Das Gebiet
Moore und Seen, Felder, Weideland und Feuchtwiesen, naturnahe Buchenwälder und mittendrin der Schaalsee. Er bildet den Kern des UNESCO-Biosphärenreservates und gibt ihm seinen Namen. Er ist, wie die ganze Landschaft mit ihren vielen Seen, ein Ergebnis der letzten Eiszeit. Der Artenreichtum der Landschaft und die mosaikartig vernetzten Klein- und Großbiotope mit vielen Mooren machen das Gebiet zwischen den Ballungszentren Hamburg, Lübeck und Schwerin so einmalig. Trotz der Nähe zu den Städten gibt es hier Tiere, die an anderen Orten lange nicht gesehen wurden: Eisvogel, Seeadler und Fischotter sind dabei neben vielen anderen nur die prominentesten Vertreter.
Menschen und ihre Kultur sind ein wichtiger Bestandteil des Biosphärenreservates Schaalsee und daher sind Gäste herzlich willkommen. Nach der Grenzöffnung hat sich die Region vom touristischen Niemandsland zum Insidertipp für Naturfreunde gemausert: 150 Kilometer ausgeschilderte Wander- und Radwege führen durch ein grünes Puzzle aus Wäldern, Mooren und Feuchtwiesen, satten Viehweiden und wogenden Feldern. Besonders romantisch ist das Wandern unter dem Blätterdach von Allee- und Waldbäumen oder entlang blühender Heckenwege.
Dazu gibt es nachhaltiges „Shopping“ und buntes Treiben auf dem Biosphäre-Schaalsee-Markt vor dem PAHLHUUS, in der Saison von April bis November an jedem ersten Sonntag im Monat. Hier werden hochwertige Produkte, wie frisches Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch, Eier und Käse aus eigener, oft auch ökologischer Herstellung von mehr als 30 Erzeuger*innen, angeboten. Die Regionalmarke „Biosphärenreservat Schaalsee – Für Leib und Seele“ ist ein Prädikat für regional und umweltgerecht erzeugte Produkte, Dienstleistungen und Initiativen. Heute sind mehr als 100 Unternehmen mit der Marke ausgezeichnet. Sie alle haben eines gemeinsam: den Grundgedanken des Einklangs von Ökologie und Ökonomie und der Weiterentwicklung der Schaalsee-Region.
Naturschutz
Die Naturschutzarbeit im UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee konzentriert sich auf die Renaturierung von Mooren, die Sanierung von Gewässern und die Ökologisierung der Landwirtschaft. Diese Maßnahmen dienen nicht nur dem Arten- Boden- und Grundwasserschutz sondern sind auch ein Beitrag zum Klimaschutz Intakte Moore bilden global einen der wichtigsten Kohlenstoffspeicher. Mehrere große Moore im Biosphärenreservat, z.B. das Neuendorfer und das Tessiner Moor, wurden bereits renaturiert, an anderen Moorprojekten wird gearbeitet. Der praktischen Umsetzung gehen jahrelange Grundwassermessungen, Planungen und Abstimmung voraus.
Die Schaffung einer ökologischen Durchgängigkeit und die Verminderung der Nährstoffeinträge stehrm bei der Sanierung von Fließgewässern im Vordergrund. So wurden bei der Renaturierung der Schilde 5 Wehre durch Fischtreppen ersetzte und Uferbereiche teilweise aus der Nutzung genommen. Durch Förderung einer naturschutzgerechten Grünlandnutzung und die Umwandlung von intensivem Ackerland in Grünland, insbesondere auf seenahen Flächen, wird ebenfalls ein Beitrag zur Verbesserung der Wasserqualität der zahlreichen Seen im Biosphärenreservat geleistet.
Aktiv vor Ort
Ein Tag vor Ort
Natur und Kultur erleben
Einen interessanten Start bietet das PAHLHUUS in Zarrentin am Schaalsee. In der modernen Ausstellung erwartet dich ein Tunnel des Lebens, ein digitales Bilderbuch und viele ungewöhnliche Einblicke auf und in den Schaalsee. Im PAHLHUUS kannst du auch Wanderkarten erwerben und Fahrräder ausleihen. Die nähere Umgebung bietet ein vielfältiges Programm für eine Fahrradtour: Beobachtungstürme in Klocksdorf und Kneese, heckengesäumte Rad- und Wanderwege, historische, sehenswerte Kirchen in Lassahn, Zarrentin, Neuenkirchen und Döbbersen. Wandere auf eigene Faust oder nimm an einer Wanderung mit den Ranger*innen des Biosphärenreservates teil.
Eine Woche vor Ort
Von Elfen, Klöstern und Grenzgeschichten
- Montag: Auf der Schaalsee-Tour geht es mit Boot und Elektro-Bahn durch die Schaalseelandschaft und zu Fuß durchs Kalkflachmoor.
- Dienstag: Wandertag: Bauernweg oder Elfenpfad? Den Tourenplan erhältst du im PAHLHUUS, dem Informationszentrum des Biosphärenreservates.
- Mittwoch: Vom Beobachtungsturm in Klocksdorf, Wasservögel und Seeadler auf dem Röggeliner See beobachten. Danach Besuch des Informationszentrums über die innerdeutsche Grenze in Schlagsdorf.
- Donnerstag: Besichtigung des mittelalterlichen Klosters in Rehna. Danach Besuch der Museumsanlage Gadebusch.
- Freitag: Schaalsee-Rundtour, in ca. 45 Kilometer um den See. Im Anschluss gönnst du dir eine Wellnessmassage im Tiger-Gesundheitszentrum in Zarrentin am Schaalsee.
- Samstag und Sonntag: Elfenwochenende. Entdecke die Elfen bei einer Wanderung auf märchenhaften Uferpfaden und gestalte mit deinen eigenen Händen deine ganz persönliche Elfe in einem Modellierkurs.
Barrierefrei besuchen
- Behindertengerechte Toiletten im PAHLHUUS
- Rollstuhlgerechter Moorerlebnispfad hinter dem PAHLHUUS
- Rollstuhlgerechte Aussichtsplattform am Röggeliner See
Anreise
Mit Bahn und Bus: Die nächsten Bahnhöfe sind in Hagenow, Ratzeburg und Rehna. Von Hagenow aus erreichen Sie Zarrentin am Schaalsee mit dem Bus. Rufbusse buchen Sie am besten mindestens einen Tag im voraus telefonisch oder mit der App.
Mit dem Auto: über die Autobahnen A 24 (Abfahrt Zarrentin am Schaalsee) und A 20 (Abfahrt Lüdersdorf). Aus Richtung Lübeck über Ratzeburg nach Zarrentin am Schaalsee.
Besuch- und Informationszentren
Tourismusinformation
Tourismusverband Mecklenburg-Schwerin
Telefon 0385 591 898 75
mecklenburg-schwerin.de
Förderverein Biosphäre Schaalsee e. V.
Hauptstraße 13
19246 Zarrentin am Schaalsee
Telefon 038851 321 36
info@biosphaere-schaalsee.de
biosphaere-schaalsee.de
Biosphärenreservatsinformation
Informationszentrum PAHLHUUS
Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe
Wittenburger Chaussee 13
19246 Zarrentin am Schaalsee
Telefon 0385 588 631 00
poststelle@bra-schelb.mvnet.de