In Zarrentin gibt es einen Bootsverleih. Das Einsetzen ortsfremder Boote ist nicht gestattet.
© S. Hoffmeister
Biosphärenreservate

Biosphärenreservat Schaalsee

„Breit, dann versteckt, wie ein Strom, rauscht an des Waldes Hügeln umher,“ so beschrieb Friedrich Gottlieb Klopstock 1767 den Schaalsee in einem Gedicht. Das nach dem See benannte Biosphärenreservat Schaalsee im Westen von Mecklenburg-Vorpommern ist ein grünes Mosaik aus Wäldern, Mooren und Feuchtwiesen, satten Viehweiden und wogenden Feldern. Und bietet: Ruhe und vielfältige Naturerlebnisse, zu Fuß, per Rad oder mit dem Boot.
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Auf den extensiv bewirtschafteten Wiesen und Weiden im UNESCO Biosphärenreservat Schaalsee ist für den Storch der Tisch reich gedeckt.
© S. Hoffmeister
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Der Wanderweg am Strangen in Zarrentin gehört zu den schönsten im Biosphärenreservat Schaalsee.
© S. Hoffmeister
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Der Wanderweg zwischen Campow und Neuhof im Norden des Biosphärenreservates wird von den Einheimischen auch „Zick-Zack-Weg“ genannt.
© S. Hoffmeister
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Im PAHLHUUS erwartet die Besucher*innen eine moderne und spannende Ausstellung.
© V. Bohlmann
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In der Saison findet an jedem 1. Sonntag im Monat vor dem PAHLHUUS der Biosphäre-Schaalsee-Markt statt.
© S. Hoffmeister
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Der Wanderweg durch das Kalkflachmoor beginnt direkt hinter dem PAHLHUUS.
© S. Hoffmeister
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Ruhe und Erholung findet man an den zahlreichen Seen im UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee.
© A. Dürsen
Auf den extensiv bewirtschafteten Wiesen und Weiden im UNESCO Biosphärenreservat Schaalsee ist für den Storch der Tisch reich gedeckt.
© S. Hoffmeister

Gründungsjahr

2000

Größe in km²

310

Geografische Lage

Mecklenburg-Vorpommern an der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein

Landschaften

Alleen und Hecken, Bruchwälder, Buchenwälder, Erlen und Eschenwälder, Grünland, Hecken und Felder, kalkreiche Sümpfe und Moore, Magerrasen, tiefe Seen

Das Gebiet

Moore und Seen, Felder, Weideland und Feuchtwiesen, naturnahe Buchenwälder und mittendrin der Schaalsee. Er bildet den Kern des UNESCO-Biosphärenreservates und gibt ihm seinen Namen. Er ist, wie die ganze Landschaft mit ihren vielen Seen, ein Ergebnis der letzten Eiszeit. Der Artenreichtum der Landschaft und die mosaikartig vernetzten Klein- und Großbiotope mit vielen Mooren machen das Gebiet zwischen den Ballungszentren Hamburg, Lübeck und Schwerin so einmalig. Trotz der Nähe zu den Städten gibt es hier Tiere, die an anderen Orten lange nicht gesehen wurden: Eisvogel, Seeadler und Fischotter sind dabei neben vielen anderen nur die prominentesten Vertreter.

Menschen und ihre Kultur sind ein wichtiger Bestandteil des Biosphärenreservates Schaalsee und daher sind Gäste herzlich willkommen. Nach der Grenzöffnung hat sich die Region vom touristischen Niemandsland zum Insidertipp für Naturfreunde gemausert: 150 Kilometer ausgeschilderte Wander- und Radwege führen durch ein grünes Puzzle aus Wäldern, Mooren und Feuchtwiesen, satten Viehweiden und wogenden Feldern. Besonders romantisch ist das Wandern unter dem Blätterdach von Allee- und Waldbäumen oder entlang blühender Heckenwege.

Dazu gibt es nachhaltiges „Shopping“ und buntes Treiben auf dem Biosphäre-Schaalsee-Markt vor dem PAHLHUUS, in der Saison von April bis November an jedem ersten Sonntag im Monat. Hier werden hochwertige Produkte, wie frisches Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch, Eier und Käse aus eigener, oft auch ökologischer Herstellung von mehr als 30 Erzeuger*innen, angeboten. Die Regionalmarke „Biosphärenreservat Schaalsee – Für Leib und Seele“ ist ein Prädikat für regional und umweltgerecht erzeugte Produkte, Dienstleistungen und Initiativen. Heute sind mehr als 100 Unternehmen mit der Marke ausgezeichnet. Sie alle haben eines gemeinsam: den Grundgedanken des Einklangs von Ökologie und Ökonomie und der Weiterentwicklung der Schaalsee-Region.

Naturschutz

Die Naturschutzarbeit im UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee konzentriert sich auf die Renaturierung von Mooren, die Sanierung von Gewässern und die Ökologisierung der Landwirtschaft. Diese Maßnahmen dienen nicht nur dem Arten- Boden- und Grundwasserschutz sondern sind auch ein Beitrag zum Klimaschutz Intakte Moore bilden global einen der wichtigsten Kohlenstoffspeicher. Mehrere große Moore im Biosphärenreservat, z.B. das Neuendorfer und das Tessiner Moor, wurden bereits renaturiert, an anderen Moorprojekten wird gearbeitet. Der praktischen Umsetzung gehen jahrelange Grundwassermessungen, Planungen und Abstimmung voraus.

Die Schaffung einer ökologischen Durchgängigkeit und die Verminderung der Nährstoffeinträge stehrm bei der Sanierung von Fließgewässern im Vordergrund. So wurden bei der Renaturierung der Schilde 5 Wehre durch Fischtreppen ersetzte und Uferbereiche teilweise aus der Nutzung genommen. Durch Förderung einer naturschutzgerechten Grünlandnutzung und die Umwandlung von intensivem Ackerland in Grünland, insbesondere auf seenahen Flächen, wird ebenfalls ein Beitrag zur Verbesserung der Wasserqualität der zahlreichen Seen im Biosphärenreservat geleistet.

Aktiv vor Ort

Ein Tag vor Ort

Natur und Kultur erleben

Einen interessanten Start bietet das PAHLHUUS in Zarrentin am Schaalsee. In der modernen Ausstellung erwartet dich ein Tunnel des Lebens, ein digitales Bilderbuch und viele ungewöhnliche Einblicke auf und in den Schaalsee. Im PAHLHUUS kannst du auch Wanderkarten erwerben und Fahrräder ausleihen. Die nähere Umgebung bietet ein vielfältiges Programm für eine Fahrradtour: Beobachtungstürme in Klocksdorf und Kneese, heckengesäumte Rad- und Wanderwege, historische, sehenswerte Kirchen in Lassahn, Zarrentin, Neuenkirchen und Döbbersen. Wandere auf eigene Faust oder nimm an einer Wanderung mit den Ranger*innen des Biosphärenreservates teil.

Eine Woche vor Ort

Von Elfen, Klöstern und Grenzgeschichten

  • Montag: Auf der Schaalsee-Tour geht es mit Boot und Elektro-Bahn durch die Schaalseelandschaft und zu Fuß durchs Kalkflachmoor.
  • Dienstag: Wandertag: Bauernweg oder Elfenpfad? Den Tourenplan erhältst du im PAHLHUUS, dem Informationszentrum des Biosphärenreservates.
  • Mittwoch: Vom Beobachtungsturm in Klocksdorf, Wasservögel und Seeadler auf dem Röggeliner See beobachten. Danach Besuch des Informationszentrums über die innerdeutsche Grenze in Schlagsdorf.
  • Donnerstag: Besichtigung des mittelalterlichen Klosters in Rehna. Da­nach Besuch der Museumsanlage Gadebusch.
  • Freitag: Schaalsee-Rundtour, in ca. 45 Kilometer um den See. Im Anschluss gönnst du dir eine Wellnessmassage im Tiger-Gesundheitszentrum in Zarrentin am Schaalsee.
  • Samstag und Sonntag: Elfenwochenende. Entdecke die Elfen bei einer Wanderung auf märchenhaften Uferpfaden und gestalte mit deinen eigenen Händen deine ganz persönliche Elfe in einem Modellierkurs.

Barrierefrei besuchen

  • Behindertengerechte Toiletten im PAHLHUUS
  • Rollstuhlgerechter Moorerlebnispfad hinter dem PAHLHUUS
  • Rollstuhlgerechte Aussichtsplattform am Röggeliner See

Anreise

Mit Bahn und Bus: Die nächsten Bahnhöfe sind in Hagenow, Ratzeburg und Rehna. Von Hagenow aus erreichen Sie Zarrentin am Schaalsee mit dem Bus. Rufbusse buchen Sie am besten mindestens einen Tag im voraus telefonisch oder mit der App.

Mit dem Auto: über die Autobahnen A 24 (Abfahrt Zarrentin am Schaalsee) und A 20 (Abfahrt Lüdersdorf). Aus Richtung Lübeck über Ratzeburg nach Zarrentin am Schaalsee.

Besuch- und Informationszentren

Tourismusinformation

Tourismusverband Mecklenburg-Schwerin
Telefon 0385 591 898 75
mecklenburg-schwerin.de

Förderverein Biosphäre Schaalsee e. V.
Hauptstraße 13
19246 Zarrentin am Schaalsee
Telefon 038851 321 36
info@biosphaere-schaalsee.de
biosphaere-schaalsee.de

Biosphärenreservatsinformation

Informationszentrum PAHLHUUS
Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe
Wittenburger Chaussee 13
19246 Zarrentin am Schaalsee
Telefon 0385 588 631 00
poststelle@bra-schelb.mvnet.de

Kontakt

Fragen zum Gebiet?

Gebiet zugehörige Schutzprojekte

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