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Wusstest du, dass ein intaktes Moor funktioniert, wie ein riesiger Schwamm, der Wasser speichern kann? Es ist die perfekte Umgebung für die Entstehung von Torf, der viel Kohlenstoff bindet. Auch viele spezialisierte Tier- und Pflanzenarten finden hier ihren Lebensraum.
Torf wird vor allem als Brennstoff oder als Pflanzsubstrat im Gartenbau verwendet, aber auch in der Medizin und Kosmetik.
Als Weide- oder Ackerbauflächen werden viele ehemals nasse Moore heute landwirtschaftlich genutzt.
Über Gräben wird das Wasser aus den Mooren geleitet, um die Flächen land- oder forstwirtschaftlich zu nutzen.
Büsche und Bäume werden entfernt, um die Verdunstung zu senken und den Lichtgenuss für torfbildende Moose zu erhöhen.
So wird der Abfluss von zu viel Wasser gestoppt und der Wasserspiegel steigt im Moor wieder an.
So kann sich neuer Torf bilden, statt zu zerfallen und Nährstoffe freizusetzen.
Spezielle Pflanzen helfen dabei, neuen Torf zu bilden und den Wasserspiegel zu stabilisieren.
¹ Wichtig ist: Birken „pumpen“ Moore nicht aktiv leer; sie profitieren von der durch den Menschen eingeleiteten Entwässerung, sind aber nicht deren Verursacher. Das Entkusseln beschleunigt den Übergang zu moortypischer Vegetation, bleibt ohne gleichzeitige Wiedervernässung jedoch oft wirkungslos. Erst dauerhaft hohe Wasserstände drängen die Birke nachhaltig zurück, da sie bei echtem Überstau von Natur aus abstirbt.
Die Entstehung und die weitere Entwicklung eines Moores sind von vielen Faktoren abhängig, wie Klima, Geologie, Relief, sowie Wasser- und Nährstoffhaushalt. Wie Schwämme sammeln und speichern sie Wasser. Durch die hohen Wasserstände in intakten Mooren ist der Boden von der Luft abgeschlossen: optimale Bedingungen für die Entstehung von Torf. Neben den Torfmoosen gibt es weitere spezialisierte Tier- und Pflanzenarten, die an Moore angepasst sind und hier einen wertvollen Lebensraum finden. Zum Beispiel leben hier Moorfrösche und es wächst der seltene Sonnentau.
Viele spezialisierte Arten finden Rückzugsräume z.B. Vögel wie der Kranich oder Pflanzen wie das Wollgras.
In vielen kleinen Hohlräumen sammelt und speichert das Moor Wasser.
Durch die wasserreichen und sauerstoffarmen Bedingungen speichern torfhaltige Böden viel Kohlenstoff.
Diese Lebensräume spielen eine entscheidende Rolle im natürlichen Klimaschutz, indem sie wichtige Ökosystemleistungen erbringen und Heimat für viele Tier- und Pflanzenarten sind:
Intakte Moore sind bedeutende Wasserspeicher in der Landschaft, binden Kohlenstoff im Boden und bieten Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten.
Naturnahe Wälder können sich gut an die verändernden klimatischen Bedingungen anpassen. Die Bäume unterschiedlichen Alters bieten außerdem verschiedene Lebensräume für Pilze, Insekten, Vögel und Säugetiere.
Für den Hochwasserschutz stellen Auen einen entscheidenden Faktor zur Regulierung dar. Gleichzeitig bieten sie Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, die vom Aussterben bedroht sind.
Seegras- und Salzwiesen sind wichtige Lebensräume an den Küsten der Nord- und Ostsee. Sie beheimaten eine Vielzahl von spezialisierten Tier- und Pflanzenarten und tragen durch die Bindung von Kohlenstoff zum Klimaschutz bei.
Ein Mosaik aus Wäldern, Wiesen, Wasserflächen sowie landwirtschaftlichen Nutzflächen hält viele Ökosystemleistungen bereit und trägt so zum Klimaschutz bei.
Auch in Städten und Dörfern kann es viel Natur geben, zum Beispiel Parks oder Gärten. Besonders für Tiere und Pflanzen sind natürliche Flächen in Siedlungen wichtig, aber auch für uns Menschen bringen sie viele Vorteile.
Setze dich für naturnahe Moore ein: Unterstütze mit einer Spende oder engagiere dich ehrenamtlich vor Ort.