Was können Landwirtschaft, Kommunen und Politik zum Insektenschutz beitragen? Fünf Modellgebiete entwickeln praxisnahe Antworten, die vor Ort umsetzbar, aber gleichzeitig auch übertragbar und skalierbar sind. Gefördert wird das Projekt „BROMMI – Biosphärenreservate als Modelllandschaften für den Insektenschutz“ durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.
Die Idee
Fast drei Viertel aller Tierarten in Deutschland sind Insekten. Sowohl die Gesamtmenge der Insekten als auch die Vielfalt der Insektenarten in Deutschland sinkt. Zentrale Faktoren für den Insektenschwund sind der Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln, intensivierte Landbewirtschaftung von Wiesen und Feldern sowie Lichtverschmutzung. Hinzu kommt der Verlust von Lebensräumen – wie Streuobstwiesen, Hecken oder Kleingewässer – oder deren massive Veränderung. Nur wenn es gelingt, mit Naturschutzexpert*innen und Akteur*innen der Flächenbewirtschaftung tragfähige und übertragbare Lösungen zu entwickeln, kann sich eine insektengerechte Landnutzung langfristig und flächendeckend etablieren.Projektpartner
- WWF Deutschland – Gesamtkoordination
- Nationale Naturlandschaften e. V.
- Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V.
Modellgebiete
- UNESCO-Biosphärenreservat Mittelelbe
- UNESCO-Biosphärenreservat Bayerische Rhön
- UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee
- UNESCO-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin
- UNESCO-Biosphärenreservat Schwarzwald