Vertreter der Nationalparke Deutschlands trafen sich in Bad Schandau zum Erfahrungsaustausch Waldbrand in Nationalparken (zu sehen v. l. n. r. A. Frede Nationalpark Kellerwald-Edersee, M. Hellmund Müritz-Nationalpark, S. Beck Nationalpark Schwarzwald, U. Zimmermann Nationalpark Sächsische Schweiz, F. Krumpen Nationalpark Eifel, R. Pietsch Nationalpark Harz, nicht auf dem Bild zu sehen H. Egidi Nationalpark Hunsrück-Hochwald)
7. Dezember 2022

Nationalparke kümmern sich gemeinsam um Waldbrandprävention

Die durch die Klimakrise zunehmend heißen und trockenen Sommer stellen die Nationalparke in Deutschland vor neue Herausforderungen, vor allem durch Waldbrände. Diese sind fast immer menschengemacht. Somit stehen die bei den Touristen besonders beliebten Gebiete erst recht im Fokus. Die Nationalparke Deutschlands haben sich nun zu den Themen Waldbrand, Besucherverhalten und Waldbrandvermeidung in Bad Schandau in der Sächsischen Schweiz getroffen und über die Erfahrungen der jüngsten großen Waldbrandereignisse in der Sächsischen Schweiz und im Harz beraten. Besprochen wurden Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes, die Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften im Alltag und im Krisenfall sowie Strategien zu deren Unterstützung z. B. durch den Einsatz von Forstmaschinen, Fahrzeugen und Personal. In den Gebieten ist man sich einig, dass diese Aufgabe nur gemeinsam mit den Feuerwehren und den Kommunen bewältigt werden kann, in deren Hoheit das Löschen von Waldbränden liegt. Die Nationalparke übernehmen im Allgemeinen die Brandnachsorge und tragen auch für den Brandschutz Mitverantwortung. Dem wird in den Schutzgebieten bereits in unterschiedlicher Weise nachgekommen. Aus Sicht der Nationalparke gibt es jedoch keine pauschale Lösung, da die jeweiligen Voraussetzungen vor Ort, wie Gelände, Munitionsbelastung, vorhandene Löschwasserreserven im Gebiet oder technische Ausstattung der Feuerwehren, sehr unterschiedlich sind. Neben präventiven Maßnahmen, wie Rettungswegekonzept, regelmäßige Brandschauen mit den Feuerwehren, zusätzliche Löschwasserzisternen, sehen die Nationalparke eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Feuer im Wald als eine Schwerpunktaufgabe der kommenden Jahre an. Der Austausch unter den Parken dazu wird fortgeführt. Gespannt ist man auf die Ergebnisse und Empfehlungen der unabhängigen Waldbrandkommission, die im Auftrag der Sächsischen Staatskanzlei die Waldbrandkatastrophe im Nationalpark Sächsische Schweiz analysiert sowie auf die gemeinsam mit den Einsatzkräften auf Grundlage der konkreten Erfahrungen aus den Bränden im vergangenen Sommer in der Erarbeitung befindlichen konzeptionellen Ansätze aus dem Nationalpark Harz. Ihre Ansprechpartner für Rückfragen:
Ulf Zimmermann Leiter Nationalpark Sächsische Schweiz E-Mail: ulf.zimmermann@smekul.sachsen.de Dr. Roland Pietsch Leiter Nationalpark Harz E-Mail: roland.pietsch@npharz.de
  Bildunterschrift: Vertreter der Nationalparke Deutschlands trafen sich in Bad Schandau zum Erfahrungsaustausch Waldbrand in Nationalparken (zu sehen v. l. n. r. A. Frede Nationalpark Kellerwald-Edersee, M. Hellmund Müritz-Nationalpark, S. Beck Nationalpark Schwarzwald, U. Zimmermann Nationalpark Sächsische Schweiz, F. Krumpen Nationalpark Eifel, R. Pietsch Nationalpark Harz, nicht auf dem Bild zu sehen H. Egidi Nationalpark Hunsrück-Hochwald)

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