Moor-Renaturierung Eierpieler

Die Renaturierung des Moorgebiets Eierpieler Ost gibt Einblick in die Planung, Umsetzung und Maßnahmen zur Wiederherstellung natürlicher Wasserverhältnisse. Es zeigt, wie durch abgestimmte Eingriffe ökologische Funktionen stabilisiert und Lebensräume langfristig gesichert werden können.
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Eine Schwelle aus den Gehölzen des Moorgebiets im Moor Eierpieler.
© Naturpark Niederlausitzer Landrücken
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Ein Moor im Gebiet Eierpeiler Ost im Naturpark Niederlausitzer Landrücken
© Naturpark Niederlausitzer Landrücken/Kaufland
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Eine Schaltafel reguliert den Wasserabfluss - der Verschluss des Hauptgrabens ermöglicht einen höheren Wasserstand im Moor Eierpieler im Naturpark Niederlausitzer Landrücken.
© Naturpark Niederlausitzer Landrücken
Eine Schwelle aus den Gehölzen des Moorgebiets im Moor Eierpieler.
© Naturpark Niederlausitzer Landrücken

Projektstart und Umsetzung

Der Verband Deutscher Naturparke e.V. kooperierte mit Kaufland Stiftung und Co. KG und Coca-Cola Europacific Partners Deutschland GmbH bei dem Projekt „Projekte für Klimaschutz und biologische Vielfalt in Feuchtlebensräumen“. Dabei wurden Konzepte in Naturparken finanziell gefördert, die sich mit der Verbesserung des Wasserhaushalts oder Wiedervernässung von Gebieten beschäftigten. Ein Gewinner der Ausschreibung für geeignete Naturparkflächen war das Moorgebiet Eierpieler Ost.

Die Planung und Umsetzung erfolgte durch den Naturpark Niederlausitzer Landrücken in enger Zusammenarbeit mit der Heinz Sielmann Stiftung, dem Landesamt für Umwelt Brandenburg und der NABU Finsterwalde. Durch die enge fachliche Begleitung wurde sichergestellt, dass ökologische Anforderungen und praktische Bedingungen im Moor präzise berücksichtigt wurden.

Ein Schwerpunkt zu Beginn war die Organisation von Materialtransport, Lagerung und Einbau. Die Arbeiten im Moor fanden überwiegend im Winter 2024/2025 statt, um Störungen für Tier- und Pflanzenwelt so gering wie möglich zu halten.

Maßnahmen zur Wiederherstellung des Moorhaushalts

Vor Beginn der Eingriffe wurden die Vegetation detailliert kartiert und Referenzflächen eingerichtet, um spätere Entwicklungen messen zu können.

Ein zentraler Bestandteil war der Einbau mehrerer sogenannter Grabenplomben, die den Wasserabfluss regulieren und so zur Stabilisierung des Wasserhaushalts beitragen. Ergänzend wurden Entwässerungsgräben teilweise vollständig verschlossen und mithilfe von Naturton angehoben, sodass weniger Wasser entweichen kann.

Zusätzlich kamen Pfahlreihenkonstruktionen zum Einsatz, um weitere Bereiche gezielt abzudichten. Das verwendete Material wurde teilweise direkt vor Ort gewonnen. Die dabei entstandenen Abtorfungsflächen entwickelten sich zu wertvollen Ausgangspunkten für torfbildende Vegetation und fördern langfristig die ökologische Regeneration des Moores.

So konnte der Wasserstand langzeitig stabilisiert und der Lebensraum von seltenen Tier- und Pflanzenarten gerettet werden.

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