Streuobst / © Stefan Zaenker
© Stefan Zaenker / Rhön Natur e. V.
7. Oktober 2020

Flüssiges Gold

Oft ist es für Streuobstwiesenbesitzer nicht möglich das gesamte Obst zu verbrauchen oder zu verkaufen. Aber wohin mit den vielen Äpfeln, Birnen und Kirschen? Eine Möglichkeit, ist die Saftherstellung.

Was ist das Besondere an Säften aus Streuobst im Gegensatz zum industriell hergestellten Saft?

Um beim Beispiel des Apfels zu bleiben: Der industriell hergestellte Apfelsaft besteht in der Regel aus Konzentrat, das vor der Abfüllung wieder verdünnt wird. Dabei wird das Konzentrat durch enzymatische Behandlung gewonnen, zum Teil entaromatisiert und depektinisiert, geklärt und geschönt und schließlich eingedickt.

Im Gegensatz zur o.g. Saftherstellung wird Streuobst von regionalen Betrieben in einem schonenden Verfahren gekeltert. Das Ergebnis der schonenden Verarbeitung ist ein naturtrüber Saft, der wesentlich bekömmlicher und gesünder ist. Die Streuobstwiesenbesitzer bringen das Obst zu den örtlichen Keltereien. Die Saftherstellung erfolgt direkt aus den Äpfeln und nicht aus Konzentrat, auch werden die Pektine nicht entfernt (diese sind verdauungsfördernd und deshalb wertvoll bei einer allgemein ballaststoffarmen Ernährung). Außerdem besitzt der Streuobstsaft ein einzigartiges Aroma.

Da die Herstellung des Streuobstsaftes aufwendig ist, ist der Saft oft teurer. Der höhere Preis lohnt sich aber, wenn man gesunde und regional produzierte Streuobstsäfte zu schätzen weiß, und sich und der Umwelt etwas Gutes tun möchte.

Außerdem fördert der Verkauf des Streuobstsaftes die regionale Wirtschaft, da die kleinen Betriebe unterstützt werden.

Saft aus Streuobst / Foto: © Schwäbisches Streuobstparadies e. V.

Streuobst / Foto: © Schwäbisches Streuobstparadies e. V.

 

 

Streuobst / Foto: © Stefan Zaenker

Titelbild: Streuobst / © Stefan Zaenker

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