer Berggipfel. Die Sonne scheint und Wanderer machen auf der Terasse Rast.
Biosphärenreservate
Von den Gipfeln der Berchtesgadener Alpen bis in die Auwälder der Salzach umfasst die Biosphärenregion Berchtesgadener Land alle Ökosysteme der nördlichen Kalkalpen und des Voralpenlandes. Durch authentische Regionalität, gelebtes Brauchtum, selbstverständliche Qualität und einen bewussten Umgang mit den natürlichen Ressourcen wird in der Biosphärenregion dieses einmalige Natur- und Kulturerbe bewahrt.
Am Seeufer liegen einige Runderboote, Kanus und Tretboote bereit zum Verleih.
Biosphärenreservate
„Breit, dann versteckt, wie ein Strom, rauscht an des Waldes Hügeln umher,“ so beschrieb Friedrich Gottlieb Klopstock 1767 den Schaalsee in einem Gedicht. Das nach dem See benannte Biosphärenreservat Schaalsee im Westen von Mecklenburg-Vorpommern ist ein grünes Mosaik aus Wäldern, Mooren und Feuchtwiesen, satten Viehweiden und wogenden Feldern. Und bietet: Ruhe und vielfältige Naturerlebnisse, zu Fuß, per Rad oder mit dem Boot.
Weiter Blick auf schone Kulturlanschaft. Im Vordergrund Wiese mit gelben Blüten, dahinter sind Hügel und Felder mit (Obst-)Baumreihen sichtbar.
Biosphärenreservate
Sanft und hügelig, grün und vielfarbig blühend. Ausgedehnte Streuobstwiesen und artenreiche Orchideenwiesen im Wechsel mit alten Buchenwäldern und einer verwunschenen Auenlandschaft, durch die der Namensgeber, die Blies, fließt. Das Biosphärenreservat Biesgau liegt direkt an der Grenze zu Frankreich und ist Deutschlands Orchideenland, in dem nahezu die Hälfte aller bundesweit vorkommenden Orchideenarten wachsen.

Regional verankert, weltweit vernetzt

Biosphärenreservate in Deutschland

Wir sind Modellregionen für nachhaltige Entwicklung, in denen das Zusammenleben von Mensch und Natur beispielhaft entwickelt wird. Wir schützen die biologische Vielfalt, tragen zur regionalen Wertschöpfung bei und fördern naturverträglichen Tourismus, nachhaltige Mobilität sowie umweltschonende Produktionsweisen. Wir sind Orte der Bildung und Umweltforschung, außerdem arbeiten wir im Weltnetz der UNESCO-Biosphärenreservate international zusammen.

So gehen wir das Morgen an ...

In den Biosphärenreservaten erproben wir Modelle für das Leben von Morgen. Dazu zählt das Wirtschaften im Einklang mit den Ressourcen auf unserem Planeten, der Naturschutz und soziale Aspekte wie Schule oder die Integration von Senior*innen. Hier findest du drei Beispiele aus über 270 Projekten, die wir zusammen mit den Menschen vor Ort sowie Partnerorganisationen und -unternehmen vorantreiben.

Schau in unsere Filme rein und entdecke beispielhafte Projekte rund um Wildbienen, Streuobstwiesen und Blühflächen.

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Bienenstrom? Wie funktioniert Ökostrom, der Artenvielfalt fördert? Das erfährst du in dem kurzen Film zum Bienenstrom, der Artenvielfalt fördert und vom Biosphärenreservat Schwäbische Alb entwickelt wurde.
Eine neue Gartenkultur entwickeln. Wie das geht? Das erfährst du in dem kurzen Film zum Projekt Gärten für die Artenvielfalt aus dem Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen.

18 Menschen.
18 Ideen.
18 gute Gründe für ein gutes Morgen.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zum Nationalpark und Naturpark?

Im Gegensatz zu Biosphärenreservaten, die vorrangig den Erhalt und Schutz der durch Menschen geprägten Kulturlandschaft anstreben, werden Nationalparke zum Schutz einer natürlichen Dynamik ausgewiesen. Im Nationalpark soll sich die Natur ohne menschlichen Einfluss entwickeln. Deshalb sind im Nationalpark mindestens 75 Prozent der Gesamtfläche einer Nutzung entzogen, im Biosphärenreservat lediglich 3 Prozent.

Naturparke und Biosphärenreservate verbindet eine vergleichbare Aufgabenstellung. Beide haben das Ziel, menschliches Wirtschaften und Handeln im Einklang mit der Natur zu ermöglichen. Naturparke haben jedoch eine stärkere Ausrichtung im Tourismus- und Erholungsbereich.

Das Kürzel MAB steht für das UNESCO-Programm “Der Mensch und die Biosphäre”, das 1970 eingerichtet wurde und die Grundlage für Biosphärenreservate und deren Anerkennung bildet. Es war das erste globale Programm, das sich mit der Beziehung zwischen Mensch und Umwelt beschäftigte.

Nachhaltiger Tourismus ist in den Biosphärenreservaten ausdrücklich erwünscht. Denn Biosphärenreservate dienen neben der Entwicklung von nachhaltigen Landnutzungen, der Forschung und Umweltbeobachtung vordergründig auch der Umweltbildung und dem Naturerleben. Du kannst durch ansprechende Angebote, Informationen und Führungen jedoch nicht nur Natur und Landschaft kennenlernen. Die Vermittlung von Nachhaltigkeitsthemen, wie Klimaschutzmaßnahmen und die Vorzüge regionaler Wertschöpfungsketten, sind ebenfalls von zentraler Bedeutung.

In unserem Partner-Netzwerk findest du außerdem regionale Betriebe, die nach strengen Qualitätskriterien ausgezeichnet sind, sich für den Natur- und Umweltschutz engagieren, Kenner ihrer Heimatregion und Botschafter ihrer Nationalen Naturlandschaft sind.

Biosphärenreservate in Deutschland sind frei und kostenlos zugänglich. Es gibt ohnehin keine leicht erkennbaren Biosphärenreservatsgrenzen: Die Naturlandschaften gehen häufig fließend in Siedlungsstrukturen und bewirtschaftete Landstriche über.

Auch viele der Informationszentren und ihre Ausstellungen sind für Besuchende kostenfrei.

In Naturschutzgebieten und Kernzonen der Biosphärenreservate ist das Betreten der Flächen abseits der markierten Wanderwege und das Pflücken und Sammeln von Pflanzen und Pilzen nicht erlaubt. In den anderen Zonen kannst du in einigen Biosphärenreservaten Pilze und Beeren sammeln. Bitte informiere dich in den Besuchereinrichtungen der Biosphärenreservate oder auf der Website des entsprechenden Schutzgebietes.

Bitte achte darauf, dass viele Pilzarten unter Naturschutz stehen. Welche Arten geschützt sind, kannst du in der WISIA-Datenbank mit einer Schlagwortsuche überprüfen.

Dafür müsste man zunächst die Frage beantworten, was gefährliche Tiere überhaupt sind. Die großen Säugetiere wie Luchs oder Wolf sind sehr selten in Deutschland. Es ist höchst unwahrscheinlich, auf ein Exemplar von ihnen zu treffen. Sie halten sich meistens von Wanderwegen fern, weil sie selbst nicht gestört werden wollen. Die scheue Wildkatze, die in einigen Biosphärenreservaten heimisch ist, wird Menschen – ob groß oder klein – nicht gefährlich.

Das einzig wirklich gefährliche Tier in vielen Biosphärenreservaten ist die Zecke, weil sie Borreliose und FSME übertragen kann. Sie lebt an Waldrändern, auf Lichtungen, im hohen Gras und im Unterholz. Besonders aktiv sind Zecken nach einem Regentag im Sommer, denn sie lieben Feuchtigkeit und Wärme. Wandernde, die auf den Wegen bleiben, werden eher selten von einer Zecke gebissen, aber einen gänzlichen Schutz vor einem Zeckenbiss gibt es nicht. Daher suche dich nach einer Wanderung immer nach Zecken ab und entferne diese bei einem Biss mit einer Pinzette oder Zeckenzange.

Deine Biosphären erleben – mit Respekt

Bitte denke daran: Wer draußen unterwegs ist, hinterlässt Spuren. Bleib deshalb auf den Wegen, nimm Rücksicht auf Tiere und Pflanzen. Beachte ein paar einfache Regeln zum Schutz der Natur- und Kulturlandschaften – für ein tolles und verträgliches Miteinander von Mensch und Natur. 

Auf die Rhönschafe trifft man überall im Biosphärenreservat - z. B. in Maiersbach.
© Biosphärenreservat Rhön