Startseite Umwelt verstehen Angebote vor Ort Ranger*innen in den Nationalen Naturlandschaften
Ranger*innen heißen in Deutschland offiziell Naturwacht, Naturschutzwacht oder Nationalparkwacht. Sie gehören zu einer kleinen Berufsgruppe von derzeit etwa 850 Personen, die sich hauptamtlich um Naturschutz und Gästebetreuung in den Nationalen Naturlandschaften, in Naturschutzbehörden und in Biologischen Stationen kümmern.
Unsere Rangerinnen und Ranger leisten die professionelle Schutzgebietsbetreuung in Nationalparken, Naturparken, Biosphärenreservaten, Wildnisgebieten und weiteren Schutzgebieten, wie Natura-2000-Gebieten. Sie sind kompetente und sympathische Botschafter*innen ihres Gebietes. Sie schützen natürliche Lebensräume, Tier- und Pflanzenarten und begeistern Menschen für die Natur.
Ranger*innen bieten rund um das Jahr geführte Touren in der Natur an. Dabei vermitteln
sie auf ihren Exkursionen Wissen zu Arten und
Lebensräumen sowie Schutzmaßnahmen.
Im Junior Ranger-Programm setzen Kinder und Jugendliche gemeinsam mit unseren Ranger*innen Naturschutz- und Nachhaltigkeitsprojekte um. Weitere Angebote richten sich an Kitas, Schulen und außerschulische Gruppen.
Fachkundig und mit Teamgeist leiten Ranger*innen engagierte Menschen an, die selbst zum Naturschutz beitragen möchten. Du auch? Stöbere in unseren über 150 Projekten und finde dein Mitmachangebot.
Im Rahmen regelmäßiger Gebietskontrollen beobachten Ranger*innen Entwicklungen der Landschaft, dokumentieren Störungen und überprüfen Wege, Beschilderungen und Rastplätze.
Ranger*innen erhalten und schaffen wertvolle Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten, indem sie zum Beispiel Nisthilfen für Vögel bauen, Fledermausquartiere betreuen, Orchideen- und Schmetterlingswiesen entbuschen.
Ranger*innen erfassen mit wissenschaftlichen Methoden, wie sich die Bestände gefährdeter Arten und Lebensräume entwickeln. Dabei erheben sie auch relevante Umweltinformationen, wie Wasserstand und -qualität.
Der Beruf Ranger*in ist anspruchsvoll, abwechslungsreich und zukunftsrelevant. Ranger*innen tragen wesentlich dazu bei, dass Schutzgebiete wirkungsvoll sind und rechtliche Verpflichtungen erfüllen.
Seit 1998 gibt es ein bundesweit anerkanntes Berufsbild: Geprüfte*r Natur- und Landschaftspfleger*in. Außerdem bietet die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNE) seit einigen Jahren im Bachelor-Studiengang „Landschaftsnutzung und Naturschutz“ eine Vertiefung „Schutzgebietsbetreuung“ an. Diese bereitet die Studierenden auf den Berufsalltag mit Aufgaben wie Artenschutz, Landschaftspflege, Monitoring, Bildung, Öffentlichkeitsarbeit u. A. vor.
Als Vereinigung der Ranger*innen in Deutschland hat sich 1995 der Bundesverband Naturwacht e. V. (German Ranger Association) gegründet. Seine Aufgaben sind vor allem, die Mitglieder in Deutschland in Fragen der Aus- und Fortbildung offiziell zu vertreten, die Öffentlichkeitsarbeit zum Berufsbild zu verstärken und eine Plattform für Mitglieder und Interessierte zum Informationsaustausch, zur Kontaktpflege und zur Fortbildung zu schaffen. Auch für die vielen ehrenamtlich Aktiven im Naturschutz ist der Bundesverband offen.