Der weltweite Rückgang der biologischen Vielfalt zählt zu den größten ökologischen Herausforderungen unserer Zeit. Mit dem Übereinkommen über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD) hat sich die internationale Staatengemeinschaft bereits 1992 verpflichtet, den Verlust von Arten und Lebensräumen aufzuhalten und ein global repräsentatives sowie wirksam gemanagtes Schutzgebietssystem aufzubauen. Deutschland setzte diese Verpflichtung mit der Ratifizierung 1993 sowie der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt (NBS 2007) um. Die Nationale Strategie zur Biologischen Vielfalt für die Zeit bis 2030 (NBS 2030) führt diesen Weg fort, reagiert auf neue Entwicklungen und greift internationale Vereinbarungen wie den Globalen Biodiversitätsrahmen von Kunming-Montreal und die EU-Biodiversitätsstrategie 2030 auf, einschließlich des Ziels, mindestens 30 Prozent der Land- und Meeresflächen effektiv zu schützen. Trotz dieser weitreichenden Zielsetzungen besteht beim Schutz von Arten und Lebensräumen weiterhin Handlungsbedarf und umso dringlicher ist es, das Management von Schutzgebieten konsequent zu überprüfen und weiterzuentwickeln.