Jahresbericht 2023

Inhaltsverzeichnis

Berichte aus den Arbeitsgruppen

Unsere Vision

Biosphärenreservate

„UNESCO-Biosphärenreservate, Biosphärengebiete und Biosphärenregionen sind weltweit vernetzt und eine wichtige Säule im Dachverband. Sie arbeiten in der Arbeitsgruppe Biosphärenreservate fachlich zusammen und sind Impulsgeber in ihrer Region.“

AG-Sitzungen Die Arbeitsgruppe der Biosphärenreservate (AGBR) traf sich im April 2023 im BR Spreewald zusammen mit dem MAB-Nationalkomitee. Wichtige Themen waren die weiterentwickelten Kriterien für die deutschen BR, der Umgang mit zunehmenden Anträgen für Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen, erste Vorbereitungen für die EuroMAB Conference 2024 in Deutschland, eine Nachlese der sehr erfolgreichen Imagekampagne 2022 und die Umsetzung des „Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz“ (ANK) in den BR. Die im Jahr 2022 neu konstituierte Biosphären-AG tagte vorweg und beschloss Einzelheiten zur Fortsetzung der Imagekampagne ab 2023, die dann jedoch nicht so breit angelegt sein wird. Die Herbstsitzung fand im November 2023 im jüngsten deutschen BR Drömling statt. Themen waren u. a. die Vorbereitung und die mediale Begleitung der EuroMAB Conference 2024 im Biosphärenreservat Mittelelbe sowie die Übergabe des Vorsitzes der AGBR von Helga May-Didion aus dem Saarland an Karl-Heinz Lieber aus Baden-Württemberg. Die Biosphären-AG beschäftigte sich außerdem mit deutschlandweiten Initiativen zu weiteren BR und diskutierte die Weiterentwicklung des erfolgreich gegründeten MAB-Jugendforums. Außerdem wurde die Situation der Ranger und Rangerinnen sowie der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Bildungsbereich vorgestellt. Parlamentskreis Seit 2020 existiert im Deutschen Bundestag ein interfraktioneller Parlamentskreis der deutschen Biosphärenreservate, aktuell mit dem Bundestagsabgeordneten Michael Donth aus Baden-Württemberg als Vorsitzenden. Auch der Parlamentskreis hat 2023 zweimal getagt (März und November) und sich mit der Evaluierung von Biosphärenreservaten und der Unterstützung bei der Umsetzung des ANK beschäftigt. Ausblick Im Jahr 2024 wird die EuroMAB Conference erstmalig in Deutschland stattfinden, es wird mit zahlreichen Teilnehmenden, darunter auch aus den USA und Kanada gerechnet. Der nächste Weltkongress der Biosphärenreservate ist für 2025 in China geplant.

Kommunikation

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Auf ihrem Jahrestreffen im BR Bliesgau hat sich die AG Kommunikation den Schwerpunktthemen „Social Media“ und „Wirkungsvolle Möglichkeiten der Regelvermittlung in Schutzgebieten“ gewidmet.
© © V. Solomatin
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Schauspieler Peter Trabner zeigt den Mitgliedern der AG sein Umwelt-Theaterstück „Empedokles. The circle of nature“
© © Michael Lammertz, NLP Eifel
Auf ihrem Jahrestreffen im BR Bliesgau hat sich die AG Kommunikation den Schwerpunktthemen „Social Media“ und „Wirkungsvolle Möglichkeiten der Regelvermittlung in Schutzgebieten“ gewidmet.
© © V. Solomatin
„Im Jahr 2023 haben wir uns gleich zwei Schwerpunktthemen vorgenommen: Neben den immer wichtiger werdenden Social Media standen auf der Tagesordnung auch die vielfältigen und originellen Möglichkeiten, die in Schutzgebieten einzuhaltenden Regeln wirkungsvoll zu vermitteln.“

Die Arbeitsgruppe Kommunikation setzt sich aus den Leitungen der Kommunikationsbereiche in den jeweiligen NNL zusammen. Seit 2022 sind auch Mitglieder des VDN eingeladen und nehmen teil. Während des Jahres erfolgen notwendige Abstimmungen und Meinungsbildungen schriftlich oder telefonisch. Einmal im Jahr trifft sich die AG in einem Großschutzgebiet und bearbeitet ein vorab vereinbartes Schwerpunktthema, möglichst mit Hilfe von externem Input. Darüber hinaus dienen die Jahrestreffen dem Austausch zwischen den NNL und der NNL-Geschäftsstelle sowie der Abstimmung von Strategien und Aktionen zu aktuellen Themen der Kommunikation. Bei Bedarf richtet die AG auch Unterarbeitsgruppen zu aktuellen Themen ein, wie im Herbst 2023 zur Krisenkommunikation. Jahrestreffen im BR Bliesgau Ausrichter des Jahrestreffens vom 28. bis 30. Juni 2023 war die Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservates Bliesgau. 28 Vertretungen aus den NNL, zwei aus der NNL-Geschäftsstelle und eine aus der VDN-Geschäftsstelle waren in die „Toskana Deutschlands“ angereist. Die Gastgebenden vermittelten mit einem Einführungsvortrag und einer halbtägigen Exkursion zu einem interaktiven Orchideenpfad, einem ökologischen Schullandheim und einem Kulturlandschaftszentrum einen äußerst interessanten Einblick in die Naturausstattung und Arbeit ihres Schutzgebietes. Die AG hatte sich für dieses Jahrestreffen gleich zwei Schwerpunktthemen vorgenommen:
  1. Social Media Zunächst präsentierte die damalige stellvertretende AG-Sprecherin Ulrike Müller die Ergebnisse ihrer vorab bei den AG-Mitgliedern durchgeführte Befragung über die Nutzung der unterschiedlichen Kanäle und ihre Erfahrungen – auch über den Arbeitsaufwand. Ein externer Medienprofi vermittelte anschließend Wissenswertes über Kanäle & Netzwerke, Zielgruppen, Formate und rechtliche Aspekte von Social Media. Vor der Diskussion berichtete schließlich Bianca Berlin vom NLP Unteres Odertal eindrucksvoll über ihre praktische Arbeit mit den verschiedenen Kanälen der Sozialen Medien.
  2. Wirkungsvolle Möglichkeiten der Regelvermittlung in Schutzgebieten Der AG-Sprecher Michael Lammertz hatte im Vorfeld von den AG-Mitgliedern Best-Practice-Beispiele gesammelt, bei denen auf originelle, teilweise auch überraschende Weise für die Einhaltung der geltenden Ge- und Verbote in Schutzgebieten geworben wird. Diese Stoffsammlung aus Filmclips, Audios und Plakaten, Schildern und Piktogrammen wurde präsentiert und diskutiert.
Fester Bestandteil der Tagesordnung waren auch wieder der gegenseitige Austausch der anwesenden NNL über aktuelle Themen aus der Kommunikation ihrer Schutzgebiete sowie der Bericht aus der NNL-Geschäftsstelle. Darüber hinaus stellte der Schauspieler Peter Trabner sein Theaterstück „Empedokles. The circle of nature“ vor, das für passende Veranstaltungen in den NNL gebucht werden kann. Ausblick Das nächste Treffen der AG Kommunikation ist für den 24. bis 26. Juni 2024 im UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald geplant. Inhaltlich hat sich die AG dafür das Thema „Krisenkommunikation“ vorgenommen. Schließlich gilt es für die NNL, sich für immer häufiger aufkommende Themen mit größerem Problempotenzial wie Waldbrand oder Borkenkäfer zu präparieren. Zur Vorbereitung hat die AG eine Unterarbeitsgruppe zur Krisenkommunikation eingerichtet, die von Sarah Wendl aus dem NLP Berchtesgaden und Anne Kobarg aus dem NLP Schwarzwald koordiniert wird. Die Stoffsammlung zur Regelvermittlung, die erarbeiteten Dokumente zu Social Media, die Kurzberichte aus den NNL sowie alle anderen Unterlagen stehen allen AG-Mitgliedern im internen Internetbereich zur Verfügung.  

Partner

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Gruppenbild der Partner-AG von der AG-Sitzung im BR Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft
© © Bodo Hering
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Fachlicher Austausch im Kreis der AG Partner
© © Stephanie Schubert / Nationale Naturlandschaften e. V.
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Geografische Aufstellung der Partner-Netzwerke
© © Stephanie Schubert / Nationale Naturlandschaften e. V.
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Exkursion an die Teiche im BR Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft
© © Bodo Hering
Gruppenbild der Partner-AG von der AG-Sitzung im BR Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft
© © Bodo Hering
„Viele Menschen wollen sich für Natur- und Umweltschutz einsetzen. Die Partner-Netzwerke der Nationalen Naturlandschaften ermöglichen Betrieben genau dies: In ihrer Region können sie sich gemeinsam mit den Schutzgebietsverwaltungen, mit gleichgesinnten Betrieben und mit Einheimischen und Gästen für die einzigartige Natur vor ihrer Haustür engagieren. Gemeinsam können wir so viel bewirken.“

AG-Treffen Vom 23. bis 25. Mai 2023 fand das gemeinsame Treffen der AG Partner im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft statt. Im Fokus standen die gemeinsamen Mindestkriterien für Partner-Netzwerke von Nationale Naturlandschaften e. V. und dem Verband Deutscher Naturparke e. V. Während des Treffens wurden sie abschließend diskutiert und fertiggestellt. Anschließend wurden die Mindestkriterien durch die Vorstände der beiden Verbände beschlossen. Weiterer Schwerpunkt des AG-Treffens war der Workshop „Wie bleiben wir als AG Partner Wegbereiter*innen der Zukunft?“. Gemeinsam wurde diskutiert, wofür die Partner-Netzwerke in 10 Jahren stehen und was die Partner-Betriebe benötigen, um weiterhin Wegbereiter*innen der Zukunft sein zu können. Ergänzend wurde besprochen, was die Netzwerkkoordinator*innen aus den Großschutzgebieten brauchen, um die Netzwerke in die Zukunft zu führen und welche Themen zukünftig in der AG behandelt werden sollten. Zusammenfassend hat der Workshop zwei Schritte für die weitere AG-Arbeit aufgezeigt:
  • AG-Treffen mit Fortbildungsangebot: Um als Netzwerk-Koordinator*innen zukünftig den zahlreichen Ansprüchen gerecht werden zu können, bedarf es eines Fortbildungsangebotes. Die jährlichen AG-Treffen können dafür einen Rahmen bieten.
  • Abgleich der Kriterienkataloge: In vielen Gebieten ist es notwendig, die Kriterienkataloge im Hinblick auf Nachhaltigkeit zu überarbeiten. Bisher wurden die Mindestkriterien individuell in den Schutzgebieten erweitert. Es wurde der Wunsch geäußert, die Synergien der bestehenden Kriterienkataloge zu nutzen.
Als Nachfolger von Martin Kaiser wurde auf dem AG-Treffen Martin Rimmler (NLP Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer) zum stellvertretenden AG-Sprecher gewählt. Er unterstützt nun Astrid Martin im AG-Sprecher*innen-Team. Zum Jahresende waren bei Nationale Naturlandschaften e. V. 16 Nationalparke und 17 Biosphärenreservate am Partnerprogramm beteiligt. Mit der verstärkten Beteiligung der Naturparke sind es nunmehr über 50 Partner-Netzwerke mit mehr als 1.800 Partner-Betrieben, die nach gemeinsamen Mindestanforderungen agieren. Ausblick Das nächste AG-Treffen findet vom 14. bis 16. Mai 2024 im NLP Hunsrück-Hochwald statt. Dort wird es um die Einbindung der Partner-Netzwerke in digitale Portale gehen. Geplant ist ebenfalls ein erstes Fortbildungsangebot von Dieter Bensmann zum Thema „Netzwerkmanagement“.

Bildung

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Teilnehmende der AG Bildung im Nationalparkzentrum Ruhestein, Nationalpark Schwarzwald
© © NLPV Schwarzwald
Teilnehmende der AG Bildung im Nationalparkzentrum Ruhestein, Nationalpark Schwarzwald
© © NLPV Schwarzwald
„Vom Elementarbereich über die Grund- und Sekundarschulen bis hin zur Erwachsenenbildung spielt die Bildungsarbeit in allen Großschutzgebieten eine entscheidende Rolle. Die Ausrichtung auf eine Bildung für nachhaltige Entwicklung zieht sich durch alle Angebote und leistet einen großen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Die AG Bildung schafft einen Raum für Austausch, Stärkung und Weiterentwicklung der Bildungsarbeit in den Nationalen Naturlandschaften.“

Zur AG Bildung lud der Nationalpark Schwarzwald vom 10. bis 12. Oktober 2023 ein. Das Schwerpunktthema war diesmal die Wirksamkeit von Lernangeboten in Nationalen Naturlandschaften. Unter anderem wurde ein Forschungsprojekt der Pädagogischen Hochschule Freiburg vorgestellt mit der Fragestellung „Gelingensbedingungen der Zertifizierung von Schulen in Nationalen Naturlandschaften“. In das mehrjährige Projekt sollen auch die Erfahrungen aus der Zertifizierung von Nationalpark-Schulen in der Eifel einfließen. Im Anschluss trafen sich Vertreter*innen aus acht Nationalparken einen weiteren Tag, um das Thema Wildnisbildung, das sich speziell mit dem unmittelbaren und intensiven Erleben von Wildnis befasst, weiter voranzubringen. Nachdem 2018 das Konzeptpapier zur Wildnisbildung erarbeitet und verabschiedet wurde, beginnt nun nach der Corona-Pause die konkrete Umsetzung. Bei dem Treffen wurde festgelegt, dass als nächster Schritt die Schulung der in Nationalparken in der Bildungsarbeit Tätigen erfolgen soll. Weitere Konkretisierungen dazu erfolgen in unregelmäßig stattfindenden Online-Besprechungen.

Schutzgebietsbetreuung

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Die Teilnehmer*innen beim AG-Treffen 2023 im Nationalpark Eifel
© © A. Simantke
Die Teilnehmer*innen beim AG-Treffen 2023 im Nationalpark Eifel
© © A. Simantke
„Der Schutzgebietsbetreuung kommt vor den tiefgreifenden aktuellen Herausforderungen in den Schutzgebieten eine Schlüsselrolle im Erhalt der biologischen Vielfalt und der Bewusstseinsförderung für den Naturschutz und den Klimawandel zu. Die AG Schutzgebietsbetreuung arbeitet für eine weitere Professionalisierung des jungen Berufsfeldes und ermöglicht eine effektive bundesweite Vernetzung sowie einen intensiven fachlichen Austausch zwischen den Teilnehmenden.“

Die Arbeitsgruppe Schutzgebietsbetreuung traf sich vom 19. bis 21. April 2023 im Nationalpark Eifel mit 15 Teilnehmenden. Neben einigen Rangerleitungen, die schon seit dem Gründungstreffen dabei sind, ist in den letzten Jahren ein deutlicher Wechsel in der AG zu verzeichnen, so waren auch dieses Mal vier neue Kolleg*innen in der Runde. Themen waren Neuigkeiten von NNL e. V. sowie aus der Arbeit der AG-Sprecher*innen, hier ging es unter anderem um die Vorbereitung der Mitgliederversammlung im November 2023. Auch Neues aus dem Bundesverband Naturwacht e. V. und von der European Ranger Federation (ERF) wurde berichtet. Zu Beginn des Jahres 2023 ist die mit Mitteln des BfN aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt und mit Mitteln des NaturSchutzFonds Brandenburg geförderte Studie „Ranger – Zukunft der Schutzgebietsbetreuung gestalten“ gestartet. Diese wurde von den extra angereisten Projektverantwortlichen, Prof. Dr. Erik Aschenbrand und Judith Kloiber (beide HNEE), vorgestellt. Sie warben auch für eine Teilnahme an der Onlineumfrage, um einen möglichst vollständigen Überblick über den Status Quo in den NNL zu erhalten. Des Weiteren gab es ein Update zum geplanten Ausbildungsberuf „Fachkraft für Landschaftsmanagement“ und zu den Ergebnissen der Bedarfsermittlung durch Frau Dr. Petra Kukuk von der Handwerkskammer Südthüringen, die online zugeschaltet wurde. Ein dritter Vortrag kam von Lorenz Richter, der sich in seiner Bachelorarbeit mit der Ausbildung zum/zur Geprüften Natur- und Landschaftspfleger*in (GNL) und den beruflichen Anforderungen an Ranger*innen auseinandergesetzt hatte. Zusätzlich zu unserem physischen Treffen gab es ein Online-Treffen der AG im September 2023 zum Thema Monitoring häufiger Brutvögel in Schutzgebieten (MhB-S), in dem Caren Pertl vom Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) e. V. das neue Erfassungsprogramm vorstellte, in welchem Ranger*innen zukünftig mitwirken können. Neben der Referentin nahmen 12 AG-Mitglieder teil. Ausblick Für den Februar 2024 ist ein Online-Treffen der AG geplant, auf dem erste Umfrageergebnisse aus der Rangerstudie vorgestellt werden sollen. Das 11. Treffen der AG Schutzgebietsbetreuung findet im April 2024 im Biosphärenreservat Drömling statt. Themen werden weiterhing die Aus- und Fortbildung von Ranger*innen in Deutschland, die Überprüfung und ggf. Weiterentwicklung des Profils der Ranger*innen in Deutschland, aber auch praktische Aspekte der Organisation der Rangerarbeit sein.

Forschung und Monitoring

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Die Teilnehmer*innen beim AG-Treffen 2023 im Müritz-Nationalpark
© © Nationalparkamt Müritz
Die Teilnehmer*innen beim AG-Treffen 2023 im Müritz-Nationalpark
© © Nationalparkamt Müritz
„Forschung und Monitoring gehören zu den zentralen Aufgaben wissensbasierter Arbeit in Großschutzgebieten. Großschutzgebiete sind Referenzflächen, um auch Veränderungen in angrenzenden Landschaften zu analysieren. Angesichts komplexer ökologischer und gesellschaftlicher Herausforderungen ergibt sich auch für die Forschung die Notwendigkeit einer systemischen Betrachtung: Eine Integration verschiedener Perspektiven und die Einbindung der Praxis in Forschungsvorhaben!“

Selbstverständnis und Handlungsfelder der AG Die Mitglieder sehen die AG mehrheitlich als Informations-, Austausch- und Kooperationsplattform mit Praxisbezug. Schwerpunktthemen sind:
  • Schnittstellen zu Wissenschaft, Forschungsverbünden, Fördermittelgebern und externen Verbänden
  • Langzeitforschung und -monitoring
  • Standardisierung/Harmonisierung moderner Monitoringmethoden und Meta-Datenbanken
  • Biodiversität und Klimawandel
  • Ökosystem-Dienstleistungen (ESS)
  • Sozioökonomische Forschung, Interaktion Schutzgebiet-Mensch
  • Prozessforschung und Management
Forschung und Monitoring liefern die maßgebliche Wissensbasis für Schutz, Management, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Entwicklung der Großschutzgebiete. Angesichts akuter gesellschaftlicher Krisen gewinnen die speziellen Themenfelder wie auch die Großschutzgebiete als Referenzgebiete generell stark an Bedeutung! Innerhalb der Arbeitsgruppe gibt es eine sehr aktive Gruppe der Sozialwissenschaftler*innen („SoWi-Gruppe“), welche von Dr. Mareike Garms (NLP Schwarzwald) geleitet wird. Aktivitäten der AG seit der letzten Mitgliederversammlung Für den Informations- und Erfahrungsaustausch besonders wichtig sind das Jahrestreffen und die Quartalsmeetings der Arbeitsgruppe. Im Jahr 2023 fand das 21. Jahrestreffen der AG Forschung und Monitoring im Schloss Hohenzieritz, Sitz des Nationalparkamts Müritz, statt. Vom 27. bis 29. September 2023 informierten und diskutierten die ca. 50 Teilnehmenden in einem umfangreichen Vortragsprogramm aktuelle Themen und Fragestellungen aus den Großschutzgebieten. Die Exkursionen führten uns in den Serrahner Teil des Müritz-Nationalparks und ermöglichten den Teilnehmenden einen Einblick in unterschiedliche Fachthemen, z. B. das Tereno-Observatorium mit Langzeitmessungen zum Wasserhaushalt, Moorrenaturierungen und Orchideenmonitoring. Organisiert wurde die Veranstaltung durch das Team Forschung und Monitoring des Nationalparkamts Müritz, das Sprecherinnen-Team der AG und der NNL-Geschäftsstelle. Die Quartalsmeetings finden online statt und geben die Möglichkeit für einen Austausch zu fachspezifischen Fragestellungen. Sie sind jedoch auch explizit als Plattform für die Vorstellung von Graduierungsarbeiten, wie Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten, gedacht. Folgende Themen wurden diskutiert:
  • Prozessschutz im Nationalpark Schwarzwald – integratives Langzeitmonitoring der Biodiversitätsentwicklung (Dr. Stefanie Gärtner, NLP Schwarzwald)
  • Ökologie von Offenland- und Waldquellen im Biosphärengebiet Schwarzwald – ein Vergleich (Silja Oelrichs, Universität Basel, Masterarbeit)
  • Einfluss von natürlichen Störungsereignissen im Wald auf Vogel- und Nachtfaltergemeinschaften im und um den Nationalpark Harz (Anne Graser, Uni Götting, Doktorarbeit)
Weitere Aktivitäten
  • Teilnahme an der LTER-D-Jahrestagung (online) 6. bis 8. März 2023 (J. Chmieleski)
  • Teilnahme am NNL-Strategieworkshop 18./19. September 2023 (S. Stab)
Kommentierung einzelner Fach- und Kontaktanfragen der NNL-Geschäftsstelle durch die AG Forschung und Monitoring

Regionalentwicklung und Tourismus

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Die Teilnehmenden beim Auftakttreffen der AG Regionalentwicklung & Tourismus 2023 in Eisenach
© © Ulrich Köster / Verband Deutscher Naturparke e. V.
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Darstellung der Akteurskonstellation im Handlungsfeld Regionalentwicklung und Tourismus
© © Martina Leicher VDN e. V.
Die Teilnehmenden beim Auftakttreffen der AG Regionalentwicklung & Tourismus 2023 in Eisenach
© © Ulrich Köster / Verband Deutscher Naturparke e. V.
AG-Treffen Die AG Regionalentwicklung und Tourismus wurde 2023 gegründet und hatte ihre erste zweitägige Zusammenkunft mit 36 Teilnehmenden am 11. und 12. September 2023 in Fulda. Ziel der Arbeitsgruppe ist die Vernetzung der Mitglieder. Hierfür wurden zunächst Aufgaben definiert:
  • Herausarbeiten bestehender und zukünftiger Handlungsfelder
  • Priorisierung von Arbeitsschwerpunkten der AG
  • Unterstützungsmöglichkeiten der beiden Dachverbände
  • Bereitstellung der Mitgliedererfahrungen und dazugehörigen Formate für alle
Die anschließend erstellte Akteurskonstellation im Handlungsfeld Regionalentwicklung und Tourismus spiegelt die Komplexität der AG wider (siehe Darstellung). Herauskristallisiert haben sich fünf Handlungsfelder:
  • Erlebbare Angebote vor Ort
  • Mobilität
  • Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
  • Lebensqualität, Wertschöpfung & regionale Identität
  • Nachhaltige Landnutzung
Ausblick Im Jahr 2024 wollen wir insbesondere das Kernthema „Gästekarte“ (NNL-Entdeckerpass) behandeln.