Mahdgut, anghäuft am Rand der Streuobstwiese
3. Juni 2019

Frisch gemäht

Verfilzt und zugewachsen – so kann man den Zustand des Unterwuchses zu Beginn des Projektes beschreiben. Verarmt an Pflanzenarten durch unsachgemäße Pflege, hat sich im Laufe der Zeit eine sogenannte Fettwiese oder Fettweide entwickelt. Das abgeschnittene Gras wurde als Mulch liegen gelassen und wirkte wie Dünger, so dass immer mehr Nährstoffe in den Boden gelangten. Blühende Gräser haben da keine Chance und es setzen sich nur die daran angepassten Arten durch. Die höchste Artenvielfalt haben Wiesen auf eher nährstoffarmen Standorten. Sie brauchen einen mageren Boden. Daher wird auf unseren Projektflächen das Mahdgut abtransportiert, damit der Boden nicht gedüngt und „erstickt“ wird. Der dichte Grasfilz muss auch entfernt werden, um den Boden auszuhagern. Mit der Zeit setzen sich dann immer mehr Gräser und Kräuter durch, die mit ihren Blüten viele Insekten anziehen.

Kann das Mahdgut nicht außerhalb der Projektflächen entsorgt werden, wird auf der Fläche an einer geeigneten Stelle ein Komposthaufen angelegt.

Aufgeschichtetes Schnittgut von der Wiesenmahd / Foto: Katja Arzt / Nationale Naturlandschaftene e. V.

Titelbild: © Schwäbisches Streuobstparadies e. V.

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