Von oben zeigt der der Nationalpark Eifel seine Landschaft aus Wald und Wasser.
© R. Faymonville
Nationalparke

Nationalpark Eifel

Der Nationalpark Eifel bietet ein vielseitiges Landschaftsbild: steile Täler, weite Wälder und klare Gewässer durchziehen die Landschaft. Modellierer der Mittelgebirgslandschaft sind die beiden Flüsse Rur und Urft. Attraktive Panoramablicke von der offenen Graslandschaft der Dreiborner Hochfläche, dem ehemaligen Truppenübungsplatz Vogelsang, beeindrucken ebenso wie die 18 Millionen wilde Narzissen, die die Talwiesen im Süden jedes Frühjahr in ein gelbes Blütenmeer verwandeln.
Slide image
Das Totholz in der Naturwaldzelle Schäferheld steckt voller Leben und bildet wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen.
© A. Simantke
Slide image
Mit seinem funkelnden Sternenhimmel hat sich der Nationalpark Eifel als Sternenpark qualifiziert.
© H. Bardenhagen
Slide image
Die Europäische Wildkatze streift im Nationalpark Eifel am liebsten durch die naturnahen Laubwälder.
© H. Grabe
Slide image
Wer einmal einen Rothirsch beobachten möchte, kann die Rothirsch-Aussichtsempore bei Dreiborn besuchen. Besonders zur Brunftzeit im Herbst ist die Wahrscheinlichkeit einen Rothirsch zu erspähen sehr groß.
© P. Bey
Slide image
Der Obersee im Herbst. Ein Boot legt gerade von der Anlegestelle Urftstaumauer ab.
© S. Wilden
Slide image
Die Dreiborner Hochfläche kann man von Frühjahr bis Herbt mit dem Planwagen kennenlernen.
© M. Harzheim
Slide image
Immer in den ungeraden Jahren veranstaltet das Dorf Dreiborn Anfang Juni das Ginsterblütenfest.
© A. Olligschläger
Slide image
Bei einer Waldführertour kann man den Nationalpark zusammen mit einem Experten erkunden.
© H. D. Budde
Das Totholz in der Naturwaldzelle Schäferheld steckt voller Leben und bildet wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen.
© A. Simantke

Gründungsjahr

2004

Größe in km²

108

Geografische Lage

Bonn und Aachen im südlichen Nordrhein-Westfalen an der deutsch-belgischen Grenze., Etwa eine Stunde entfernt von Köln

Landschaften

Auenwälder, Bachtäler, Heidelandschaften, Laubwälder mit Buchen und Traubeneichen, Moore, Offenland mit Felsen, Schluchtwälder, Steinbrüche

Das Gebiet

Naturnahe Buchen- und Eichenmischwälder stehen im Nationalpark Eifel unter besonderem Schutz. Durch sie schleichen Wildkatzen auf leisen Pfoten durch die Dämmerung. Spuren im Schnee verraten die Anwesenheit der scheuen „Kleinen Eifeltiger“.

Erlebe den spannenden Prozess der neu entstehenden Wildnis hautnah mit! Beobachte wilde Tiere, wandere durch naturbelassene Buchen-Mischwälder und genieße faszinierende Panorama-Blicke auf beeindruckende Seenlandschaften oder über das offene Grasland der Dreiborner Hochfläche. Erkunde die Region auf eigene Faust oder lasse dich von unseren Ranger*innen oder Waldführerinnen und Waldführern fachkundig begleiten.

Nicht nur am Tag bietet das Schutzgebiet besondere Erlebnisse: 2014 wurde der Nationalpark Eifel durch die International Dark-Sky Association (IDA) zum Sternenpark ernannt. Erlebe an der Sternwarte den Nationalpark bei Nacht und beobachte das Treiben am nächtlichen Sternenhimmel. Neben dem nächtlichen Naturerlebnis schützt die reduzierte Lichtverschmutzung viele nachtaktive Tierarten und dient dem Klimaschutz.

Naturschutz

Der Nationalpark Eifel verfügt mit den FFH-Gebieten Kermeter und Dedenborn über zwei der wenigen verbliebenen historisch alten Waldgebiete der silikatischen Nordeifel mit hohen Laubwaldanteilen. Im Nationalpark sind bisher (Stand: Ende 2017) 10.050 Tier-, Pilz- und Pflanzenarten nachgewiesen worden, darunter über 2.300 Arten der Roten Listen Deutschlands und NRWs. Unter den Tierarten sind besonders erwähnenswert die Vorkommen von Rothirschen, Bibern, Wildkatzen, 18 Fledermaus-Arten, Uhus, Schwarzstörchen, Schwarz- und Mittelspechten, Rot- und Schwarzmilanen, Mauereidechsen, Schlingnattern, Kreuzkröten und von Insektenarten wie Warzenbeißern und Randring-Perlmutterfaltern. Zu den botanischen Besonderheiten zählen Gelbe Narzissen, Astlose Graslilien, Moorlilien und Deutsche Hundszungen. 

Aktiv vor Ort

Ein Tag vor Ort

Im 110 Quadratkilometer großen Nationalpark Eifel gibt es viel zu erleben: Deinen Ausflug beginnst du am besten mit einem Besuch der barrierefreien Erlebnisausstellung „Wildnis(t)räume“ im Nationalpark-Zentrum Eifel.

Im Anschluss bietet sich eine Wanderung über die offene Graslandschaft der Dreiborner Hochfläche, einem ehemaligen Truppenübungsplatz, an. Oder schließe dich einer geführten Tour mit unserer Nationalpark-Ranger*innen an: Fast an jedem Tag in der Woche finden Touren kostenlos und ohne Anmeldung statt. Wandergruppen sind bei zertifizierten Nationalpark-Waldführer*innen, die ganz individuelle Touren anbieten, in guten Händen.

Im barrierefreien Naturerlebnisraum „Wilder Kermeter“ erleben und erfahren Besuchende mit und ohne Behinderung auf dem 1,5 Kilometer langen Naturerkundungspfad „Der Wilder Weg“ an zehn Erlebnisstationen mehr über Wildnis, Waldentwicklung sowie die Tier- und Pflanzenwelt. Ein Holzsteg durch die Waldwildnis ermöglicht besondere Einblicke in die Natur, die im Kermeter – dem „ökologischen Herzen“ des Nationalparks – sich selbst überlassen wird.

Darüber hinaus bietet der Nationalpark-Veranstaltungskalender Familientage, Wildniscamps, Kutschfahrten und vieles mehr.

Eine Woche vor Ort

  • Samstag: Besuch des Nationalpark-Tores in Simmerath-Rurberg. Nimm ab 11 Uhr an der kostenfreien Rangertour teil oder genieße die Landschaft bei einer Schifffahrt oder Kanutour auf dem Rursee.
  • Sonntag: Teilnahme an einer Erkundungstour durch die Erlebnisausstellung „Wildnis(t)räume“ im Nationalpark-Zentrum Eifel in Vogelsang IP – dort gibt es zu allen Jahreszeiten auch wechselnde Themenführungen. Anschließend kostenfreie Rangertour oder barrierefreie Kutschfahrt zur Wüstung Wollseifen.
  • Montag: Besuch des Nationalpark-Tores in Schleiden-Gemünd. Radtour entlang des Urftsees zur historischen Urftstaumauer. Einkehrmöglichkeit nach etwa 11 Kilometern.
  • Dienstag: Besuch des Nationalpark-Tores sowie des Wasser-Info-Zentrums Eifel in Heimbach. Dann Wanderung durch naturnahe Buchenwälder zur Abtei Mariawald. Tipp: Erbsensuppe und Käsekuchen.
  • Mittwoch: Besuch der Ausstellung im Nationalpark-Tor Nideggen oder Monschau-Höfen. Anschließend Abstecher in die benachbarten Altstädte.
  • Donnerstag: Im Naturerlebnisdorf Nettersheim erkunden Sie die Eifeler Natur und Geschichte. Das Naturzentrum bietet Ausstellungen und Erlebnispfade zur erdgeschichtlichen und ökologischen Vielfalt der Region.
  • Freitag: Wanderung auf einer der markierten Themen-Touren im Nationalpark Eifel.

Um den Sternenhimmel zu erleben, kannst du abends an einer der regelmäßigen Veranstaltungen der Astronomie-Werkstatt „Sterne ohne Grenzen“ auf dem Sternwarten-Gelände in Vogelsang teilnehmen, z. B. einer Sternenwanderung.

Barrierefrei besuchen

  • In Gebärdensprache übersetzte Rangertouren, entsprechend geschulte Ranger*innen und Nationalpark-Waldführer*innen
  • der barrierefreie Natur-Erlebnisraum „Wilder Kermeter“ mit dem Naturerkundungspfad „Der Wilde Weg“
  • das barrierefreie Nationalparkzentrum Eifel mit der großen Erlebnisausstellung „Wildnis(t)räume“
  • die barrierefreien Nationalpark-Tore mit kleinen Ausstellungen,
  • Kutschfahrten, die auch für Rollstühle geeignet sind und
  • auf die besonderen Bedürfnisse unterschiedlicher Personengruppen eingestellte Nationalpark-Gastgeber (Partner)

All das macht den Nationalpark Eifel für alle Menschen zugänglich und erlebbar. Viele barrierefreie Angebote sind durch das bundesweite Kennzeichnungssystem von „Reisen für Alle“ zertifiziert. Das heißt: Externe, speziell geschulte Expert*innen haben vor Ort Angaben zur Barrierefreiheit erhoben und geprüft.

Anreise

Mit der Bahn:
Bis zum Bahnhof Kall (DB-Strecke Köln-Trier) oder mit der Rurtalbahn von Düren nach Heimbach. Weiterfahrt mit Nationalpark-Shuttle (SB 82) und weiteren Buslinien.

Als Übernachtungsgast in teilnehmenden Betrieben erhalten Besuchende für die Dauer ihres Aufenthaltes die kostenfreie GästeCard. Neben der Nutzung von Bussen und Bahnen in der gesamten Erlebnisregion, im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) und Aachener Verkehrsverbund (AVV) erhältst du attraktive Ermäßigungen in zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Freizeiteinrichtungen. Bei frühzeitiger Buchung erhältst du das Ticket schon vor deinem Aufenthalt, so dass es für die Anreise im VRS und AVV, z. B. in den Nahverkehrszügen der Deutschen Bahn von Köln, genutzt werden kann.

Mit dem Auto:
In die Nationalparkregion kommst du aus Köln über die Autobahn A 1 (Abfahrt Euskirchen-Wisskirchen), aus Aachen auf der B 258, aus Düren über die B 56, B 265 und aus Richtung Koblenz über die A 61. In der Region führt ein Leitsystem zum Zentrum und den Toren des Nationalparks Eifel.

Besuch- und Informationszentren

Besucher- und Informationzentren

Nationalpark-Zentrum Eifel mit der großen Erlebnisausstellung „Wildnis(t)räume“
Forum Vogelsang IP
Vogelsang 70
53937 Schleiden
Telefon 02444 915 740
info@nationalparkzentrum-eifel.de

Weitere Anlaufstellen für Besuchende sind die rund um den Nationalpark liegenden fünf Nationalpark-Tore mit Tourist-Informationen und kleineren Nationalpark-Ausstellungen.

Kontakt

Fragen zum Gebiet?

Gebiet zugehörige Schutzprojekte

Mitmachangebote