Jahresbericht 2020

Inhaltsverzeichnis

Mitgliederservice & Veranstaltungsmanagement

Vogelperspektive auf eine Gruppe freundlich winkende Menschen, die sich in Form des NNL-Punktlogos aufgestellt haben

Unsere Vision

Wir sind davon überzeugt, dass unsere Mitglieder das Rückgrat unseres Verbandes sind.

Wir stellen uns eine Zukunft vor, in der das gemeinschaftliche, kompetente und überzeugende Handeln sowie die gegenseitige Wissensvermittlung der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen als „Team Nationale Naturlandschaften“ von innen wirkend wesentlich zum dauerhaften Erfolg der Nationalen Naturlandschaften und zur Gestaltung einer lebenswerten Zukunft beitragen.

Als Dachverband sind wir bestrebt, einen bestmöglichen Austausch zwischen unseren Mitgliedern zu ermöglichen. Zu diesem Zweck unterstützen wir die Organisation zahlreicher Veranstaltungen, unterhalten für unsere Arbeitsgruppen digitale Dokumentationsportale, pflegen Kontaktdatenbanken und bereiten Verbandsinformationen regelmäßig in anschaulichen Mailings auf.

In unserer Rolle als deutsche Sektion der EUROPARC Federation vertreten wir unsere Mitglieder über nationale Grenzen hinaus und unterstützen den Ausbau der europäischen und internationalen Zusammenarbeit.

Unser Service für die Mitgliedschaft

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Das Team der Geschäftsstelle von Nationale Naturlandschaften e. V.
© © Atelierberlin ! Fotografie
Das Team der Geschäftsstelle von Nationale Naturlandschaften e. V.
© © Atelierberlin ! Fotografie
Mit der Stärkung unseres Services für die Mitgliedschaft ab 2020 wollen wir intensiver auf die Wünsche und Anregungen unserer Mitglieder eingehen und unseren Service kontinuierlich ausbauen. Unsere Aufgabe ist es, unseren Mitgliedern einen bestmöglichen Austausch zu ermöglichen und ihnen regelmäßig relevante Verbandsinformationen zukommen zu lassen.
Neuer Bereich Die Einführung der neuen Beitragsordnung zum Jahr 2020 hat dazu beigetragen, dass der Mitgliederservice des Verbandes gestärkt und ausgebaut werden konnte. Der neu geschaffene Bereich „Mitgliederservice & Veranstaltungsmanagement“ bündelt verschiedene Aufgaben, die zuvor zum Teil von den Mitarbeitenden der Geschäftsstelle neben der Umsetzung von Projekten bewerkstelligt wurden. Wir verstehen uns als „Team Nationale Naturlandschaften“. Gemeinsam mit den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Nationalen Naturlandschaften streben wir eine engere Zusammenarbeit an und fördern den gegenseitigen Wissenstransfer. Um die Kommunikation besser zu gestalten, haben wir dafür die neue E-Mail-Adresse team@nationale-naturlandschaften.de eingerichtet. Über diese Adresse werden die Verbandsinformationen und Anliegen aus der Mitgliedschaft regelmäßig in anschaulichen Mailings aufbereitet und versendet. Gestärkter Austausch Zum Jahresbeginn haben wir allen Arbeitsgruppen ein digitales Dokumentationsportal mit einem passwortgeschützten Zugang zur Verfügung gestellt. Diese arbeitsgruppenspezifischen Portale dienen dazu, relevante Dokumente und Präsentationen allen Mitgliedern der betreffenden Arbeitsgruppe zugänglich zu machen. Die Unterstützung, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen für unsere Mitglieder ist ebenfalls ein erweiterter Service des Dachverbandes, der insbesondere im Corona-Jahr durch die Bereitstellung von digitalen Austauschformaten eine essenzielle Bedeutung gewonnen hat. Als deutsche Sektion der EUROPARC Federation vertreten wir unsere Mitglieder über nationale Grenzen hinaus und bringen uns aktiv in die Gestaltung von Prozessen und den europäischen Erfahrungsaustausch im Sinne unserer Mitglieder ein. Diesbezügliche Aktivitäten werden detaillierter im Bericht zur EUROPARC Federation ausgeführt. Unterstützung der Breitenwirkung der Nationalen Naturlandschaften Wir sehen unsere Mitglieder als Rückgrat unseres Verbandes an, daher möchten wir künftig auch die bundesweite Öffentlichkeitsarbeit für die Nationalen Naturlandschaften stärken. Wir möchten darüber die Bekanntheit und Wertschätzung der Nationalen Naturlandschaften in der Gesellschaft und Politik erhöhen. Dies erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Bereich „Öffentlichkeitsarbeit & Politikberatung“. In diesem Rahmen möchten wir auch regelmäßig die wichtigsten Jubiläen unserer Mitglieder würdigen und über die Kanäle der Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes kommunizieren. Wie geht es 2021 weiter? Wir werden unseren Service auf Verbandsebene weiter ausbauen und an die Bedürfnisse unserer Mitglieder anpassen. Dazu planen wir einen internen Mitgliederbereich auf der Webseite von Nationale Naturlandschaften e. V., über den sich unsere Mitglieder kontinuierlich über aktuelle Verbandsthemen und geplante Veranstaltungen informieren können. Höhepunkt wird die Durchführung der gemeinsamen Jahrestagung mit dem Verband Deutscher Naturparke e. V. im November 2021 im Naturpark Lüneburger Heide sein.

Zusammenarbeit mit der EUROPARC Federation

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Spannende Diskussionen und lehrreiche Beiträge gab es auch bei der digitalen Ausgabe der EUROPARC Conference 2020.
Spannende Diskussionen und lehrreiche Beiträge gab es auch bei der digitalen Ausgabe der EUROPARC Conference 2020.
Die Natur kennt keinen Grenzen. Die EUROPARC Federation vernetzt als Dachverband die europäischen Großschutzgebiete und fördert die internationale Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen. Nationale Naturlandschaften e. V. unterstützt als deutsche Sektion die Arbeit der EUROPARC Federation und bringt sich aktiv in die Gestaltung von Prozessen und den europäischen Erfahrungsaustausch ein.
Stärkere Zusammenarbeit Auf Wunsch unserer Mitgliedschaft haben wir die Zusammenarbeit und den Informationsaustausch mit der EUROPARC Federation im Jahr 2020 weiter intensiviert und ausgebaut. In beiden Verbänden gibt es nun feste Ansprechpersonen, die regelmäßig die gemeinsamen Aktivitäten planen und abstimmen. Strategieprozess der EUROPARC Federation Im Jahr 2020 diskutierten Vertreter:innen der EUROPARC Federation und der Sektionen auf mehreren Online-Workshops die künftige europaweite Strategie. Diese soll ab 2022 die Arbeit der Großschutzgebiete in Europa noch effektiver unterstützen. Da die Strategie von den europäischen Großschutzgebieten gleichermaßen mitentwickelt und mitgetragen werden soll, haben wir als Dachverband im Frühjahr 2020 unsere Mitgliedschaft nach ihren konkreten Erwartungen an die Zusammenarbeit mit der EUROPARC Federation befragt. Die Auswertung der Befragung zeigte, wie wichtig unseren Mitgliedern die internationale Vernetzung mit der EUROPARC Federation und die Wahrnehmung der Vertretung durch Nationale Naturlandschaften e. V. ist. Darüber hinaus haben unsere Mitglieder die Bedeutung der EUROPARC Federation als gemeinsame Stimme der europäischen Großschutzgebiete hervorgehoben, die deren Interessen gegenüber Politik und Öffentlichkeit auf europäischer Ebene stark vertreten kann. EUROPARC Conference 2020 Auch 2020 lud die EUROPARC Federation zur alljährlichen EUROPARC Conference ein. Die Veranstaltung sollte ursprünglich im Nationalpark Neusiedler See in Österreich stattfinden, wurde aber aufgrund der Corona-Pandemie digital durchgeführt. Unter dem Motto „Our new Future – How ready are we?” wurde die zukünftige Umsetzung der Biodiversitätsstrategie 2030 diskutiert. Das digitale Format fand großen Anklang unter den europäischen Mitgliedern – 210 Teilnehmende aus 24 Ländern, darunter auch einige deutsche Schutzgebiete – beteiligten sich an der digitalen Ausgabe der EUROPARC Conference. Auch wir nutzten die weitreichende Plattform, um über aktuelle Aktivitäten und Projekte der Geschäftsstelle zu berichten – so erfuhr unser neues Projekt „Voluntourismus in den Nationalen Naturlandschaften“ aufgrund seiner Vorreiterrolle und Modellhaftigkeit großen Zuspruch unter Europas Schutzgebieten. Wie geht es 2021 weiter? Im Jahr 2021 werden wir den angestoßenen Prozess der stärkeren internationalen Vernetzung und Kooperation voller Elan fortführen. Arbeitsbereiche, Aktivitäten und Projekte wollen wir gemeinsam mit der EUROPARC Federation zukünftig noch stärker aufeinander ausrichten – zum Nutzen aller Schutzgebiete in Europa. Die EUROPARC Conference 2021 soll – sofern die Umstände es ermöglichen – vom 4. bis 8. Oktober 2021 unter dem Motto „Tribute to our Landscape – Where Nature and People meet in Harmony“ in Leeuwarden in den Niederlanden stattfinden.

Jubiläen unserer Mitglieder

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© @ Stephanie Schubert / Nationale Naturlandschaften e. V.
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Nationalpark Bayerischer Wald
© Franz Leibl
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Nationalpark Harz
© @ Neele Larondelle / Nationale Naturlandschaften e. V.
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Nationalpark Sächsische Schweiz
© Stephanie Schubert/Nationale Naturlandschaften e. V.
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Müritz-Nationalpark
© Stephanie Schubert/Nationale Naturlandschaften e. V.
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Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft
© Katrin Bärwald
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Nationalpark Jasmund
© Ingolf Stodian
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Biosphärenreservat Südost-Rügen
© Stephanie Schubert/Nationale Naturlandschaften e. V.
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Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin
© Stephanie Schubert/Nationale Naturlandschaften e. V.
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Biosphärenreservat Spreewald
© Anja May/Nationale Naturlandschaften e. V.
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Biosphärenreservat Mittelelbe
© Stephanie Schubert/Nationale Naturlandschaften e. V.
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Biosphärenreservat Rhön
© Neele Larondelle/Nationale Naturlandschaften e. V.
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Biosphärenreservat Thüringer Wald
© Jan Wildefeld/Nationale Naturlandschaften e. V.
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Biosphärenreservat Schaalsee
© Susanne Hoffmeister
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Biosphärenreservat Drömling
© @ Biosphärenreservatsverwaltung Drömling
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Naturpark Märkische Schweiz
© @ VDN-Fotoportal / T. Jahnke
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Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer
© Richard Czeck / NLPV
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Biosphärenreservat Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und Halligen
© @ Stephanie Schubert / Nationale Naturlandschaften e. V.
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Biosphärenregion Berchtesgadener Land
© @ Biosphärenregion Berchtesgadener Land
© @ Stephanie Schubert / Nationale Naturlandschaften e. V.
Viele der Nationalen Naturlandschaften können mittlerweile auf eine langjährige Entwicklung zurückblicken. Vom Wattenmeer an der Nordseeküste über ausgedehnte alte Buchenwälder und klare Seen im Tiefland und Mittelgebirge, vom Alpenvorland bis hin zum Hochgebirge schützen und erhalten unsere „Schatzkammern der Natur“ die biologische Vielfalt, laden zum Erleben und Erholen ein, sorgen für eine nachhaltige und naturverträgliche Regionalentwicklung in den Regionen. Wir möchten an dieser Stelle die wichtigsten Jubiläen unserer Mitglieder noch einmal würdigen.
Jubiläen 2020 Viele Nationale Naturlandschaften begingen 2020 ein besonderes Jubiläum:
  • 50 Jahre Nationalpark Bayerischer Wald
  • 30 Jahre Nationalparkprogramm mit den Gründungsjubiläen von 5 Nationalparken, 6 Biosphärenreservaten und 3 Naturparken in der ehemaligen DDR
  • 30 Jahre Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer
  • 30 Jahre Biosphärenreservat Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und Halligen
  • 30 Jahre Biosphärenregion Berchtesgadener Land
  • 20 Jahre Biosphärenreservat Schaalsee
Der Nationalpark Bayerischer Wald wurde 1970 gegründet und ist damit der älteste Nationalpark Deutschlands. Seit dieser Zeit wird die Natur schrittweise sich selbst überlassen und bringt eine erstaunlich reiche und vitale Vielfalt hervor. Zusammen mit dem angrenzenden Nationalpark auf der tschechischen Seite bildet er das größte zusammenhängende Waldschutzgebiet Mitteleuropas. Der Nationalpark Bayerischer Wald hat als Vorreiter für die anderen Schutzgebiete in Deutschland eine beeindruckende Naturschutzpraxis vorgelebt, die aus heutiger Sicht zum Teil diskutierbar ist, die damals ihrer Zeit weit voraus war. Er beflügelte in der Zeit der deutschen Wiedervereinigung auch die Gründung der Nationalparke in der ehemaligen DDR. Die Erfahrungen des Personals im Bayerischen Wald waren für die anderen Nationalparke in deren Anfangszeit äußerst hilfreich. Mit dem Nationalparkprogramm gelang etwas ganz Besonderes: Vor 30 Jahren wurden als eine der letzten Amtshandlungen der DDR-Regierung in Ostdeutschland 14 Großschutzgebiete ausgewiesen, die auch gern als „Tafelsilber der Deutschen Einheit“ bezeichnet werden. Die Idee dahinter war, auf einem großen Teil der Landesfläche nicht nur Nationalparke, sondern vor allem auch Biosphärenreservate und Naturparke einzurichten – damals eine Pionierleistung, die nicht ohne Folgen blieb. In den folgenden Jahren gelang es, 13 weitere Naturparke, die im Einheitsvertrag zunächst nur einstweilig gesichert waren, dauerhaft unter Schutz zu stellen. Das Nationalparkprogramm und die Unterschutzstellung von Natur und Landschaft führten auch insgesamt zu einer höheren Wertschätzung der Natur. Im Folgenden möchten wir die fünf „Jubilare“ aus den Reihen der Nationalparke kurz vorstellen.
  • Nationalpark Harz: Der sogenannte Hochharz in Sachsen-Anhalt wurde 1990 als Nationalpark gesichert. Seit 2006 bildet er mit dem niedersächsischen Teilgebiet den länderübergreifenden Nationalpark Harz und schützt auf fast 25.000 Hektar Fläche eine einzigartige Mittelgebirgs- und Waldlandschaft mit zahlreichen seltenen Tier- und Pflanzenarten.
  • Nationalpark Sächsische Schweiz: Der einzige Felsen-Nationalpark in Deutschland besteht aus zwei Teilflächen, die zusammen 9.300 Hektar umfassen. Entstanden sind die Sandsteinformationen durch die Erosionskraft der Elbe, die sich am Fuße der Gebirgslandschaft entlangschlängelt. In dieser Landschaft scheint die Natur „Kopf zu stehen“, denn auf den schwindelerregenden Felsen ist es im Sommer trocken und heiß, in den tiefen Schluchten hingegen feucht und kühl.
  • Müritz-Nationalpark: Östlich der Müritz – dem zweitgrößten Binnengewässer in Deutschland – gelegen, dient er dem Schutz der artenreichen mecklenburgischen Wald- und Seenlandschaft. Mit einer Fläche von über 32.000 Hektar ist er der größte Waldnationalpark Deutschlands. Unzählige Moore und Seen unterbrechen das überwiegend bewaldete Gebiet. Daher wird es auch „Land der tausend Seen“ genannt.
  • Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft: Der drittgrößte Nationalpark Deutschlands umfasst 78.600 Hektar und reicht vom Darß bis zur Halbinsel Bug auf Rügen. Ostsee und Boddengewässer machen über 80 % des Nationalparks aus. Die Boddengewässer, die Lagunen der Ostsee, sind Markenzeichen des Nationalparks. Umrahmt von Schilfgürteln sind die flachen Küstengewässer bei Wasservögeln ein beliebter Rastplatz. Durch zeitweise Überflutung und Beweidung bildeten sich Salzgraswiesen mit ihrer ganz eigenen, an den Salzgehalt der Ostsee angepassten Vegetation. Aber auch sonst bietet der Nationalpark eine große Vielfalt an Lebensräumen: Dünen, Magerrasen, Heideflächen und Wälder wechseln sich ab.
  • Nationalpark Jasmund: Deutschlands kleinster Nationalpark liegt an der Ostküste Rügens. Er hat eine Größe von 3.100 Hektar (davon 2.400 ha Land- und 700 ha Wasserflächen). Der Königsstuhl ist der wohl bekannteste Kreidefelsen und mit fast 120 Metern die höchste Stelle im Nationalpark. Eiszeitliche Gletscher formten die Gestalt der Landschaft. 70 Millionen Jahre Erdgeschichte lassen sich in der Geologie des Gesteins ablesen.
30 Jahre Nationalparkprogramm begingen 2020 auch die folgenden sechs Biosphärenreservate:
  • Biosphärenreservat Südost-Rügen: Es hat eine Größe von 22.800 Hektar. In der zerklüfteten Küstenlandschaft zeigt sich die enge Verzahnung von Land und Meer. Aber auch der Mensch hat hier in den vergangenen Jahrtausenden deutliche Spuren in der Landschaft hinterlassen. Davon zeugen die Hutewälder, Heiden, Trockenrasen sowie Salz- und Feuchtwiesen mit ihrer großen Artenvielfalt.
  • Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin: Es ist mit einer Fläche von um die 130.000 Hektar eines der größten Schutzgebiete Deutschlands. Das Gebiet ist nicht nur groß, sondern auch vielfältig: Es enthält Anteile des Oderbruchs, hügelige Offenlandschaften, die komplette glaziale Serie mit Grund- und Endmoränen, Sandern und Urstromtälern, Wälder und Moore sowie zahlreiche Seen. Im Biosphärenreservat liegen aber auch zahlreiche kleine Ortschaften, die von der langen Nutzungsgeschichte zeugen.
  • Biosphärenreservat Spreewald: Der weiter südlich gelegene Spreewald bedeutet auf Niedersorbisch „Sumpf“. Und das sagt schon Einiges über die Landschaft aus. Es ist ein Niederungsgebiet mit ausgedehnten Auen und Mooren und durchzogen von einem etwa 1.500 Kilometer langen Netz aus Fließgewässern. Charakteristisch für den Spreewald sind dabei die künstlich angelegten Kanäle, die auch heute noch als Transportwege genutzt werden. Das Biosphärenreservat umfasst eine Fläche von 47.500 Hektar.
  • Biosphärenreservat Mittelelbe: Es liegt in Sachsen-Anhalt und ist Teil des fünf Bundesländer übergreifenden UNESCO-Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe, das auf mehr als 280.000 Hektar eine der letzten naturnahen Flusslandschaften Mitteleuropas repräsentiert. Bereits 1979 wurde der „Steckby-Lödderitzer Forst“ als eines von zwei Biosphärenreservaten in der DDR von der UNESCO ausgewiesen und 1988 um weitere Flächen bei Dessau und Wörlitz erweitert. Im Zuge des Nationalparkprogramms wurden 1990 weitere Flächen einbezogen. Das neue Biosphärenreservat „Mittlere Elbe“ wurde 2006 in „Mittelelbe“ umbenannt. Charakteristisch für einen großen Fluss oder Strom ist der Wechsel zwischen zeitweiser Überstauung bei Hochwasser und Austrocknen bei Niedrigwasser. Hier überleben nur Arten, die in der Lage sind, den rauen Bedingungen zu trotzen. Jenseits der Ufer gedeiht der größte zusammenhängende Hartholzauenwald Mitteleuropas.
  • Biosphärenreservat Rhön: Es umfasst eine Fläche von 243.300 Hektar. Als „Land der offenen Fernen“ erstreckt sich die weite Hügellandschaft im Dreiländereck Bayern, Hessen und Thüringen. Als länderübergreifendes Biosphärenreservat wurde es von der UNESCO 1991 anerkannt – zur damaligen Zeit das erste länderübergreifende Biosphärenreservat in Deutschland. Der thüringische Teil der Rhön wurde als Biosphärenreservat schon ein Jahr zuvor durch das Nationalparkprogramm gesichert. Die Kulturlandschaft der Rhön ist im Laufe vieler Jahrhunderte entstanden. Ackerbau, Mahd, Beweidung und Waldwirtschaft schufen eine Vielzahl an Lebensräumen für unterschiedliche Tier- und Pflanzenarten. Charakteristisch sind die großflächigen Streuobstwiesen, die im Unterwuchs bei entsprechender Pflege artenreiche Blütenwiesen hervorbringen.
  • Biosphärenreservat Thüringer Wald: Ein Teilgebiet des heutigen Biosphärenreservats, das Vessertal, wurde bereits 1979 unter Schutz gestellt. Seitdem hat sich seine Fläche wiederholt vergrößert, u. a. 1990 im Zuge des Nationalparkprogramms. 2016 wurde es in Biosphärenreservat Thüringer Wald umbenannt. Heute bewahrt das Biosphärenreservat auf einer Fläche von fast 33.700 Hektar einen repräsentativen Landschaftsausschnitt des Thüringer Waldes. Mit über 80 % Waldanteil ist es das älteste Waldbiosphärenreservat in Deutschland. Die Region wird aber auch geprägt durch traditionsreiche Nutzungen wie die Glasbläserei und die Forstwirtschaft.
Im Rahmen des Nationalparkprogramms wurden vor 30 Jahren auch drei Naturparke eingerichtet:
  • Naturpark Schaalsee: Das Gebiet rund um den See war viele Jahrzehnte Sperrgebiet der innerdeutschen Grenze, bevor es 1990 als Naturpark gesichert wurde. Der Schaalsee selbst ist bis zu 71 Meter tief und damit der tiefste See Norddeutschlands. Die Landschaft ist durch ein abwechslungsreiches Mosaik aus Mooren, Seen, Feldern, Weiden, Feuchtwiesen und naturnahen Buchenwäldern geprägt. Zehn Jahre später wurde es zum Biosphärenreservat Schaalsee umbenannt und feierte im Jahr 2020 sein 20-jähriges Jubiläum. Mittlerweile umfasst das Schutzgebiet 31.000 Hektar.
  • Naturpark Drömling: Auf sage und schreibe mehr als 1.700 Kilometern durchziehen Wasserläufe das Gebiet, weswegen es auch „Land der tausend Gräben“ genannt wird. Sie sind Lebensraum und Wanderweg für viele Tierarten. Aber auch aus kultur- und nutzungsgeschichtlicher Sicht sind die zu Zwecken der Moorkultivierung angelegten Grabensysteme und Kanäle interessant. Darüber hinaus prägen vor allem Wiesen und Äcker, Baumreihen und Hecken die naturnahe Kulturlandschaft. Seit 2019 ist das Gebiet als Biosphärenreservat Drömling anerkannt und umfasst 27.800 Hektar.
  • Naturpark Märkische Schweiz: Ihren Namen verdankt die Region sehr wahrscheinlich Schweizer Kunststudenten, die Anfang des 19. Jahrhunderts dort wanderten und sich an ihre Heimat erinnert fühlten. Das Auf und Ab der Landschaft ist das Ergebnis der Eiszeit. Sie formte das hügelige Höhenprofil, schuf Täler und Sölle, ließ Findlinge und Schmelzwasserrinnen zurück. Für Brandenburg sind die Höhenunterschiede einmalig. Die Vielgestaltigkeit der Landschaft ließ eine Fülle an Kleinstlebensräumen mit einem hohen Artenreichtum entstehen. Der Naturpark umfasst eine Fläche von 20.500 Hektar.
Gleich doppelten Geburtstag feierte das Wattenmeer! Vor 30 Jahren wurde der Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer gegründet, um den Lebensraum der Seehunde zu schützen, die damals stark rückläufig waren. Mittlerweile haben sich die Bestände erholt und sogar die Kegelrobbe ist wieder zurück. Mit einer Fläche von knapp 13.800 Hektar ist er der kleinste der drei Wattenmeer-Nationalparke. 1990 wurde auch das Biosphärenreservat Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer gegründet. Seine Fläche entsprach in etwa der des gleichnamigen, 1985 gegründeten Nationalparks. Im Jahr 2004 kamen die fünf bewohnten Halligen hinzu. Seitdem heißt das nunmehr 443.100 Hektar umfassende Gebiet Biosphärenreservat Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und Halligen. Ebenfalls vor 30 Jahren wurde die Biosphärenregion Berchtesgadener Land als UNESCO-Biosphärenreservat international anerkannt. Auf einer Fläche von 84.000 Hektar repräsentiert sie alle Ökosysteme der nördlichen Kalkalpen und des Voralpenlandes. Die streng geschützte Kernzone der Biosphärenregion liegt vollständig im Nationalpark Berchtesgaden mit seinen hochalpinen Regionen. Einen besonderen Fokus legt die Biosphärenregion auf die Erhaltung und Förderung der traditionellen Kulturlandschaft. Neben der Salzgewinnung war die Region v. a. durch Forst- und Almwirtschaft geprägt.

Lesetipp „einFlussReich“

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Luftbild: Elbe bei Tiessau
© Jürgen Borris
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© Jürgen Borris
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Kraniche
© Jürgen Borris
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Flussaue Schwarzpappel
© Jürgen Borris
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© Jürgen Borris
Luftbild: Elbe bei Tiessau
© Jürgen Borris

Buchdeckel „einFlussReich“
Buchdeckel „einFlussReich“

 

„Über das UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe ist jetzt erstmals ein reich bebildertes Buch entstanden, das den Natur- und Kulturraum dieses größten binnenländischen Biosphärenreservats in Deutschland im Zusammenhang beschreibt. Auf 184 Seiten wird der wilde Strom im Herzen Europas mit seinen Auen und der begleitenden Kulturlandschaft mit 228 brillanten Fotografien ins Bild gesetzt. […] In zehn Kapiteln beschreiben die Autoren in Wort und Bild, wie sich diese Flusslandschaft entwickelt hat, welche typischen Lebensräume und Lebensgemeinschaften sich hier erhalten haben und wie diese heute geschützt werden. Mit eindrucksvollen Fotografien werden die Elbe selbst und ihre Ufer, die Vielfalt der Stillgewässer, die bunten Auenwiesen und Auwälder mit den hier lebenden Pflanzen und Tieren dargestellt, aus der Nähe ebenso wie vielfach auch im Überblick aus luftiger Höhe. Aber auch die besonderen Merkmale der gewachsenen Kulturlandschaft werden dokumentiert. Dazu gehören die historisch überregional bedeutsamen Kulturstätten entlang der Elbe, die UNESCO Welterbestätten in Wittenberg und im Raum Dessau ebenso wie malerische Städte am Elbufer wie Tangermünde oder Havelberg und manch weitere historische Siedlungen und Bauwerke.“ (Auszug aus der Presseinformation der beiden Autoren vom 17. Dezember 2020)

Bildautor ist der bekannte Tier- und Landschaftsfotograf Jürgen Borris aus Neuhaus/Solling. Er hat sich über mehrere Jahre hinweg intensiv mit der Elbe, ihrer naturnah erhaltenden Auenlandschaft und den hier beheimateten Lebewesen beschäftigt.

Der erläuternde Text stammt aus der Feder von Dr. Johannes Prüter, Mitglied des deutschen MAB-Nationalkomitees und ehemaliger Leiter der Biosphärenreservatsverwaltung „Niedersächsische Elbtalaue“ in Hitzacker.

Unterstützt wurde das Buchprojekt von den Biosphärenreservatsverwaltungen aller beteiligten Bundesländer.

Lesetipp „INNENANSICHTEN“

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Fruchtendes Wollgras im Moor
© Klaus Pape
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© Klaus Pape
Fruchtendes Wollgras im Moor
© Klaus Pape

INNENANSICHTEN – Erfahrungen und Erfolge, Hindernisse und Annäherungen

Buchdeckel „Innenansichten - Erfahrungen und Erfolge, Hindernisse und Annäherungen“ Die Autor:innen des Buches haben den 30. Jahrestag des UNESCO-Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin zum Anlass genommen, „die Entwicklungen unter die Lupe zu nehmen, ihre Erfahrungen zu vermitteln und die Innenansichten der Akteure zu erfragen. Neben einer Sammlung seltener, mitunter kaum öffentlich zugänglicher Dokumente finden sich im Buch zahlreiche Interviews mit den Akteuren, die durch ihr Wirken selbst an der Entwicklung teilgenommen haben. Die intensive Befragung von Zeitzeugen ermöglicht den authentischen Blick ins „Innere“ des Biosphärenreservates und macht das Buch zu einem wahrhaftigen Zeitzeugnis über die zurückliegenden drei Jahrzehnte. Geschildert wird neben den furiosen Ereignissen der Gründungsgeschichte des Biosphärenreservates auch der Aufbau der Naturwacht im Gebiet – eine Pionierleistung in der Bundesrepublik. Dargestellt werden die Reaktionen in der Bevölkerung, die plötzlich vor die Tatsache gestellt wurde, in einem Biosphärenreservat zu leben: Wie gelang es, Akzeptanz für eine solche Veränderung zu erhalten? Wer sind heute diejenigen, die sich aktiv an der Fortentwicklung im Schutzgebiet beteiligen? Und worin liegt die ungebrochene Anziehungskraft des Biosphärenreservates auf Menschen, die herkommen um hier zu leben? Antworten darauf gibt das Buch, und es legt auch offen, welche Schwierigkeiten und Hindernisse auf dem Weg lagen und mit welchen Problemen heute gerungen wird.“ (Auszug aus der Pressemeldung des UNESCO-Clubs Joachimsthal vom 26. August 2020) Beate Blahy gehörte zu den ersten 200 ABM-Kräften, die 1991 die Naturwacht Brandenburg bildeten und den Großschutzgebieten zugeordnet wurden. Nach zweieinhalb Jahren übernahm sie die Leitung der Naturwacht im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, wechselte im Jahr 1997 in das Referat Öffentlichkeitsarbeit und betreute dort neben anderen Aufgaben schwerpunktmäßig die internationalen Beziehungen und Partnerschaften des Schutzgebietes. Von 1999 bis 2008 führte sie den Bundesverband Naturwacht e. V., zu dessen Gründungsmitgliedern sie gehört. Dr. Eberhard Henne übernahm von 1991 bis 2008 die Leitung des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin. Von 1998 bis 1999 übte er das Amt des Brandenburger Umweltministers aus und konnte in dieser Zeit einige Weichen zur Ökologisierung der Landnutzung stellen, vor allem aber die Bedeutung der Großschutzgebiete auf politischer Ebene formulieren. Von 2000 bis 2009 führte er unseren Dachverband. Anschließend war er für einige Jahre im Vorstand des EUROPARC Federation e. V. und vertrat dort die deutschen Schutzgebiete. Klaus Pape arbeitete von 1993 bis 2015 im Bereich Öffentlichkeitsarbeit, Umweltbildung/Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) der Biosphärenreservatsverwaltung Schorfheide-Chorin. Bis 2015 beteiligte sich er als Vertreter der Brandenburgischen Großschutzgebiete in der Arbeitsgruppe des Umweltministeriums an der Entwicklung des BNE-Aktionsplanes des Landes Brandenburg.

Lesetipp zu „Wilder Wald“

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© Rainer Simonis
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© Rainer Simonis
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basthirsch im juni
© Rainer Simonis
© Rainer Simonis

Wilder Wald – Europas Pionier für die Wälder der Zukunft

Buchdeckel „Wilder Wald - Europas Pionier für die Wälder der Zukunft“ „Der Nationalpark Bayerischer Wald ist grenzenlos wild. In Deutschlands ältestem Großschutzgebiet können sich Wälder, Moore, Bäche und Seen nach ureigenen Gesetzen zu einer einzigartigen Landschaft mit außerordentlicher Artenvielfalt entwickeln. So wurde der wilde Wald zum Rückzugsraum für viele vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen. In ihrem Buch feiert Alexandra von Poschinger nun das 50-jährige Bestehen von Deutschlands erstem Nationalpark und mehr noch dessen Erfolg jahrzehntelanger Beobachtungen und Forschung im Ökosystem Wald. Denn weltweit steht der Nationalpark Bayerischer Wald als wegweisendes Vorbild für besonders gelungenen Naturschutz. In Reportagen, Essays und Porträts gewährt das Buch Einblick in den aktuellen Stand des Wissens aus Natur-, Klima- und Umweltforschung und zeigt die Wichtigkeit von Großschutzgebieten für den dauerhaften Erhalt unserer Natur in ihrer Vielfalt auf. Dazu kommen zahlreiche Persönlichkeiten in Interviews und Gastbeiträgen zu Wort und berichten, was wir vom Pionier für die Wälder der Zukunft lernen können und was sie mit dem Nationalpark verbinden […]. In ihrem Vorwort hebt UN-Friedensbotschafterin Jane Goodall die internationale Bedeutung dieses herausragenden Projekts hervor. Mit sensationellen Fotos von Rainer Simonis zeigt dieser Band schließlich die ganze Faszination des Nationalparks.“ (Auszug aus dem Pressetext des Knesebeck Verlags zum 50. Jubiläum des Nationalparks am 7. Oktober 2020) Die Textautorin Alexandra von Poschinger lebt im Bayerischen Wald und in München. Nach ihrem Studium der Germanistik und Geographie arbeitete sie zehn Jahre lang für die Passauer Neue Presse und den Bayerischen Rundfunk sowie im Anschluss als PR-Redakteurin und Projektmanagerin in einer Agentur. 2012 machte sich die Journalistin, Buchautorin und Kulturmanagerin selbstständig. Sie schreibt für Tageszeitungen und Magazine sowie als Buchautorin für renommierte Verlage, darunter den Berliner DISTANZ Verlag und DIE ZEIT Verlagsgruppe. Der Bildautor Rainer Simonis kennt den Nationalpark Bayerischer Wald fast besser als sein Wohnzimmer. Aufgewachsen in Waldkirchen, verschlug es ihn nach dem Studium der Forstwirtschaft zurück in die Heimat. 1993 trat er den Dienst vor Ort an und leitete von 1996 bis Juni 2020 die Nationalpark-Dienststelle Finsterau. Bei seinen täglichen Streifzügen durch die Wälder nimmt er Flora und Fauna mit der Kamera ins Visier.