Die Flusslandschaft Elbe von oben
© Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe - Brandenburg
Biosphärenreservate

Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg

In majestätischen Schleifen zieht die Elbe durch eine verwunschene Auenlandschaft, an ihren Ufern Feuchtwiesen, Grünland, Moore. Rotbauchunken rufen, Seeadler und Kraniche ziehen am Himmel ihre Kreise. Das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg ist Biberland und ein Paradies für gefiederte Gäste. Im europäischen Storchendorf Rühstädt brüten jedes Jahr rekordverdächtige 30 Weißstorchpaare.
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An den Flussufern und in den ursprünglichen Wäldern der Elbtalaue findet der Biber einen optimalen Lebensraum.
© Jan Schormann
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Dämmerung
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Die Wildpferde der Rasse „Liebenthaler Wildlinge“ werden als Landschaftspfleger auf halboffenen Weideflächen für das Naturschutzgroßprojekt "Lenzener Elbtalaue" eingesetzt.
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Mit einem Kanu lässt sich das Biosphärenreservat von der Löcknitz aus in einem anderen Blickwinkel betrachten.
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An den Flussufern und in den ursprünglichen Wäldern der Elbtalaue findet der Biber einen optimalen Lebensraum.
© Jan Schormann

Gründungsjahr

1997

Größe in km²

533

Geografische Lage

Äußerster Nordwesten des Landes Brandenburg

Landschaften

Altwasser, Auwaldreste und Talsandflächen, Binnendunen, Elbtal mit Feuchtwiesen, Grünland, Moore

Das Gebiet

In der norddeutschen Tiefebene wird die Elbe zum breiten Strom, der weitläufig seine Mäander zieht und Ufer und Elbvorland im Rhythmus seines Hochwassers prägt – Jahr für Jahr. Um mehr als sieben Meter kann der Wasserstand des Flusses schwanken. Der Strom formt leuchtende Sandbänke, Flutrinnen und Altarme. Die knorrigen Reste alter Auwälder sind ebenfalls sein Werk. Die unterschiedlichen Lebensbedingungen an der Elbe und ihren Nebenflüssen Karthane, Stepenitz und Löcknitz werden von oft seltenen Pflanzen und Tieren genutzt. Sie haben sich an extreme Nasse oder Trockenheit angepasst – manchmal auch an beides. Schon, dass mit der Elbdeichruckverlegung bei Lenzen ca. 420 Hektar neuer Überflutungsraum geschaffen wurden!

In der Brutzeit sind mancherorts – z. B. im Rambower Moor – Kraniche zu sehen und zu hören. Den Weißtorch zu sehen braucht man nur wenig Glück: Nirgendwo sonst in Deutschland ist er in so hoher Dichte anzutreffen! Im Europäischen Storchendorf Rühstadt z. B. brüten jedes Jahr mehr als 30 Paare. Zu den gefiederten Wintergästen zählen mehrere tausend Singschwane sowie eine ungewöhnlich hohe Zahl an Raufußbussarden, Schwimmenten und Kornweihen. Riesige Schwärme von Saat- und Blessgänsen, Kiebitzen und Kranichen halten sich zu den Zugzeiten im Gebiet auf. Ganzjährig und natürlich auch mit etwas Glück ist der Seeadler zu sehen. Ein fast geschlossener Waldgürtel begleitet den großen Strom, bietet weitere Lebensraume für Tiere und Pflanzen. Den Naturreichtum, die backstein-und fachwerkgeprägten Dörfer und Städte, die Schönheit der Landschaft und die vielfaltigen Angebote für Leib und Seele wissen immer mehr Gäste und Bewohner zu schätzen.

Naturschutz

Die Flusslandschaft Elbe ist ein international bedeutsames Rast-, Überwinterungs- und Durchzugsgebiet für Vögel. Darüber hinaus haben viele, inzwischen deutschlandweit selten gewordene Vogelarten wie Weiß- und Schwarzstorch, Fisch- und Seeadler hier ihre angestammten Brutreviere. Deshalb wurde das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg in seiner Gesamtheit zum Europäischen Vogelschutzgebiet (Special Protected Area) „Unteres Elbetal“ erklärt.

Aktiv vor Ort

Ein Tag vor Ort

Weißstörche und die Wunderblutkirche

Start einer Radtour in Wittenberge, vorbei an sehenswerter Industriearchitektur. Die Elbe auf­wärts auf dem Deich, unterwegs Zwischenstopps an den „Haltepunkten Natur“ und weiter zum Europäischen Storchendorf Rühstädt. Weißstorchausstellung im Besucherzentrum, Geschichtsroute im Dorf und /oder Spaziergang im Schlosspark, Mittagessen in einem der Gasthöfe. Über Groß Lüben nach Bad Wilsnack (Tour „Adebar“). Kuchen essen, Wunderblutkirche bestaunen. Erholung in der Wilsnacker Therme, zurück nach Wittenberge, alternativ auch mit der Regionalbahn.

Eine Woche vor Ort

Biber und das Elblammessen

  • Montagnachmittag: Anreise in der Lenzerwische. Eine Pension direkt am Deich. Spaziergang am Fluss.
  • Dienstag: Fahrradtour „Lenzerwische“ (25 Kilometer), Besichtigung des Gutsspeichers in Eldenburg. Abends zu den Kranichen und Gänsen (saisonal).
  • Mittwoch: Lenzen: Burg Lenzen, NaturPoesieGarten & Auenerlebnisgelände AuenReich, (erste große) Deichrückverlegung.
  • Donnerstag: Stadtführung in Wittenberge, Bootstour auf der Elbe, Besuch des Europäischen Storchendorfes Rühstädt. Abends Wellness in der Wilsnacker Therme.
  • Freitag: Rundtour zu Fuß oder per Rad um das Rambower Moor.
  • Samstag: Erkundung der Binnendüne Klein Schmölen, Besuch der Festung Dömitz, abends Kultur in der Prignitz.
  • Sonntag: Mit der Elbfähre ins Grenzlandmuseum Schnackenburg, Spaziergang im Gadower Forst, Elblamm essen in einem Lokal. 

Anreise

Mit der Bahn:
Bahnhöfe Glöwen, Bad Wilsnack, Wittenberge, Karstädt.
Weiter mit Fahrrad oder ÖPNV PlusBus nach Lenzen.

Besuch- und Informationszentren

Tourismusinformation

Tourismusverband Prignitz e. V.
Großer Markt 4
19348 Perleberg
Telefon 03876 307 419 20
info@dieprignitz.de
dieprignitz.de

Biosphärenreservatsinformation

BUND-Besucherzentrum Burg Lenzen
Burgstraße 3
19309 Lenzen
Telefon 038792 507 810 0 oder 12 21
info@burg-lenzen.de
burg-lenzen.de

NABU-Besucherzentrum Rühstädt
Neuhaus 9
19322 Rühstädt
Telefon 038791 806 555
info@nabu-ruehstaedt.de
nabu-ruehstaedt.de

Kontakt

Fragen zum Gebiet?

Gebiet zugehörige Schutzprojekte

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