Das Gebiet
Die Regionen des Naturparks rund um den Solling und den Vogler sind so verschieden wie einzigartig. Der Solling ist geprägt von ausgedehnten Wäldern, sanften Wiesentälern mit Quellsümpfen, klaren Bächen und urtümlichen Mooren. Im Gegensatz dazu steht der Vogler: Der häufige Wechsel von schmalen Bergrücken, steilen Hängen und tief eingeschnittenen Tälern verleiht diesem Gebirge seinen wilden, rauen Charakter.
Bildhaftes Zeugnis einer Form von historischer Waldnutzung sind die ehemaligen Eichenwälder, die erhalten, genutzt und verjüngt werden. Dieses Naturschutzziel der Niedersächsischen Landesforsten wird im Hutewald Solling auf rund 220 Hektar von Heckrindern und Exmoorponys verwirklicht: die Tiere leben das ganze Jahr über im Freien und halten den Wald durch ihre Nahrungssuche von aufwachsenden Bäumen frei. Der Hutewald lädt Besucher dazu ein, die halb wild lebenden Rinder und Ponys in einem großen, weitläufigen Schaugehege auf verschiedenen Wander-Routen zu sichten – ein einmaliges Erlebnis.
Die verschiedenen Nutzungen der Bewohner des Naturparks trugen dazu bei, dass über die Jahre eine vielfältige und abwechslungsreiche Kulturlandschaft entstehen konnte. Im Sommer beispielsweise bietet der Naturpark durch die vielen verschiedenen Kräuter einen bunten Blütenteppich für Bienen, Hummeln, Käfer und Schmetterlinge. Diese wiederum dienen Kleinsäugern und Vögeln als Nahrung. Solch wertvolle Strukturen und Wechselbeziehungen werden durch die Beweidung mit den Tieren des Naturparks gefördert und aufrechterhalten.
Die zahlreichen Spuren der wechselvollen Kulturgeschichte des Naturparks, wie beispielsweise versteckt im Wald liegende ehemalige Glashütten – hierzu gehört die Glashütte am Lakenteich – inspirierten zu unzähligen Geschichten und Sagen rund um den Solling. Dadurch, dass bereits Fürsten und Mönche die hohe Lebensqualität der Region für sich entdeckten, bietet der Naturpark seinen Besuchern auf den sogenannten „Kulturpfaden“ die Möglichkeit, bedeutende weltliche und sakrale Bauten zu entdecken. Hierzu gehören unter anderem das Kloster Amelungsborn und das Schloss Bevern. Des Weiteren sind bedeutende Bodenfunde, Denkmäler und andere kulturhistorische Einrichtungen zu besichtigen; hierzu zählen das Mittelalterhaus am Schloss Nienover, die Wüstungskirche Winnefeld und die Dorfwüstung Schmeessen. Der Ort Fürstenberg ist durch seine Porzellanmanufaktur und das Schloss Fürstenberg bekannt, das Dörfchen Fredelsloh durch seine Töpfereien.
Naturschutz
Die so vielfältige und abwechslungsreiche Mittelgebirgslandschaft im Bereich des Naturpark Solling-Vogler beherbergt eine immense Naturausstattung, welche die unterschiedlichsten Anforderungen und Handlungsbedarfe im Bereich des Naturschutz begründet: Innerhalb der Kulisse des Naturparks Solling-Vogler befinden sich mehrere großräumige Natura 2000-Gebiete (11 FFH-Gebiete und 2 EU-Vogelschutzgebiete), 14 Naturschutzgebiete sowie 2 Landschaftsschutzgebiete , die überwiegend durch naturschutzfachlich bedeutsame Waldgebiete und wertvolles, an seltenen Pflanzen und Tierarten reichem Grünland geprägt sind. Der überwiegende Anteil des artenreichen Grünlands wird heute beweidet oder als Mähweide genutzt. Die „Ökologische Station Solling-Vogler“ und das Projekt „Offene Weidelandschaften“ tragen maßgeblich mit Akteuren aus Naturschutz und Landwirtschaft für zur Erhaltung und Entwicklung dieser Landschaft bei.
Besuchsinformationen
Besuchs- und Informationszentren
Solling-Vogler-Region im Weserbergland e. V.
Lindenstr. 8
37603 Holzminden/Neuhaus
Tel.: 05536 – 960970
E-Mail: info@solling-vogler-region.de
Tourismusinformationen
Touristik-Information Hochsolling
Wildpark 1
37603 Holzminden/Neuhaus
Tel.: 05536 – 1011
Aktiv vor Ort
Ein Tag vor Ort
Wanderung der Qualitätstour „Hochmoorgeist“ – Start und Ziel ist der Parkplatz Mecklenbruch bei Silberborn.
Ganz plötzlich taucht er auf, bei Windstille zu früher Morgenstunde oder spät an kühlen Nachmittagen über den kleinen Wasserflächen und dem Wollgras im Hochmoor Mecklenbruch im Forstamt Neuhaus. Ein leichter Luftzug, nur ein Hauch, und er schwebt davon, der Hochmoorgeist. Oder war es doch nur ein zarter Nebelschleier? In sternenklaren Nächten sehen Sie hier aufgrund der relativ geringen Lichtverschmutzung so viele Sterne, wie es sonst immer seltener wird. Aufgrund der nicht allzu zahlreichen zurückzulegenden Höhenmeter ist diese Qualitätstour recht einfach zu bewältigen. Hinsichtlich ihres Erlebniswertes ist diese Wanderung jedoch ganz weit oben angesiedelt. Neben dem großartigen Ausblick vom Hochsollingturm, ziemlich wilden Heckrindern und Exmoorponys auf den Silberborner Bergwiesen schwebt Ihnen im Moor – wie eingangs erwähnt und mit etwas Glück – der Hochmoorgeist über Ihren Weg – huhuuuu.
Barrierefrei besuchen
Tipps zu barrierefreien Ausflugszielen erhalten Sie über den Link:
https://www.solling-vogler-region.de/de/search/?q=Barrierefrei und die Touristikinformation.
Anreise
Bahn:
Aus Bielefeld über Paderborn, aus Hannover über Kreiensen Richtung Paderborn, aus Kassel über Göttingen/Kreiensen nach Holzminden
Auto:
Aus Bielefeld über die B239, aus Hannover über die B3, aus Kassel über die B80 oder B83 nach Holzminden
Programme
Der Naturpark nimmt am Programm Naturpark-Schulen teil.