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Wusstest du, dass Grünanlagen auch in Siedlungen ein wichtiger Lebensraum sind? Zudem reinigen sie die Luft, mindern Lärm und reduzieren Hitze. Städte und Dörfer werden so erst richtig lebenswert.
Städte und Dörfer mit viel Asphalt oder Beton und wenig Grünflächen heizen sich an heißen Tagen im Vergleich zu ihrer Umgebung besonders stark auf, das ist der sogenannte Wärmeinseleffekt. Außerdem gibt es in stark versiegelten Bereichen sehr wenig Lebensraum für Pflanzen und Tiere.
In heißen Sommern heizen sich versiegelte Flächen besonders stark auf.
Die Artenvielfalt verringert sich und wenige konkurrenzstarke Arten überleben.
Überdüngung fördert ein vermehrtes Wachstum von Algen, deren Absterben den Sauerstoffgehalt im Wasser verringert und zu toten Zonen führt.
Boden ohne Beton oder Asphalt kann Wasser aufnehmen und speichern. Das erhöht den Grundwasserspiegel.
Für viele Arten sind sie wichtige Lebensräume und können Regenwasser für trockene Zeiten speichern.
Bäume und Sträucher sind Lebensraum, Schattenspender, Luftkühler und binden Kohlenstoffdioxid.
Bepflanzte Hauswände schaffen Lebensraum, verbessern die Luftqualität und senken die Temperatur.
Durch gezielte Entsiegelung und Begrünung verschiedenster Flächen können in Städten und Dörfern sogenannte Schwammlandschaften entstehen. Wie in einem Schwamm wird im Boden oder auf Gründächern Regenwasser gespeichert, was der Vegetation nützt und das Mikroklima verbessert, weil das gespeicherte Wasser an heißen Tagen verdunsten kann. Außerdem werden durch den Erhalt oder die Anlage begrünter Flächen, Teichen und versickerungsfähiger Böden gezielt Lebensräume für verschiedene Pflanzen- und Tierarten geschaffen und Biodiversität gefördert. Darüber hinaus haben naturnahe Flächen in Städten und Dörfern einen positiven Einfluss auf das menschliche Wohlbefinden, zum Beispiel durch die entspannende Wirkung auf die Psyche.
Hier kann Regenwasser gespeichert werden, das an heißen Tagen verdunsten kann.
Bäume in Städten und Dörfern verbessern durch die Umwandlung von Kohlenstoffdioxid in Sauerstoff während der Photosynthese die Luftqualität. Außerdem mindert sie Lärm und spenden Schatten.
Teiche und versickerungsfähige Böden speichern Wasser und stellen Lebensräume auch für spezialisierte Arten dar.
Diese Lebensräume spielen eine entscheidende Rolle im natürlichen Klimaschutz, indem sie wichtige Ökosystemleistungen erbringen und Heimat für viele Tier- und Pflanzenarten sind:
Intakte Moore sind bedeutende Wasserspeicher in der Landschaft, binden Kohlenstoff im Boden und bieten Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten.
Naturnahe Wälder können sich gut an die verändernden klimatischen Bedingungen anpassen. Die Bäume unterschiedlichen Alters bieten außerdem verschiedene Lebensräume für Pilze, Insekten, Vögel und Säugetiere.
Für den Hochwasserschutz stellen Auen einen entscheidenden Faktor zur Regulierung dar. Gleichzeitig bieten sie Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, die vom Aussterben bedroht sind.
Seegras- und Salzwiesen sind wichtige Lebensräume an den Küsten der Nord- und Ostsee. Sie beheimaten eine Vielzahl von spezialisierten Tier- und Pflanzenarten und tragen durch die Bindung von Kohlenstoff zum Klimaschutz bei.
Ein Mosaik aus Wäldern, Wiesen, Wasserflächen sowie landwirtschaftlichen Nutzflächen hält viele Ökosystemleistungen bereit und trägt so zum Klimaschutz bei.
Auch in Städten und Dörfern kann es viel Natur geben, zum Beispiel Parks oder Gärten. Besonders für Tiere und Pflanzen sind natürliche Flächen in Siedlungen wichtig, aber auch für uns Menschen bringen sie viele Vorteile.
Setze dich für blühende Dörfer und Städte ein: Unterstütze mit einer Spende oder engagiere dich ehrenamtlich vor Ort.