Kleinmoor-Renaturierung des Gebiets Striertholz

Die Renaturierung der Kleinmoore soll das Wasser im Gebiet halten und damit seltene Arten wie Kraniche und Frösche schützen. Durch gezielte Maßnahmen wird der natürliche Wasserhaushalt stabilisiert – ein wichtiger Beitrag für Klima, Natur und den langfristigen Erhalt der Landschaft.
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Ein Ausblick auf den Upahl-Lenzer See
© Naturpark Sternberger Seeland
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Ein See-Moor im Buchen- und Erlenwaldgebiet Strietholz
© Naturpark Sternberger Seeland
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Vor dem Einbau eines überströmbaren Grabenstau in einem Gewässerarm
© Naturpark Sternberger Seeland
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Nach dem Einbau eines überströmbaren Grabenstau in einem Gewässerarm
© Naturpark Sternberger Seeland
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Eine LKW-befahrbahre Furt
© Naturpark Sternberger Seeland
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Ausgebaute und veraltete Betonschächte
© Naturpark Sternberger Seeland
Ein Ausblick auf den Upahl-Lenzer See
© Naturpark Sternberger Seeland

Nationale Naturlandschaft

Naturpark Sternberger Seenland

Fläche in m²

300.000

Ziele und Planung

Strietholz ist ein 30 Hektar großes Buchen- und Erlenwaldgebiet, das von Kleinmooren und Kleingewässern bestimmt ist und im Naturschutzgebiet Upahl-Lenzer See liegt. Geplant und durchgesetzt wurde das Projekt vom Naturpark Sternberger Seeland. Es ist Teil der Projekte, die durch die Kooperation des Verbands Deutscher Naturparke e. V. bei dem „Gewässerschutzprojekt in deutschen Naturparken mit Unterstützung von Unilever und Kaufland“ gefördert wurden.

Das Hauptziel der Renaturierung war es, das Wasser in den Kleinmooren und Erlenwäldern zu sichern. Neben der Wahrung des Gebiets sollte dies den natürlichen Lebensraum von Kranich- und Froscharten sichern und zum Klimaschutz beitragen.

Um die Maßnahmen sinnvoll durchzuführen, wurden zuerst Grundlagen wie die Defizite im Wasserhaushalt erfasst und mit den Flächeneigentümern sowie Wasser- und Naturschutzbehörden das Vorgehen behandelt.

Maßnahmen

Die Umsetzung stützte sich auf drei zentrale wasserbauliche Eingriffe.

1. Einbau eines überströmbaren Grabenstaus

Der Grabenstau dient dazu, den Wasserspiegel im Kleingewässer kontrolliert anzuheben. Die Konstruktion erlaubt ein dosiertes Überströmen, wenn Niederschläge den kritischen Wasserstand übersteigen. Damit entsteht ein robuster Mechanismus, der das Gebiet zuverlässig vernässt, ohne benachbarte Flächen zu gefährden.

2. Erneuerung alter Überfahrten durch befahrbare Furten

Veraltete Überfahrten mit einfachen Durchlässen wurden durch tragfähige, auch von LKW nutzbare Furten ersetzt. Die Abflussöffnungen wurden präzise nach Höhenniveau eingemessen, um den Wasserstand verlässlich zu regulieren. So verbessert diese Maßnahme nicht nur die Zugänglichkeit, sondern stabilisiert auch die hydrologischen Abläufe.

3. Rückbau funktionsloser Betonschächte

Veraltete Betonschächte wurden vollständig entfernt. Ihr Rückbau verhindert unkontrollierten Wasserverlust und unterstützt die Wiederherstellung moortypischer Wasserstände.

Mit diesen Eingriffen wurde ein System geschaffen, das die natürlichen Prozesse stärkt und das Kleinmoor lanfristig widerstandsfähiger macht.

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