Projektbeschreibung
Der Naturpark Hirschwald unterstützte u. a. seine Mitgliedsgemeinde Markt Kastl in Zusammenarbeit mit Landwirten dabei, CO2 durch Humusanreicherung in Böden zu binden. Herzstück des Projekts war ein Geschäftsmodell, bei dem landwirtschaftliche Betriebe verschiedene Maßnahmen mit positivem Beitrag für die Umwelt durchführen. Diese wurden unabhängig von staatlichen Zahlungen, jedoch finanziell unterstützt von Paten, beispielsweise Kommunen oder Unternehmen, realisiert. Beispielhafte durchgeführte Maßnahmen sind Hecken- und Biotopbaumpflege, Anlage von Totholz- und Steinhaufen, Obstbaumpflanzungen, Humusuntersuchungen, Verwerten von Schnittgut und Bildungsmaßnahmen. Die durch die Maßnahmen insgesamt erreichte Humussicherung und der Humusaufbau tragen zum Klimaschutz ebenso wie zum Erhalt der Biodiversität bei. Humusreicher Boden kann mehr Wasser speichern, was bei zunehmender Trockenheit hilfreich ist. Außerdem wird durch Humus ein sekundäres Porensystem im Boden generiert, das dabei hilft, die Versickerungsleistung des Bodens zu erhöhen.
Der Naturpark Hirschwald fungierte im Rahmen des Projekts als naturschutzfachliche Beratung, um sicherzustellen, dass die Biodiversitätsmaßnahmen zu den lokalen Gegebenheiten passen.
Die Maßnahmen wurden vom Fachzentrum Energie und Landtechnik in Triesdorf begleitet. Basierend auf einem erfolgreichen Pilotprojekt in Kastl-Mennersberg sollte die Fortführung von Humusaufbau im Naturpark möglichst flächenmäßig ausgeweitet werden (derzeit 100 Hektar).