Ausgangssituation
Das Große Rahmannsmoor bei Krakow am See umfasst 2,91 Hektar im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide. Durch Entwässerung und ausbleibende Nutzung veränderte sich das Moor stark. Typische Moorpflanzen und kalkreiche Böden sind nur in Resten vorhanden. Ohne Pflege breiteten sich Gehölze aus, trockene Bereiche entstanden und erschwerten eine landwirtschaftliche Nutzung. Gleichzeitig stieg der Nährstoffgehalt, was konkurrenzschwache Moorarten zurückdrängte.
Ziele
Ziel war es, die Artenvielfalt zu sichern und die Flächen wieder pflegefähig zu machen. Dazu sollte die Vegetation in nährstoffarme, artenreiche Lebensräume umgebaut werden, die langfristig extensiv genutzt oder gepflegt werden können. Ein Schwerpunkt war der Schutz des seltenen Hochmoor-Perlmuttfalters. Durch gehölzfreie Offenflächen sollten geeignete Lebensräume geschaffen werden. Zudem sollten offene, saure Zwischenmoorbereiche eines verlandeten Moores wiederhergestellt werden.
Maßnahmen
Der Verband Deutscher Naturparke e.V. kooperierte mit Kaufland Stiftung und Co. KG und Coca-Cola Europacific Partners Deutschland GmbH bei dem Projekt „Projekte für Klimaschutz und biologische Vielfalt in Feuchtlebensräumen“. Dabei wurden Konzepte in Naturparken finanziell gefördert, die sich mit der Verbesserung des Wasserhaushalts oder Wiedervernässung von Gebieten beschäftigten. Ein Gewinner der Ausschreibung für geeignete Naturparkflächen war das Große Rahmannsmoor.
Das Projekt wurde vom Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide gemeinsam mit der Stiftung Klima- und Umweltschutz Mecklenburg-Vorpommern und der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung umgesetzt.
Seit 2016 wurden Gehölze entfernt, Flächen gemäht und durch extensive Pflege offengehalten. Durch mehrmalige Mahd und das Entfernen des Schnittguts wurden Flächen gezielt ausgehagert, also nährstoffärmer gemacht. Ergänzend kamen Übertragungen von Mähgut, Wiederansiedlungen standorttypischer Pflanzen, Bodenarbeiten und kleine Abtorfungen zum Einsatz.
Auch wasserbauliche Eingriffe verbesserten die Standortbedingungen. Bodenschonende Technik war dabei zentral. Dauerbeobachtungsflächen und regelmäßige Vegetationsaufnahmen sichern die Erfolgskontrolle. Informationstafeln sowie die Betreuung durch Ehrenamtliche und die Naturparkwacht unterstützen den langfristigen Schutz.
Mit diesen Maßnahmen konnte das Große Rahmannsmoor zu einem offenen, artenreichen und dauerhaft pflegefähigen Lebensraum weiterentwickelt werden.