Trauer-Rosenkäfer
© Michael Schäfer
20. Mai 2021

Ein gern gesehener Gast auf der Streuobstwiese

Das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön ist ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Auf unserer Projektfläche tauchte nun ein seltenes kleines Krabbeltier auf: der Trauer-Rosenkäfer (Oxythyrea funesta). Munter turnt er auf den Blüten so mancher Wildpflanze herum und ernährt sich von deren Pollen. Bevorzugt sitzt der ein Zentimeter große Käfer auf weißen oder roten Blüten, verschmäht aber auch gelbe und blaue nicht. Oft sitzt er auf Kratzdisteln und Flockenblumen Den schwarzen Panzer des hübschen Gesellen zieren auffällig weiße Tupfen. Unverkennbar ist auch die weiße Beharrung am Rücken und an den Vorderbeinen, die mit dem Alter verloren geht.

Bisher war es dem Trauer-Rosenkäfer zu kalt im Biosphärenreservat Rhön. Da es im Gebiet zunehmend wärmer wird, sieht man ihn immer öfter in der Rhön. Das wärmeliebende Insekt tummelt sich in Gärten und auf blütenreichen Trockenrasen, auch an Wiesen- und Waldrändern kann man ihn entdecken. Von Anfang Mai bis Ende Juli ist der Trauer-Rosenkäfer unterwegs. Bei nasskaltem Wetter sucht er oft Unterschlupf in den geschlossenen Blütenkelchen.

Noch vor einigen Jahren war der Käfer auf der Roten Liste der Käfer Deutschlands als stark gefährdete Art eingestuft und war in einigen Teilen Deutschlands sogar vom Aussterben bedroht. Mittlerweile gilt er als ungefährdet. Auf unseren Projektflächen im Biosphärenreservat Rhön haben unsere Gutachter*innen den Trauer-Rosenkäfer entdeckt. Unter den vielen bunten Wiesenpflanzen findet der Käfer sicher seine Lieblingspflanze und wird sich auf der Streuobstwiese heimisch fühlen.

Weitere Beiträge

Im Vordergrund wachsen Pilze im Moos. Im Hintergrund sind unscharf drei Personen erkennbar, die durch einen grünen Wald laufen.
12. Mai 2026

Verbunden durch die Natur: Die Nationalen Naturlandschaften feiern am 24. Mai 2026 den Europäischen Tag der Parke

Am 24. Mai feiern wir europaweit den Europäischen Tag der Parke. Unter dem diesjährigen Motto „Connected by Nature“ (Verbunden durch die Natur) machen die Nationalen Naturlandschaften auf die Bedeutung intakter und vernetzter Lebensräume aufmerksam.
Eine Umweltpraktikantin mit verbundenen Augen wird von einer anderen Umweltpraktikantin durch den Wald geführt.
22. April 2026

Start ins Commerzbank-Umweltpraktikum: Traditionelle Einführungswoche im Nationalpark Bayerischer Wald

Über 60 Studierende aus Deutschland und der Schweiz absolvieren in diesem Jahr ihr Commerzbank-Umweltpraktikum in insgesamt 14 Nationalparken und acht Biosphärenreservaten. Auch im 36. Jahr des Projekts fand die Einführungswoche traditionsgemäß im Nationalpark Bayerischer Wald statt. Dort gab’s für die Freiwilligen einen wilden Rundumschlag in die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit sowie vielfältige Naturschutzthemen.