Eine Landschaft zum Verweilen
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Biosphärenreservate

Biosphärenreservat Bliesgau

Sanft und hügelig, grün und vielfarbig blühend. Ausgedehnte Streuobstwiesen und artenreiche Orchideenwiesen im Wechsel mit alten Buchenwäldern und einer verwunschenen Auenlandschaft, durch die der Namensgeber, die Blies, fließt. Das Biosphärenreservat Biesgau liegt direkt an der Grenze zu Frankreich und ist Deutschlands Orchideenland, in dem nahezu die Hälfte aller bundesweit vorkommenden Orchideenarten wachsen.
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Die stillen Ufer der Blies
© Biosphärenzweckverband Bliesgau | Axel Krieger
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Eine von 30 Orchideenarten im Bliesgau: Die Pyramidenorchis
© Biosphärenzweckverband Bliesgau | Thomas Stephan
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Die Bocks-Riemenzunge mag das milde Klima im Bliesgau.
© Biosphärenzweckverband Bliesgau | Thomas Stephan
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Auch im zeitigen Frühjahr ist das Bliesgau eine Reise wert.
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Orchideen in Hülle und Fülle - 25 der 50 in Deutschland heimischen Orchideenarten kommen im Biosphärenreservat Bliesgau vor.
© Biosphärenzweckverband Bliesgau | Elke Birkelbach
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Ausgezeichnet Wandern am Kirkeler Felsenpfad
© Saarpfalz-Touristik | Eike Dubois
Die stillen Ufer der Blies
© Biosphärenzweckverband Bliesgau | Axel Krieger

Gründungsjahr

2007

Größe in km²

361

Geografische Lage

Grenze zu Frankreich und Rheinland-Pfalz, Südosten des Saarlandes

Landschaften

Auenlandschaft der Blies, im Norden eher städtisch geprägt mit Buchenwäldern auf Buntsandstein, im Süden sehr ländlich: Kalkhalbtrockenrasen mit Orchideenwiesen und Orchideenbuchenwäldern auf Muschelkalkböden, Schichtstufenlandschaft, Streuobstwiesen

Das Gebiet

Mensch und Natur im Einklang – das zeigt das Biosphärenreservat Bliesgau eindrucksvoll. Es präsentiert sich Besuchenden mit wertvollen und schönen Streuobstbeständen, artenreichen Wiesentypen, ausgedehnten Buchenwäldern und mit der von der Blies durchzogenen Auenlandschaft. Es hat aber auch eine Bevölkerungsdichte, die über dem bundesdeutschen Durchschnitt liegt. Ein Umstand, der das Biosphärenreservat auch weltweit einmalig macht. Trotz der vielen Menschen ist die Region zum Rückzugsraum vieler seltener Tier- und Pflanzenarten geworden. Natur und Kultur sind hier die stillen Baumeister, welche die vorhandene Vielfalt zur Einheit des Biosphärenreservates verbinden.

So beherbergt der Bliesgau rund achtzig Prozent des saarländischen Vorkommens des bedrohten Steinkauzes. Auch die Bestände des seltenen Goldenen Scheckenfalters sind besonders hoch und auf den Muschelkalkböden kann man nahezu die Hälfte aller in Deutschland vorkommenden Orchideenarten bewundern, die sich hier in ihrer besonderen Schönheit präsentieren.

Aber der Bliesgau ist auch eine Region im Wandel – seit Jahrhunderten durch eine traditionell extensive Landwirtschaft geprägt, versucht er nun dem Trend der Globalisierung zu widerstehen. Das Biosphärenreservat setzt auf die hochwertigen Lebensmittel regionaler Herkunft, in vielen Restaurants auch à la carte. Der Verein Bliesgau Obst e. V. unterstützt die Obstwiesenbesitzer*innen bei der Pflege der Obstbäume und bei der Verwertung der Streuobstprodukte. Auch gibt es eine Bliesgau-Kiste, eine Geschenkidee mit regionalem Charme. Sie wird individuell befüllt und kann Bliesgau-Apfelsecco, verschiedene Honigsorten, Wurstspezialitäten oder ausgesuchtes Kunsthandwerk enthalten. Ganz besondere Früchte trägt die Zusammenarbeit des Biosphärenreservates Bliesgau mit den Bliesgau-Ölmühlen, nicht ohne Grund zählt der Bliesgau zu den vielfältigsten Öllandschaften in Deutschland.

Als sehr altes Siedlungsgebiet hält der Bliesgau darüber hinaus viele Möglichkeiten zur Spurensuche der römischen und keltischen Besiedlung bereit. Und der landschaftliche Liebreiz im Süden der Region wird im Norden durch die Mittelstadt St. Ingbert mit ihrer Industriekultur und ihrem umfangreichen kulturellen Angebot ergänzt.

Naturschutz

Der Bliesgau beherbergt etwa 80 Prozent des saarländischen Vorkommens des vom Aussterben bedrohten Steinkauzes. In der Bliesaue sind seit 1999 auch die Biber wieder heimisch. Mindestens acht bundesweit stark gefährdete Orchideenarten kommen in den Halbtrockenrasen des Gebiets in meist individuenreichen Populationen vor. Als einzige saarländische Region beherbergt der Bliesgau alle aktuell im Saarland nachgewiesenen FFH-Arten der Tagfalter: Dunkler Wiesenknopfameisenbläuling, Thymian-Ameisenbläuling, Großer Feuerfalter und Goldener Scheckenfalter.

Aktiv vor Ort

Ein Tag vor Ort

Wilde Romantik zu Fuß und mit dem Rad

Beginne deine Entdeckertour mit dem Besuch der Wasserbüffel im „Beeder Biotop“. Hier lassen sich von einer Aussichtsplattform aus unter anderem auch Weißstörche beim Nestbau beobachten. Auf schattigen Wegen durch den Buchenwald im Taubental, die größte Kernzone des Biosphärenreservates und entlang des Kirkeler Felsenpfads mit seinen beeindruckenden Buntsandsteinformationen, erreichst du die Kirkeler Burg zu Fuß. Auf der mehr als 1.000 Jahre alten Burg lädt in der warmen Jahreszeit der Kirkeler Burgsommer in die Zeit der Ritter und Knappen ein.

Nach einem Besuch der barocken Altstadt von Blieskastel kannst du mit dem E‑Bike auf dem Bliestalfreizeitweg das Biosphärenreservat von Nord nach Süd durchradeln und die fantastische Natur der wildromantischen Bliesaue genießen.

Eine Woche vor Ort

Esel und E-Bikes, Störche und Streuobst

  • Montag: Mit dem E-Bike entlang der Blies in den deutsch-französischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim. Das französische Städtchen Sarreguemines liegt in direkter Nachbarschaft.
  • Dienstag: Eine Rundfahrt mit dem Biosphärenbus bietet die Möglichkeit zu individuellen Zwischenstopps zwecks Erkundung der Region.
  • Mittwoch: Auf den Spuren der Jakobspilger durch das Biosphärenreservat zum Kloster Gräfinthal.
  • Donnerstag: Untertage gewährt das Biosphärenreservat sensationelle Einblicke bei einem Besuch der Schlossberghöhlen, Europas größten Buntsandsteinhöhlen.
  • Freitag: Am Morgen Besuch der Bliesgau Ölmühle auf Gut Hartungshof mit Verkostung verschiedener Öle u. a. Leindotteröl, das Öl der Kelten. Und nachmittags ein Spaziergang auf dem Lehrpfad „Mit dem Ökologischen Rucksack durch den Blieskasteler Wald“.
  • Samstag: Mit Eseln unterwegs und nachhaltig den südlichen Bliesgau entdecken. Genießen Sie die Landschaft langsamer und bewusster, im Tempo der langohrigen Vierbeiner.
  • Sonntag: Führung durch das Orchideengebiet in Gersheim. Hier lassen sich neben den zahlreichen Orchideen auch viele andere seltene Tier-und Pflanzenarten entdecken. 

Anreise

Mit der Bahn: mit dem ICE bis Homburg (Saar) oder Saarbrücken, mit der Regionalbahn weiter nach Lautzkirchen, Kirkel oder St. Ingbert; nach Kleinblittersdorf fährt von Saarbrücken aus die Saarbahn.

Mit dem Auto: über die A 6 oder die A 8, Ausfahrt St. Ingbert-Mitte, Limbach, Blieskastel oder Homburg-Einöd.

Ohne Auto mobil vor Ort:
Der Biosphärenbus 501 verbindet täglich die Kreisstadt Homburg im Norden mit weiten Teilen des Bliestals, dem Barockstädtchen Blieskastel und dem europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim bis nach Kleinblittersdorf an der französischen Grenze. Dort besteht Anschluss an die Stadtbahn Richtung Saarbrücken. Die Linie R14 ergänzt dieses Angebot ebenfalls sieben Tage die Woche über das Mandelbachtal und die Saarland-Therme bis Kleinblittersdorf.

Besuch- und Informationszentren

Saarpfalz-Touristik
Paradeplatz 4
66440 Blieskastel
Telefon 06841 104 717 4
touristik@saarpfalz-kreis.de
saarpfalz-touristik.de

Tourist Info der Stadt Blieskastel
Haus des Bürgers
Luitpoldplatz 4
66440 Blieskastel
Telefon 06842 926 131 4
tourismus@blieskastel.de
blieskastel.de

Kontakt

Fragen zum Gebiet?

Gebiet zugehörige Schutzprojekte

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