Ökologische Feuchtgebietsentwicklung durch Bibermanagement

Im Naturpark Dübener Heide ist der Biber heimisch. Als Experte des Wasser-Managements spielt er eine besondere Rolle für die Vernässung und den Wasserrückhalt. Er ist nur eines der vielfältigen Beispiele, wie Arten- und Klimaschutz miteinander vereint werden können.

Nationale Naturlandschaft

Naturpark Dübener Heide

Projektbeschreibung

Seit 2015 gibt es im Naturpark Dübener Heide die „Kontaktstelle Bibermanagement“ als permanent erreichbare Beraterin und Dienstleisterin für alle Fragen rund um den Biber. 

In der Dübener Heide ist die flächendeckende Anwesenheit des Bibers und dessen geschicktes zielgerichtetes „Management“ als eine aktive Steuerungsmaßnahme anzusehen, die sehr passgenau für Bereiche der Moor-, Auen- und Waldentwicklung (Vernässung, Wasserrahmenrichtlinie, Wasserrückhalt) wirksam werden kann. Das Wirken des Bibers als Klima-„Partner“ könnte z. B. bei Teichrenaturierungen und Bachpflege als ganzheitliches/nachhaltiges Gewässermanagement für lineare Fließgewässersysteme (Wald-Wasser-Management) zielführend erschlossen und nutzbar gemacht werden. Die Chancen, einen Wasserrückhalt oder (Auen-)Renaturierungen zuzulassen bzw. zu organisieren, sollen im Zuge des Bibermanagements über eine Beratung von Landnutzer*innen und Kommunen sowie über ein entsprechend ausgerichtetes Konflikt-/Wassermanagement (jeweils bundesländerübergreifend Sachsen-Anhalt und Sachsen) sinnstiftend genutzt werden.

Das Artenschutzmanagement soll sich nicht nur auf den Biber fokussieren, sondern sich umfassender für definierte Leitarten und für Insektenschutz einsetzen und hier Lebensraumverbesserungen und Bildungsarbeit anregen (Schnittstelle zu zivilgesellschaftlichem Engagement und BNE). Außerdem soll es das Monitoring der Vorkommen unterstützenund absehbare oder entstandene Konflikte mit der bestehenden (Land-)Nutzung proaktiv mindern oder bestenfalls auflösen.

Weitere Schutzgebiete

Zwei Frauen stehen vor einer Blumenwiese. Im Hintergrund erkennt man Unternehmen.
Im Rahmen des Projektes „Blühende Unternehmen“ entwickelt der Naturpark Südschwarzwald gemeinsam mit Unternehmen Umsetzungskonzepte für naturnahe Firmengelände und berät sie bei der Umsetzung.
Eine Blumenwiese
Die Verbandsgemeinden des Naturparks Südeifel setzen sich durch artenreiche Wegraine für mehr Klimaschutz am Wegesrand und eine bessere Biotopvernetzung ein.
Zwei Hände halten Humus.
Die Relevanz von Böden als Wasser- und Kohlenstoffspeicher sowie ihre Rolle im Klimaschutz wird oftmals unterschätzt. In diesem Projekt des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord stehen die Böden und ihre Widerstandskraft im Zentrum.