Projektbeschreibung
Der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord setzt auf praxisnahe Projekte wie Humus-Aufbau und Agroforst-Systeme. Diese Maßnahmen stärken die Widerstandskraft der Böden gegenüber dem Klimawandel und den damit einhergehenden, häufiger auftretenden Wetterextremen. Humusreiche Böden und Agroforst-Systeme binden das klimaschädliche Kohlenstoffdioxid, erhöhen die Wasserspeicher-Kapazität und fördern Biodiversität. Bauen Landwirtinnen und Landwirte mehr Humus im Boden auf, werden ihre Äcker widerstandsfähiger gegenüber Extremwetter-Ereignissen. Dadurch erhöhen sie ihre Ertragssicherheit in Zeiten des Klimawandels.
- Klimaschutz: Durch Humus-Aufbau wird der Atmosphäre Kohlenstoffdioxid entzogen. Ein Prozent Humus speichert etwa 50 Tonnen Kohlenstoff.
- Klimaanpassung: Mit einem Prozent mehr Humus-Gehalt in den obersten 15 Zentimetern kann der Boden durchschnittlich 27.000 Liter Wasser mehr pro Hektar aufnehmen. Dieses Wasser steht den Pflanzen in Trockenzeiten zur Verfügung. Die erhöhte Wasserspeicherfähigkeit schützt zusätzlich vor Hochwasser und Erosion.
- Förderung der Biodiversität: Lebendiger, humusreicher Boden bietet ein optimales Habitat für ein artenreiches Bodenleben. Dieses nimmt eine wichtige Rolle für das gesamte Ökosystem ein. Hecken und Baumreihen auf Acker- und Grünlandflächen (Agroforst-System) bieten ebenfalls Lebensraum für viele Tierarten. Sie spenden Schatten für Nutztiere und erweitern das landwirtschaftliche Produktspektrum um Holz und Früchte.
Weitere Informationen finden Sie unter:
https://naturparkschwarzwald.de/klima/Agroforst?term=Agroforst