Der Herbst im Naturpark Drömling ist ein beeindruckendes Naturschauspiel.
© Naturpark Drömling
Biosphärenreservate

Biosphärenreservat Drömling

Im Drömling erlebt man eine reizvolle naturnahe Kulturlandschaft mit einem stetigen Wechsel von Gräben, Äckern, Wiesen, unzähligen Baumreihen und Hecken. Wegen der 2.200 km Wasserläufe wird der Drömling auch „Land der tausend Gräben“ genannt. Die stark strukturierte Drömlingslandschaft gibt einer Vielzahl seltener und vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten einen zum Teil letzten Überlebensraum.
Slide image
Im Frühling
© Naturpark Drömling
Slide image
Weißstörche
© Naturpark Drömling
Slide image
Storchennest
Slide image
Der Naturpark im Frühling
© Naturpark Drömling
Slide image
Moorfrosch im Hochzeitskleid
© Naturpark Drömling
Slide image
Das Infohaus Kämkerhorst
© Naturpark Drömling
Slide image
© Naturpark Drömling
Slide image
Biber
© Naturpark Drömling
Slide image
Bekassinen
© Naturpark Drömling
Slide image
Biber
© Naturpark Drömling
Slide image
Seeadler
© Naturpark Drömling
Slide image
Seeadler
© Naturpark Drömling
Im Frühling
© Naturpark Drömling

Gründungsjahr

2019

Größe in km²

452

Geografische Lage

Am Südwestrand der Altmark, entlang von Mittellandkanal, im Nordwesten des Landes Sachsen-Anhalt, Ohre und Aller

Landschaften

Fließgewässer, Grünlandgebiete, Laubwälder, Moore

Das Gebiet

Der Drömling ist eine ökologisch und landschaftsästhetisch besonders wertvolle, historisch gewachsene Kulturlandschaft mit Moorcharakter an der Grenze zwischen den Bundesländern Niedersachsen und Sachsen-Anhalt im Norden Deutschlands. Seit über 200 Jahren stellt der Drömling eine weitgehend vom Menschen gestaltete Kulturlandschaft dar.

Im Drömling erlebt man eine reizvolle naturnahe Kulturlandschaft mit einem stetigen Wechsel von Gräben, Äckern, Wiesen, unzähligen Baumreihen und Hecken. Wegen der 2.200 Kilometer Wasserläufe im Gebiet wird der Drömling auch „Land der tausend Gräben“ genannt.

Während der ursprüngliche Erlenbruchwald heute nur noch in Resten vorhanden ist, bestimmen Wiesen und Äcker weithin das Bild der Landschaft. Vor allem in den Wiesen- und Waldgebieten hat sich bis heute eine artenreiche Pflanzen- und Tierwelt erhalten. Der Mittellandkanal ist wertvoller Lebensraum und Wanderweg für viele Tierarten. Mit der Flachwasserzone in Piplockenburg entstanden strukturreiche Flachwasserbereiche mit unterschiedlichen Gewässerzonen. Zusammen mit der einmaligen Drömlingslandschaft bildet sie heute das Potential für eine naturverträgliche touristische Entwicklung des Gebietes.

Der Drömlingsrundweg mit 132 Kilometern verbindet alle Drömlingsregionen und ihre schönsten Orte. Der Rundweg besteht aus fünf separaten Rundkursen in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Egal ob mit dem Fahrrad, zu Fuß, als Reiter oder auf dem Kremser, wer Ruhe sucht und den Alltag zu Hause lassen möchte, ist im Drömling richtig.

Naturschutz

  • Großflächige Renaturierung von Niederungswäldern und Mooren und Schaffung natürlicher Sukzessionsflächen in der Kernzone
  • Erhalt, Sicherung und Weiterentwicklung der Arten- und Formenvielfalt einer von grundwasserbeeinflussten Wald- und Grünlandstandorten gekennzeichneten Kulturlandschaft und Bewahrung von naturnahen Ökosystemen der Nass- und Feuchtstandorte
  • Erhöhung der Wasserrückhaltung und gebietsweisen Anhebung des Grundwasserstandes
  • Erhaltung und Entwicklung naturnaher Gewässerstrukturen
  • Erhalt und Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit der Fließgewässer und Gewässerrandstreifen in ihrer besonderen Bedeutung für den Biotopverbund zwischen der Weser und Elbe
  • Erhaltung naturnaher Böden und kulturgeschichtlich wertvoller Moordammkulturen
  • Erhaltung des hohen Naturerlebnis- und Bildungswertes des Gebietes aufgrund seiner Eigenart, Vielfalt und Schönheit

Aktiv vor Ort

Ein Tag vor Ort

Kutschfahrten und Vogelbeobachtung

Wer als Gast in den Drömling kommt, sucht heute entweder das ruhige Naturerlebnis oder nimmt als Bildungstourist*in an einer der geführten Wanderungen teil. Über ein ausgeschildertes Wegenetz lässt sich der Drömling ideal mit dem Fahrrad erschließen. Auch Kutschfahrten erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Eine Reihe kleinerer Pensionen vom Bauernhof bis hin zum Hotel bieten inzwischen für jeden Geschmack und Geldbeutel Übernachtungsmöglichkeiten.

Um einen ersten Einblick zu erhalten, lohnt sich ein Besuch des Informationshauses in Kämkerhorst. Einst als Grabenmeisterei errichtet, finden Sie hier heute in einer Ausstellung die heimischen Tiere und ihre Lebensräume. Im Außengelände ist der Drömling im Kleinformat dargestellt.

Auf einer Wanderung entlang der Ohre, des Sachauer Damms und der Flachwasserzone in Piplockenburg können Sie verschiedene Wasservögel, Spuren von Fischotter und Biber und mit etwas Glück auch den Seeadler beobachten. Im Spätherbst und im zeitigen Frühjahr ist die Flachwasserzone Schlaf- und Rastplatz für Tausende nordische Gänse, Enten und Kraniche. Für dieses Naturerlebnis lohnt sich ein Besuch der Beobachtungshütten direkt an der Flachwasserzone.

Eine Woche vor Ort

Moordammkulturen und Fachwerkbau

  • Montag: Lohnenswert ist ein Spaziergang im nördlichen Drömling inmitten der Moordammkulturen mit ihren unzähligen Gräben. Wiesen- und Wasservögel sowie zahlreiche Insekten und Amphibien leben hier. Mit der Moordammkultur besitzt der Drömling ein Alleinstellungsmerkmal in der weltweiten Kulisse der UNESCO-Biosphärenreservate. Die seltene kleinteilige Landnutzungsform langfristig wiederherzustellen und zu erhalten ist eine große Herausforderung.
  • Dienstag: Der Drömling bietet seinen Besucher*innen insbesondere in den Ortschaften einige Sehenswürdigkeiten. Hierzu zählen das im italienischen Renaissancestil erbaute Schloss Kunrau mit Aussichtsturm und Park sowie die Fachwerkkirchen in Dannefeld, Jeggau, Miesterhorst, Peckfitz, Röwitz, Trippigleben, Wenze und Wernitz. Erwähnenswert ist besonders die Kirche in Dannefeld mit ihrem Flügelaltar aus dem 16. Jahrhundert und einem Kirchenhofportal aus dem Jahr 1735.
  • Mittwoch: Eine Kremserfahrt im Drömling ist immer ein tolles Naturerlebnis. Hoch auf dem Wagen können Sie den Drömling in seiner ganzen Eigenart, Vielfalt und Schönheit erleben. Zertifizierte Natur- und Landschaftsführer begleiten Sie gern dabei.
  • Donnerstag: Das familiengeführte „Kleine Gestüt im Drömling“ in Krügerhorst bei Mieste freut sich auf deinen Besuch. Wanderreiter*innen sind hier ebenso willkommen wie Familien mit ihren Kindern oder Kindergruppen.
  • Freitag: Saisonale Kreativkurse mit Naturmaterialien, exklusive Bierbraukurse, Naturerlebniswanderungen, besondere Kulturveranstaltungen – das Programm auf dem Kreativhof in Kunrau ist vielseitig.
  • Samstag: Ebenfalls im regionstypischen Fachwerkstil oder aus roten Ziegelsteinen erbaute alte Gehöfte aus der Zeit der Drömlingskultivierung sind noch auf vielen Horsten und Kolonien zu finden. Die idyllische Lage der Kolonien kann bei einem Stück selbst gebackenem Kuchen und einer Tasse Kaffee im Wiesencafé in Breiteiche erlebt werden. Aus kultur- und nutzungsgeschichtlicher Sicht von Interesse sind die Grabensysteme und Ka­näle zur Moorkultivierung im Drömling, z. B. der Friedrichs- und Wilhelmskanal.
  • Sonntag: Die Oebisfelder Burg gehört zu den historischen Baudenkmälern der Stadt und gilt als die älteste noch erhaltene Sumpfburg Europas. Sie wurde angelegt, um Land und Bevölkerung diesseits des Drömlings gegen Feinde zu sichern und diente gleichzeitig als Passschutzburg einer wichtigen Handelsstraße. Der Oebisfelder Heimatverein hat in den Räumen des ehemaligen Gesindehauses ein attraktives Burg- und Heimatmuseum geschaffen. In ständigen und wechselnden Ausstellungen wird die Geschichte der Stadt und ihren Bewohner*innen dargestellt. Alljährlich wird mit vielfältigen Aktionen, wie Stadt- und Burgführungen in historischer Tracht der „Tag des offenen Denkmals“ begangen. Die Nicolaikirche in Oebisfelde ist neuromantisch, teilweise auch neugotisch. Das geschichtlich wertvolle Haus wurde erneuert und ist nun ein Ort für Veranstaltungen, Konzerte und Ausstellungen.

Barrierefrei besuchen

Einige Wanderwege und Lehrpfade – frage bitte vorher an.

Anreise

Mit der Bahn:
Auf der Strecke Magdeburg – Wolfsburg Zielbahnhöfe: Wegenstedt, Rätzlingen, Bösdorf oder Oebisfelde
Auf der Strecke Stendal – Wolfsburg Zielbahnhöfe: Mieste, Miesterhorst, Oebisfelde

Mit dem Auto: Informiere dich bitte bei der Biosphärenreservatsverwaltung.

Kontakt

Fragen zum Gebiet?

Gebiet zugehörige Schutzprojekte

Mitmachangebote