Das Gebiet
Auf 260 Kilometer gut ausgebauten Wanderwegen und alpinen Steigen kann sich der Besuchende in die unzähmbare Natur begeben. Mensch hat die Wahl: Vom 20-minütigen Spaziergang zum „Malerwinkel“ bis zur ausgedehnten Hochgebirgstour für geübte Alpinist*innen. Neben dem von Touristen stark frequentierten Königssee bietet das über 200 Quadratkilometer große Gebiet zahllose, unvergessliche Eindrücke: Wild-romantische Täler wie das Wimbachtal mit seinen gewaltigen Schuttströmen oder den einsam in einer Talsenke im Hochgebirge kauernden Funtensee, der im Winter mit extremen Minusgraden als Deutschlands Kältepol regelmäßig Schlagzeilen macht. Viele urige, um Sommer bewirtschaftete Almhütten bieten auf nahezu jeder Wanderroute die Gelegenheit zur Rast.
Im Sommer beginnt der Tag mit der Wanderung zu den Königsbachalmen – stets „dem Murmeltier auf der Spur“. Auf den sonnigen Almflächen können Besuchende die putzigen Alpenbewohner mit dem Fernglas beobachten. Eine Brotzeit auf der Berghütte rundet das Programm ab. Auch an Freund*innen von Almrausch, Edelweis und Co. hat das Nationalpark-Management gedacht: Unter der fachkundigen Leitung eine*r Ranger*in entdecken interessierte Pflanzenfans die botanischen Besonderheiten des einzigen alpinen Nationalparks in Deutschland. Im Winter bietet sich der Besuch der Nationalpark-Infostelle Hintersee an. Nach einer Besichtigung der Alm-Ausstellung geht es zu Fuß oder mit dem Pferdeschlitten zur Rotwildfütterung. Mit etwas Glück kann mensch hier im Winter rund 50 Rothirsche und Hirschkühe mit ihren Kälbern beobachten.
Naturschutz
Kernzone: 75 Prozent
Pflegezone: 25 Prozent
Aktiv vor Ort
Ein Tag vor Ort
Im Sommer beginnt der Tag mit der Wanderung zu den Königsbachalmen – stets „dem Murmeltier auf der Spur“. Auf den sonnigen Almflächen können Besucher die putzigen Alpenbewohner mit dem Fernglas beobachten. Eine Brotzeit auf der Berghütte rundet das Programm ab. Auch an die Freunde von Almrausch, Edelweiß und Co. hat das Nationalpark-Management gedacht: Unter der fachkundigen Leitung eines Rangers entdecken interessierte Pflanzenfans die botanischen Besonderheiten des einzigen alpinen Nationalparks in Deutschland. Im Winter bietet sich der Besuch der Nationalpark-Infostelle Hintersee an. Nach einer Besichtigung der Alm-Ausstellung geht es zu Fuß oder mit dem Pferdeschlitten zur Rotwildfütterung. Mit etwas Glück kann man hier im Winter rund 50 Rothirsche und Hirschkühe mit ihren Kälbern beobachten.
Eine Woche vor Ort
- Sonntag: Auf Schusters Rappen führt der Weg durch die eindrucksvolle, tosende Wimbachklamm ins Wimbachtal mit seinem gewaltigen Schuttstrom, dem berühmten „Gries“.
- Montag: Fahrt mit der Jenner-Bergbahn. Vom Gipfel des Jenners öffnet sich ein herrlicher Blick auf den Königssee und in große Teile des Nationalparks.
- Dienstag: Mit dem Alm-Erlebnisbus geht es durch das Klausbachtal hinauf zum Hirschbichlpass. Der gemütliche Abstieg führt über die Bindalm, vorbei an der Nationalpark-Infostelle Engert, über die neue, spektakuläre Hängebrücke und endet mit einem Besuch der Nationalpark-Infostelle Hintersee mit seinem Naturerlebnisgelände.
- Mittwoch: Wanderpause. Heute steht die Besichtigung der Dokumentationsstelle zur Geschichte des Dritten Reiches am Obersalzberg auf dem Programm. Anschließend optional: Fahrt mit dem Bus zum Bergrestaurant Kehlsteinhaus – dem ehemaligen Machtsymbol des NS-Regimes.
- Donnerstag: Mit dem umweltfreundlichen, batteriebetriebenen Schiff und begleitet vom weltberühmten Echo geht es über den Königssee. Der Abstecher führt in die Nationalpark-Informationsstelle auf St. Bartholoma. Wanderung zur Eiskapelle am Fuße der Watzmann-Ostwand.
- Freitag: Besuch des neuen Nationalpark Zentrums „Haus der Berge“ in Berchtesgaden und Ausflug in die Festspielstadt Salzburg.
- Samstag: Aufenthalt verlängert und Start zu einer mehrtägigen Bergtour mit Hüttenübernachtungen durch das Steinerne Meer.
Barrierefrei besuchen
Der Nationalpark Berchtesgaden stellt für Menschen mit Behinderung Angebote bereit, z. B. barrierefreie Führungen. Zudem sind einige Wanderwege im Nationalpark auch für Rollstuhlfahrende geeignet. Diese finden Besucher*innen auf den gelben Schildern aus dem Wegekonzept im Außengelände. Da Umweltbildung stets alle Sinne anspricht, sind viele der Führungen auch für Menschen mit geistiger Behinderung interessant. Auf Anfrage werden auch Exkursionen in Gebärdensprache angeboten. Menschen mit Geheinschränkungen können bei den ortsansässigen Sanitätshäusern Elektro Scooter, Rollatoren oder Rollstühle mieten.
Anreise
Der Nationalpark Berchtesgaden liegt im südöstlichsten Teil Deutschlands direkt an der Grenze zu Österreich im Landkreis Berchtesgadener Land. In nächster Umgebung liegen die fünf Gemeinden Berchtesgaden, Bischofswiesen, Marktschellenberg, Ramsau und Schönau am Königssee.
Besucher*innen können den Nationalpark Berchtesgaden zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder per PKW erreichen. Die Hauptzugänge zum Nationalpark sind an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden.
Mit der Bahn:
Endstation Berchtesgaden an der Strecke München – Berchtesgaden. Von dort weiter mit Linienbussen der RVO
Mit dem Auto:
München – Salzburg, Ausfahrt Bad Reichenhall, Bundesstraße B 20 nach Berchtesgaden
Besuch- und Informationszentren
Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgarden
Maximilianstraße 9
83471 Berchtesgaden
Telefon 08652 656 500
berchtesgaden.de
Nationalparkzentrum Haus der Berge
Hanielstraße 7
83471 Berchtesgaden
Telefon 08652 968 60