Die Partizipation von Freiwilligen zu ermöglichen – ihre Teilhabe am Freiwilligenprogramm bzw. ihre Einbindung – bedeutet mehr, als sie nur als „Erfüllungsgehilfen“ einzusetzen. Freiwillige sollten in sie betreffenden Bereichen Möglichkeiten erhalten, mitzuwirken und mitzubestimmen, eigene Interessen zu vertreten und Verantwortung zu übernehmen.

Im Sinne von professionellem Freiwilligenmanagement steht jedes Schutzgebiet vor der Aufgabe, interne Strukturen, Handlungsabläufe und Entscheidungsprozesse daraufhin zu untersuchen, ob Ehrenamtliche beteiligt werden können. Auch dies ist eine Anerkennung und Wertschätzung ehrenamtlichen Engagements von Seiten des Schutzgebietes, weil es zeigt, dass Freiwillige „ernst genommen“ werden. Zudem unterstützt die Partizipation von Freiwilligen ihre Bindung an das jeweilige Schutzgebiet. Je mehr und vielseitiger Freiwillige in organisatorische Strukturen einbezogen werden, desto stärker werden sie sich mit ihrer Einsatzstelle identifizieren. Je mehr Möglichkeiten sie haben, ihre Tätigkeiten mitzugestalten und je mehr ihre Interessen dadurch berücksichtigt werden können, desto wohler fühlen sie sich und dem entsprechend kann eine langfristige Mitarbeit angenommen werden. Konkrete Möglichkeiten, die Partizipation von Freiwilligen zu fördern, sind:
- Beteiligung an offiziellen Informations- und Kommunikationsprozessen (z.B. Teilnahme an Besprechungen, Erhalt von internen Informationen über Mitarbeiterzeitung, Extranet oder Newsletter)
- Aufnahme in Arbeitskreise der Hauptamtlichen
- Beteiligung an informellen Gesprächen über sie Betreffendes
- Gemeinsame (Weiter-) Entwicklung ihrer Tätigkeitsbeschreibung (Aufgaben, Verantwortlichkeiten etc.), selbst bestimmte Ausführung
- Beteiligung an der Entwicklung neuer Einsatzstellen für Freiwillige, der Einführung und Betreuung von Freiwilligen
- Beteiligung an der Freiwilligenprogrammbewertung